Liebster Award: Du bloggst?! Warum, wieso und wann?

Zusammen mit dem Liebster Award wurde mir von Eva Marie Nielsen ein Blockstöckchen weiter gereicht. Wieder einmal geht es darum, 11 Fragen zu beantworten, die sich in diesem Fall ums Bloggen drehen. Ich werde die Fragen nicht, wie es eigentlich gewünscht wird, weiterreichen. Wer mag, kann sich die Fragen zu Gemüte führen und beantworten.

2013 Ulrike Hannover

Ulrike bloggt

Hier also die Fragen und meine Antworten dazu:

Wie bist Du mit dem Bloggen angefangen?
Hach, schöne Frage! Und so schwierig zu beantworten! Ich könnte jetzt ja ganz frech sein und antworten: „Also, ich hab mich an meinen Computer gesetzt und angefangen zu schreiben…“ 😉

Der Wunsch zu schreiben war schon länger in mir. Ich habe auf meinen Reisen immer Tagebuch geschrieben. Doch ich habe auch beruflich viel geschrieben, Katalogtexte, Reiseprogramm und Blogbeiträge für China Tours, natürlich immer suchmaschinenoptimiert. Während meiner Zeit als Redakteurin der Deutsch-Chinesischen Allgemeinen Zeitung hatte ich zunehmend das Gefühl, dass das Schrieben meine eigentliche Berufung ist. Als die Zeitung dann eingestellt wurde, konnte ich mit dem Schreiben nicht einfach so aufhören. Da kam mir die Idee, einen Blog zu schreiben.

Worüber bloggst Du?
Je länger ich blogge, desto deutlicher wird, dass ich eine Reisebloggerin bin. Am Anfang habe ich da vieles ausprobiert, hab auch gar nicht so viel gepostet. Mein Hauptthema ist „China“, meine alten und neuen Abenteuer dort und meine Auseinandersetzung mit manchen aktuellen Problemen rund um den Tourismus in und nach China. Aber auch sonst schreibe ich von meinen Reisen und meinen Entdeckungen in Hamburg oder Hannover und sonstwo.

Was war Deine größte Herausforderung beim Bloggen?
Die größte Herausforderung war bislang für mich der Umzug meines Blog von einer Wordpres.com-Adresse auf einen selbstgehosteten Blog. Da ich bis zu dem Zeitpunkt meines Umzuges Anfang August 2014 bereits seit einem Jahr gebloggt hatte und dabei schon 250 Artikel entstanden waren, war das ziemlich viel Arbeit.

Was war Dein schönstes Erlebnis beim Bloggen?
Hmm, da muss  ich mal nachdenken. Meine Leser bescheren mir immer wieder mit ihren Kommentaren viel Freude. Ein großartiger Erfolg war es, dass ein Literatur-Professor mir mitteilte, dass er meinen Blog gerne liest und sogar seiner Frau vorliest. Das war ein ganz großes Lob und ich bin mächtig stolz darauf!

Was tust Du, um gelesen zu werden?
Ich bestücke die üblichen Social Media Kanäle mit meinen Artikeln, kommentiere fleißig und suche nach Foren, auf denen ich mehr oder weniger dezent auf meine Kenntnisse und den Blog aufmerksam machen kann.

Wie oft bloggst Du?
Fast jeden Tag. Ich habe einen Redaktionsplan, auf dem ich mir Termine für bestimmte Themen vormerke. Einer meiner Leser meinte, es sollte nicht mehr als ein Artikel pro Tag sein, damit er nicht seine ganze Freizeit mit dem Lesen meines Blogs verbringen muss. 😉 Ich gebe mir auch Mühe, meine Artikel abwechslungsreich zu gestalten. Mal einen langen, textlastigen Reisebericht, dann wieder einen ganz kurzen Artikel oder einfach nur Fotos mit einer kleinen Erklärung. Mal Reisebericht, mal Tipp abseits der Touristenpfade, mal Nachdenkliches, mal Lustiges. Hauptsache nicht jeden Tag das Gleiche!

Was war Dein lustigster Verschreiber?
Ich hab mal in einer Überschrift sowas geschrieben wie Blockroll (oder Blockparade?). Jedenfalls hat das wochenlang niemand gemerkt. Ich auch nicht.

Wie findest Du Ideen?
Die Ideen finden mich. Ich habe einige Oberthemen wie meine Große Asienreise, Abseits der Touristenpfade oder LieblingsChinesisch und mehr. Da fällt mir ständig was zu ein. Die Ideen notiere ich mir. Und wenn ich mich mal morgens an meinen Schreibtisch setze und mir ausnahmsweise nicht sofort was einfällt, dann gucke ich in meinen Redaktionsplan, die Ideenliste oder in meine Fotos. Außerdem gibt es ja auch immer Blogstöckchen und Blogparaden. Da sind die Themen vorgegeben.

Wen würdest Du gerne als Gastautor auf deinem Blog einladen?
Da gibt es so einige, die ich aber mich nie trauen würde zu fragen. Ich würde gerne noch mehr Blogger kennen, die ordentlich über China schreiben. Ein Beispiel dafür ist Shaoshi aus Shanghai vom Blog littlebigasia.wordpress.com Die Frau lebt in Shanghai und hat ganz spezielle Einsichten in das Leben in China. Sie schreibt amüsant und offen. Manchmal reblogge ich ihre Artikel.

Wenn Du die Botschaft deines Blogs auf einen Satz eindampfen könntest, was würdest Du sagen?
Reisen durch die Welt, Begegnungen mit faszinierenden Menschen, Abenteuer, Neugier und die Freude am Alltäglichen prägen mein Leben. Tausende Fotos haben sich angesammelt, tausende Geschichten könnte ich erzählen…

Was würdest Du gerne noch ausprobieren mit deinem Blog?
Ausprobieren, hmm…: Was ich auf jeden Fall demnächst ausprobieren werde, ist das Bloggen aus China. Da bin ich mal gespannt, ob das alles so funktioniert, wie ich mir das vorstelle. Bin schon am Überlegen, ob ich dafür einen eigenen Blog einrichte. Denn sonst wird das zu eintönig für Leute, die sich nicht so für China interessieren. Siehe Punkt 6.

Meine Frage an Euch
Liebe Leser, besonders zu dem letzten Punkt würde ich gerne Eure Meinung wissen: Wenn ich drei Wochen in China reise, jeden Tag vieles erlebe und sehe, würdet Ihr das gern jeden Tag lesen? Im Moment stelle ich mir vor, dass ich vor allem für meinen Vater (87) jeden Tag ein Foto mit einem kurzen Tagebuch-Text veröffentliche. Dann kann er immer sehen, was ich mache und dass es mir gut geht. 😉 Das kann ich andererseits aber auch über Pinterest machen. Ich bin gerade dabei, mir einen Plan, ein Konzept zu erstellen, was ich von unterwegs auf meinem Blog posten will/kann. Sicherlich wird es während der Reise eher kurz und knapp sein. Und die eigentlichen Artikel kommen dann im Laufe des nächsten Jahres.  Damit ir 2015 die Ideen nicht ausgehen.

Was meint Ihr, was erwartet Ihr von mir, wenn ich erstmal unterwegs bin?

Bitte fleißig kommentieren! Danke!

20 Kommentare

  • Ich hatte dazu schon auf dem alten Blog etwas gesagt: Im Urlaub blogge ich nicht. Du … musst! 😀 Nein, das war natürlich nur Spaß. Aber ich würde mir keinen Stress machen. Ein Blog ist kein Lebensziel und es geht auch ohne Internet. Wir waren heute z. B. den ganzen Tag unterwegs und sind erst spät nach Hause gekommen. Ich habe nichts vermisst. Aber du wirst es schon richtig machen 🙂

    • bambooblog

      🙂 Erst spät nach Hause kommen und dann doch noch schnell ins Internet!
      Danke für Deinen Kommentar! Bloggen ist für mich kein Stress mehr. Mir macht das einfach Spaß. Ich hoffe nur, dass meine Leser auch so viel Spaß haben, meine Artikel zu lesen.

      • Du gehörst zu den Menschen, deren Artikel mir ein wirkliches Lesevergnügen bereiten. Und wenn Elfchen das Bad blockiert, muss Frau doch die Zeit nützlich verbringen 😀 Und ja, deine Artikel machen sehr viel Spaß. Was sie auszeichnet sind die kleinen Anekdoten, die persönliche Note. Der Leser hat dann wirklich das Gefühl dabei zu sein und nicht nur einen Reisebericht zu lesen, der ihn von A nach B führt.

      • bambooblog

        Danke für Deine lieben Worte! Sie sind mir besonders wertvoll, weil Du selbst so einen tollen und interessanten Blog hast.

  • Texthase Online

    ’nabend Ulrike,

    ich stimme nettebücherkiste zu! Wenn es möglich ist zu bloggen und mit einem kurzen Bericht Lust auf mehr machen, ohne dass es in Stress ausartet, ist sicherlich eine gute Idee! 🙂

    Liebe Grüße

    Christiane (Texthase Online)

    PS: jetzt mal eine duemme Frage, gibt’s auf Pinterest noch was anderes als Bilder? 😉

    • bambooblog

      Danke! Bei Pinterest kannste zu den Fotos auch ne Unterschrift machen. Aber es ist schon mehr für Fotos. Eigentlich nutze ich Pinterest kaum. Ich rede halt gerne und erzähle :). LG Ulrike

  • Hallo! Danke fürs Mitmachen. Ich lese Dich gerne, auch jeden Tag, aber dann lieber kurze Texte und ab und Zu mal einen langen… Wahrscheinlich werde ich vor Neid zerfliessen. 🙂

  • Ich denke, über kurze Berichte wird sich jeder freuen 🙂 Aber nimm dir nicht zu viel vor, vor allem sollst du ja die Reise genießen! Vielleicht jeden Tag ein Foto mit kurzer Erläuerung? Ansonsten folge ich dir ja auch bei Pinterest 🙂

  • Ein kleiner täglicher Report aus China. Ganz in Kürze über das, was du dir an dem jeweiligen Tag gerade vorgenommen hattest. Plus Foto. Alles mehr als Quasi-Ankündigung für die Sachen, die dann ausgearbeitet später auf deinem Blog erscheinen. Neugierigmacher.
    Gleichzeitig weiß dann dein Papa Bescheid. Einen zusätzlichen Blog würde ich dafür nicht extra erstellen.

    Ich komme nur noch auf Wolfgangs Kommentar oben zurück. Ich erfuhr auch gerade von einem Freund, der im September in China auf Geschäftsreise war, dass es nicht leicht war, sich irgendwo einzuloggen oder „so mal eben“ etwas unters Volk zu bringen.
    Ich drücke dir also die Daumen, Ulrike, dass es später vor Ort auch klappt, wenn du loslegen möchtest.

    LG Michèle

    • bambooblog

      Danke, Michele. Ich krieg das hin! Ich muss jetzt nur noch gucken, ob mein lieber Vater das hinkriegt! 😉
      Ich freue mich, dass ich bislang Zustimmung zu dem „jeden Tag ein bissche + Foto! bekomme. Ob ich dann wirklich täglich dran sitze und poste: mal sehen!
      LG
      Ulrike

  • Erst einmal danke für die freundliche Erwähnung 🙂

    Ich hoffe, dir wird es nicht zu viel, wenn du nächste Woche schon wieder ein Stöckchen bekommst. Ich arbeite nämlich auch gerade eins ab, hihi.

    Mich würde es jetzt nicht stören, wenn du jeden Tag aus China bloggst, aber ich interessiere mich ja auch für China … Einen extra Blog würde ich jetzt nicht einrichten für die paar Wochen, aber Pinterest oder so was ist als Alternative für deinen Vater vielleicht auch nicht schlecht.

    • bambooblog

      Bei Stöckchen über China habe ich kein Problem. 😉
      Danke für Deine lieben Worte! Ja, an Pinterest habe ich auch schon gedacht. Da muss ich meinem Vater einen Account einrichten. Mal sehen. Hab ja noch ein wenig Zeit!

      • Ja, Pinterest war deine Idee 😉

        Was mir gerade noch einfällt: vielleicht könntest du doch einen weiteren Blog einrichten und zwar unter einer Subdomäne, privates.bambooblog.de oder so was. Dann bleibt alles auf deiner Seite, ist aber trotzdem ein bisschen abgetrennt. Dann braucht dein Vater auch nicht extra einen Account zum Lesen …

      • bambooblog

        Danke, ja, das ist auch noch ne Möglichkeit!

  • Schöne Antworten … gefällt mir! 😉

    „Wenn ich drei Wochen in China reise, jeden Tag vieles erlebe und sehe, würdet Ihr das gern jeden Tag lesen?“

    >> Das wird aber schwierig. Von der technischen Umsetzung her, meine ich. http://www.anidenkt.de ist gerade vor Ort und berichtet von einem „Schlupfloch“, das sie gefunden hat, um z.B. Fotos auf http://instagram.com/anidenkt zu veröffentlichen. Mag aber sein, dass sich diese Probleme „nur“ auf die Nutzung von Social Media beziehen …..

    LG & good luck! 😉
    Wolfgang

    • bambooblog

      Ja, das technische ist das eine Problem. Das schaffe ich. Aber mir geht es eben darum, ob meine Leser das ertragen, wenn jeden Tag meine Reise auf dem Programm steht. 😉
      LG
      Ulrike

      • Naja, ich meinte damit nicht, ob Du das schaffst, sondern ob China das „schafft“, also ob die dortigen technischen Rahmenbedingungen das hergeben … 😉

        Aber wie gesagt, „normales“ Bloggen dürfte wohl eher kein Problem sein, eher das „Drumherum“ via Facebook, Twitter etc. …

        Und ja, warum nicht täglich? Für „normales“ Bloggen (da sind ja eher 2-3 Beiträge pro Woche die Faustregel) wär´s etwas (zu) viel, aber für so ein spezielles Thema würde sich dann ja auch eine spezielle Leserschaft interessieren. Die würde das bestimmt „ertragen“ (können) … 😉

        LG, Wolfgang

      • bambooblog

        Danke, ich werds überlegen! Zum Thema Facebook: Da gibt es ja auch Möglichkeiten. VPN und so…

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