9 Dinge – die Nicht-Packliste

China liegt am Ende der Welt. China ist fremd, exotisch und ganz anders als Deutschland. Also muss ich alles für mich Notwendige, alles Unverzichtbare aus Deutschland mitnehmen. Oder doch nicht? So schlimm ist das nicht! Das kann ich Euch versichern! Und deshalb gibt es hier meine Nicht-Packliste:

Steckdosen im Hotel, Urumqi 2007

Steckdosen im Hotel, Urumqi 2007

1. Weltstecker
Die Stecker sind in China zwar anders, aber in der Regel gibt es in den Hotels und vor allem in den internationalen Hostels immer auch Stecker, an die man seinen Laptop, sein Handy und andere elektrische Geräte anschließen kann. Für den Notfall gibt es entweder an der Rezeption oder bei Mitreisenden einen sog. Weltstecker, den man sich ausleihen kann. Die Stromspannung ist wie bei uns. Fast überall gibt es auch genügend Stecker. Manch einer nimmt ja gerne einen Mehrfahrstecker mit. Wirklich notwendig ist der nicht.

 

 

 

 

Wasserkocher im Hostelzimmer (Pingyao)

Wasserkocher im Hostelzimmer (Pingyao)

2. Wasserkocher oder Tauchsieder
In China gibt es die wunderbare Sitte, dass man immer und überall heißes Wasser bekommt. Selbst in einfachsten Hostels gehört ein Wasserkocher zur selbstverständlichen Ausstattung. Falls das mal nicht so sein sollte, kannst Du an der Rezeption nach heißem Wasser fragen. Kein Problem!

 

 

 

 

 

Starbucks in Shanghai 2011

Starbucks in Shanghai 2011

3. Kaffee
Ja, bis vor wenigen Jahren war es schwierig in China, irgendwo Kaffee zu trinken oder Instant-Kaffee zu kaufen. Doch das hat sich grundlegend geändert. Starbucks gibt es in jedem halbwegs großen Ort und McDonald’s auch. Ich persönlich mag den Kaffee bei Starbucks nicht und gehe lieber zu McD. Für den Morgenkaffee gibt es im Lädchen an der Ecke Instant-Kaffee und heißes Wasser auf dem Zimmer (siehe Punkt 2). Wenn Du den üblichen Instant-Kaffee mit Kaffeeweißer und Zucker nicht magst, so musst Du Dich nur ein wenig umgucken. Kaffee ohne gibt es auch.

 

 

Auf meinem Nachttisch im Hostel in Xi'an: Wasserkocher, Becher (In Datong gekauft), Nescafe

Auf meinem Nachttisch im Hostel in Xi’an: Wasserkocher, Becher (In Datong gekauft), Nescafe

4. Tasse
Eine größere Metalltasse ist in China ein sehr nützliches Reiseaccessoire. Du kannst Dir darin einen heißen Kaffee oder Tee zubereiten. Oder auch mal eine Instantsuppe unterwegs. Du brauchst Dir diese Tasse aber nicht von Zuhause mitzubringen, sondern kannst sie in China problemlos und preiswert kaufen. Das ist nützlich und ein schönes Souvenir, das ganz schnell zuhause die Erinnerung an Deine China-Reise zurück holt.

 

 

 

 

Peking: Frühstücksbuffet mit Wurst und Käse

Peking: Frühstücksbuffet mit Wurst und Käse

5. Butter, Käse, Brot, Wurst
Du hastunterwegs Lust auf einen heimatlichen Genuss? Du hältst es nicht drei Wochen ohne aus? Es überkommt Dich die Lust, nach Wurst und Käse? In den großen Hotels gibt es da weniger Probleme, denn das westliche Frühstücksbuffet bietet alles, was man so zu brauchen vermeint. Es gibt in den großen Städten nicht nur deutsche Restaurants sondern auch Läden, die Brot, Käse und Wurst aus der Heimat verkaufen.

 

 

 

Haushaltwarengeschäft in Dali: Hier gibt es nicht nur schöne Becher sondern auch Korkenzieher

Haushaltwarengeschäft in Dali: Hier gibt es nicht nur schöne Becher sondern auch Korkenzieher

6. Korkenzieher
Ein großes Taschenmesser mit einem Korkenzieher ist ein nützliches Utensil, vor allem seit es in China gute Weine zu trinken gibt. Einen leckeren Rotwein der Marke Dynasty oder Great Wall kann Du Dir im Kiosk an der Ecke zu erschwinglichen Preisen kaufen. Schade, wenn man dann keinen Korkenzieher hat! Ja, ich weiß, es gibt auch andere Methoden, eine Weinflasche zu öffnen. Doch Du kannst auch in China einen Korkenzieher kaufen!

 

 

 

 

Traditionelle Apotheke in einer Kleinstadt 1993

Traditionelle Apotheke in einer Kleinstadt 1993

7. Aspirin und Erkältungsmittel
Aspirin oder andere gute Kopfschmerztabletten gibt es auch in China in jeder Apotheke zu kaufen.
Die meisten Menschen fangen sich während ihrer China-Reise eine Erkältung ein. Dann kannst Du Dir ein wenig mit einem Schal behelfen und viel Ingwer-Tee trinken. Chinesische Apotheken sind auf die Nachfrage nach Erkältungsmittel eingestellt. Wenn Du hartnäckig darauf bestehst, bekommst Du  traditionelle Erkältungstees und Kräutermedizin, die wirklich gut helfen. Aber Achtung: Als besonders hilfreich bei Erkältungen gilt Schlangengalle!
Im Notfall kannst Du bei der Deutschen Botschaft nach vertrauenswürdigen Ärzten und Apotheken fragen.

 

Chengdu 2013: Elektrokaufhaus

Chengdu 2013: Elektrokaufhaus

8. Batterien
Vor allem in den großen Städten gibt es riesige Elektro-Kaufhäuser, wo man alles bekommt, auch Akkus und Batterien. Normale AA-Batterien bekommst Du auch an jedem Kiosk.

 

 

 

 

 

Regen in Yangshuo

Regen in Yangshuo

9. Regenschirm
Sollte es regnen, was gar nicht so selten in China ist, stehen sofort fleißige Händler mit einer Auswahl an Regenschirmen und Regenjacken an allen strategisch wichtigen Stellen (U-Bahn-Ausgänge, Eingänge der Sehenswürdigkeiten usw.) bereit, um Dir einen schönen Regenschirm preiswert zu verkaufen.

 

 

 

 

Fällt Dir noch etwas ein, was man nicht nach China mitzunehmen braucht? Her damit in Euren Kommentaren! Danke.

23 Kommentare

  • Renate

    herrliche Seite, hätte ich schon früher wissen sollen, hier liest man alles ganz herrlich notiert, was man immer schon mal gern hören wollte. Na, vielleicht mache ich mich doch mal auf in dieses vielgesichtige Land…Danke für Deine Mühe.

    • Ulrike

      Liebe Renate! Herzlichen Dank für Deine Anerkennung! Wenn Du mal nach China willst, melde dich bei mir.
      Liebe Grüße
      Ulrike

  • Pingback: Die Packliste für Eure China-Reise – Bambooblog Hamburg

  • Pingback: AusPackliste: Diese 7 Sachen brauchst Du nicht als Backpacker | flocblog

  • Pingback: Reisevorbereitungen Schritt 3: Hotels, Hostels, Ausflüge

  • Eine sehr schöne Liste. Bei meiner ersten Reise nach China hatte ich auch einen Adapter mitgebracht, den ich dann wirklich kein einziges Mal brauchte.
    Wie wärs denn mit einer Zahnbürste? x)
    In jedem Hotel wird einem täglich eine neue zur Verfügung gestellt, inkl. eine kleine Tube Zahnpasta. Jedoch sind die meisten Zahnbürsten in China ziemlich weich…

  • Yunnan Reisen

    Der Tip zu Wurst, Käse und Brot ist sehr gut. Vielleicht könntest du hinzufügen, dass man eh nur mehr oder weniger gute Chancen hätte sich ein Butterbrot zu machen, da der Zoll in China die Einfuhr von Fleisch und Käse verbietet.
    Korkenzieher kann man eigentlich auch da bekommen, wo man (oder Frau) seinen (oder Ihren) Wein gekauft hat, meißt sogar kostenlos als Werbegeschenk. Eine schnelle Geste als ob man die Flasche entkorken würde und ein fragender Blick sollten genügen.

    Was ich auf jeden Fall zu Hause lassen würde ist Tee, da China das Land des Tees ist. Ob rot, grün, schwarz oder sogar Blumentees. Mein Tipp für Menschen die gern Pfefferminztee trinken: morgens auf dem Markt ein frisches Bündel Minze kaufen und sich den ganzen Tag lang frischen Minzee aufgießen. Lecker. Es gibt hier in China fest verschließbare Reise-Tee-Becher mit eingebautem Sieb. Superpraktisch

    • bambooblog

      Hallo! Das sind gute Tipps! Herzlichen Dank! Dass jemand auf die Idee kommen könnte, Tee nach China mitzunehmen, auf die Idee bin ich gar nicht gekommen. Fest verschließbare Teebecher finde ich gut. Allerdings kann man sich darin nicht so gut eine Instantnudelsuppe machen. Und zwei Becher ist bei einer Rucksackreise etwas viel. Als Gruppentouri braucht man gar keinen Becher, da man sowieso rundum versorgt wird und auf den Hotelzimmern immer Tassen stehen.
      Beste Grüße nach Yunnan!

  • Das ist eine international gültige Liste, wie ich finde. 😉 Auf meine Nicht-mehr-mitnimm-Liste kommt in jedem Fall ab jetzt der Laptop. Bei meinem Kurztripp nach Mailand bereitete mir das kostenfreie Hotel-WLAN nicht nur Kopfzerbrechen und Ärger wegen der stets schwankenden Stärke, mein Schleppi fing sich zudem auch noch einen Virus ein, dem ich heute morgen mithilfe meines Anti-Viren-Programms und einer Wiederherstellung sehr langwierig wieder den Garaus machen musste.

  • Eine interessante Liste. Nach und nach bringst du mir China imer näher.
    LG Tina

  • Schöne Liste. so eine ähnliche für „Auswanderer“ liegt bei mir schon ewig angefangen rum, weil mir nie etwas einfällt, was man unbedingt/nicht mitbringen muss. Ist einfach zu individuell. Deine Tipps für die Reise sind aber gut. Mir gefällt der Tipp, in China eine Tasse als Souvenir zu kaufen. Da hat man eine schöne Erinnerung an die Reise und der Gegenstand ist sogar nützlich!

    Beim Aspirin bin ich mir nicht sicher: Als ich hier einmal (vor ca. 2 Jahren?) nach Aspirin gefragt habe, hieß es, der Verkauf sei (zur Zeit?) verboten (Grund war, glaube ich, dass Aspirin zu schnell abhängig macht). Ich weiß aber nicht, ob das immer noch gilt …

    • bambooblog

      Ach, das mit dem Aspirin wusste ich nicht. Ich werde da mal nachforschen, wenn ich bald in China bin. Und dass Aspirin süchtig macht, ist mir neu
      Danke für Deinen Kommentar! LG Ulrike

    • China will den Markt schützen. Es ist generell sehr schwer, westliche Medizin zu bekommen und da die Apotheker in der Regel keine richtige Ausbildung haben, ist es auch sehr schwer, ein Generika zu bekommen. Wer also nicht auf Schlangengalle ausweichen will, sollte ALLES von zuhause mitbringen.

      • bambooblog

        Ach Oli, das stimmt so ganz und gar nicht! Ich hab bislang sehr gute Erfahrung mit chinesischen Ärzten und Apothekern in China gemacht. Wenn man nicht gerade in die letzte abgelegene Bude geht, dann sind Ärzte und Apotheker in China in der Regel sehr gut ausgebildet. Auch Schlangengalle ist nichts verwerfliches. Die Warnung war mehr für die Tierfreunde und Vegetarier unter meinen Lesern gedacht. Es ist nur schade, dass wir hier in Deutschland nicht mehr gute Ärzte der Traditionellen Chinesischen Medizin haben. Und dass diese nicht von den Kassen bezahlt werden.

      • Dass die Kassen in Deutschland keine TCM zahlen, hat seinen (guten) Grund. Aber schon klar: Wenn du denkst, dass Schlagengalle gute Medizin ist, dann wirst du in China natürlich fündig. Mein Einwand gilt eher für Leute wie mich, die eben keine TCM wollen, sondern was Richtiges… 🙂

        Von dieser Grundsatzdiskussion abgesehen: Wenn du beispielsweise Lariam kaufen willst, weil du als nächstes in ein Malarialand reisen willst, sollte man doch eigentlich in die Apotheke gehen können und es dort bekommen. Es muss dabei nicht unbedingt das Produkt der Roche sein, sondern es reicht ja auch, wenn ich ein anderes Produkt mit dem gleichen Wirkstoff erhalte.

        In chinesischen Apotheken kennen sie jedoch nicht einmal den Wirkstoff. Mehr noch: Sie wissen noch nicht einmal, dass sie in ihrer Filiale ein Buch haben, in dem sie alle Wirkstoffe nachschlagen können. Man muss die Angestellten förmlich drängen, dass sie den Chef anrufen und ihn nach diesem Buch fragen oder man muss selbst einen Arzt kennen, der einem das Generika rausschreiben kann.

        Und natürlich kannst du vollkommen vergessen, dass der Apotheker eine Ahnung von den starken Nebenwirkungen des Medikaments hat oder die kompetent eine Alterntive empfehlen kann. Eine Bekannte von mir (früher Nachbarin) hat zuerst in einem Supermarkt verkauft und später in einer Apotheke. Beim Vorstellungsgespräch behauptete sie einfach, dass sie vorher schon in einer Apotheke gearbeitet hat. Niemand hat das überprüft.

        Ein weiteres Problem ist natürlich die Kommunikation: Du spricht vermutlich recht ordentlich Chinesisch. Auch ich kann mich auf Chinesisch verständigen, so lange ich nichts lesen muss. Dann geht es meistens schon irgendwie. Aber dass du in einer Apotheke ohne Chinesischkenntnisse überhaupt etwas bekommst, kannst du grad vergessen.

        Daher: Medizin unbedingt mitbringen…!

      • bambooblog

        Hallo Oli,
        Du hast anscheinend ziemlich schlechte Erfahrungen in China gemacht. Das tut mir sehr leid. Ich habe ja nun einige Zeit in China gelebt und bin sehr viel, auch abseits der Touristenpfade, gereist. Einen großen Teil meiner Reisen habe ich vor 20 und mehr Jahren gemacht, ohne großartig Chinesische sprechen oder lesen zu können. Trotzdem hab eich sehr viele gute Erfahrungen mit chinesischen Ärzten und Apothekern gemacht, die ich immer als kompetent und erfahren erlebte. Schon 1987 habe ich in einem kleinen Ort Aspirin erhalten. Wobei die Apothekerin mich zuerst nicht verstand, dann aber von Aspirin auf Acetylsalicylsäure schloss. Glücklicherweise wusste ich, dass das der Wirkstoff von Aspirin ist. Später habe ich einfach nur noch nach Kopfschmerztabletten gefragt (Tou teng pianr) und war zufrieden mit den Resultaten. WAs ich machen würde, wenn ich Lariam brauche, weiß ich nicht. Das bekommt man sicherlich aber gut in Hongkong oder Bangkok. Außerdem kann ich gar nicht dazu raten, das einfach in irgendeiner Apotheke zu kaufen. Dazu braucht man in Deutschland ein Rezept. Deshalb empfehle ich in einem solchen Fall, die Botschaft nach einem deutsch sprechenden Arzt in der Nähe zu fragen.
        Hier in Hamburg gibt es ein großartiges TCM-Forschungsinstitut an der Uni-Klinik. Auch meine Hausärztin kennt sich mit TCM und Akupunktur aus. Auch hier sind meine Erfahrungen sehr positiv. OHne die Akupunktur bei meiner Ärztin hätte mri ein westlich orientierter Arzt sicherlich schon ein neues Knie verpasst.
        Naja, ist ein weites Thema. Es tut mir leid für dich, dass du andere Erfahrungen gemacht hast.
        Ausdrücklich möchte ich hier noch einmal betonen, dass man bei schwerwiegenden Krankheiten niemals irgendwelche Tabletten schlucken sollte, ohne einen Arzt zu fragen. Dabei sollte man aber auch nicht grundsätzlich davon ausgehen, dass Ärzte oder Apotheker in fremden Ländern schlechter sind als deutsche. Auch in Deutschland gibt es zahlreiche schlechte Ärzte…

      • bambooblog

        Nachtrag: Habe den entsprechenden Absatz ein wenig angepasst. Ich meinte nicht, dass man sich in China Generika bzw. westliche Medizin besorgen sollte. Nur Kopfschmerz-und Erkältungsmedizin bekommt man einfach, gut und günstig vor Ort.

      • Interessant. Dass es darauf hinausläuft, den eigenen Markt schützen zu wollen, habe ich mir schon fast gedacht. Die Argumente klangen etwas merkwürdig und in anderen Branchen ist das ja auch nicht so ungewöhnlich.

        Hmm, also hier in Shanghai bekommt man schon auch westliche Medikamente von den großen internationalen Firmen (wenn sie auch nicht so gut wirken wie „unsere“). Und bis jetzt hatte ich auch das Gefühl, dass die Apotheker wissen, was sie mir geben müssen.

        Wie hast du das gemacht (du hast doch auch lange in China gelebt): Hast du dir deine kompletten Medikamentenvorräte von zu Hause mitgebracht? Ist das nicht sehr umständlich?

      • Gewisse Dinge habe ich schon auch in China gekauft. Ohrentropfen, Halswehpulver und so… Aber da ich ohnehin einmal pro Jahr nach hause geflogen bin, habe ich halt alles, was ich regelmässig brauche, mitgebracht. Später habe ich mir Sachen über den Kurier der Botschaft bestellt.

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