Badeurlaub in Side – ein Reisebericht

Strandurlaub sollte es sein! All inclusive!! Erholung pur!!! Im November. Damals 2010, als ich mit Burnout und Trauer um meinen Mann kämpfte. Natürlich durften Ausflugsmöglichkeiten, alte Tempel und Archäologische Museen in der Umgebung nicht fehlen. Und zu weit weg sollte es auch nicht sein.

Apollotempel in Side

Apollotempel

Side, alte Stadt an der Türkischen Riviera

Nach reiflicher Überlegung kam da nur die Türkei für mich infrage. Nach einigen Recherchen entschied ich mich für Side, diese alte Stadt an der Türkischen Riviera. Ja, ich ließ mich auf etwas ganz Neues für mich ein! Nicht individuell sondern pauschal. Nicht Rundreise sondern Badeurlaub. Und All Inclusive, weil ich keine Lust auf Restaurantsuche, unüberschaubare Kosten und die ganze Organisation hatte. Ich wollte mich schließlich erholen! Dabei half mir auch die Möglichkeit, über das Internet zu buchen: Ich suchte und fand ein schönes 5-Sterne-Hotel. (Heute Arcanus-Hotel Side)

Am Strand

Am Strand

Kiefernwald

Kiefernwald

Landschildkröte

Landschildkröte

Side – Sorgun – Manavgat

Auf der Sorgun-Seite, also der etwas ruhigeren Ecke von Side. Es bot mir alles, was ich mir für diesen November-Urlaub vorgestellt hatte: Ein komfortables und legeres Ambiente. Vor dem Hotel ein schöner Strand mit vielen Liegen und Wassersportmöglichkeiten, auch in der Wintersaison. Die Straße auf der anderen Seite des Hotels führt nach Kumköy und nach Side. Viele Sammeltaxis, Dolmus, fahren die Strecke. Also schnelles und preiswertes Weg- und Weiterkommen. Auf der anderen Seite der Straße liegt ein Pinienwald, wunderschön. Mehrere Wanderungen durch den Wald führten mich zu Begegnungen mit Schildkröten, Schnecken und vielen Vögeln und Kaninchen.

Ich war eigentlich fast jeden Vormittag gleich nach dem Frühstück unterwegs. Die anderen Gäste begaben sich zu ihrer Liege am Strand, ich verließ das Hotel zur anderen Seite. Mit dem Dolmus war ich ganz schnell in Side.

Side – der Ort

Überall Reste aus der Antike in Side

Überall Reste aus der Antike in Side

Schon der Ort Side bietet jede Menge, das mein Archäologen-Herz höher schlagen lässt. Um in das Zentrum des beschaulichen Ortes zu kommen, muss man durch antike Ruinen gehen. Ein Theater und zahlreiche alte Mauern aus der römischen Zeit liegen direkt vor dem Haupteingang. Nur bis hierher fahren die Dolmus. Dann geht es zu Fuß weiter. Na klar, es gibt auf der Hauptstraße viele, viele Läden mit Souvenirs und Kleidung. Doch dann erreicht man den kleinen Hafen. Hier liegen die Schiffe, die zu den kurzen Törns entlang der Küste aufbrechen. Eine tolle Sache, die türkische Küste per Schiff zu erkunden! Es gibt so viele kleine Inseln und versteckte Strände! Mich führte natürlich einer meiner ersten Ausflüge zu den letzten noch stehenden Säulen des antiken Apollotempels, die zum Wahrzeichen von Side geworden sind.

Dann nichts wie ab in die Seitengassen! Kleine Restaurants mit Blick aufs Meer, versteckte antike Mauern – Ich habe es genossen! Auch die Uferpromenade Richtung Norden ist eindrucksvoll. Im November ist nicht viel los. Manche Hotels schließen über den Winter. Doch es ist immer noch genug los, um sich zu einem erfrischenden Organgensaft oder einem Tee niederzusetzen und das Panorama zu genießen. Auch wenn ich All Inclusive gebucht hatte, habe ich mir doch auch mal einen leckeren frischen Fisch in einem der Restaurants gegönnt.

Promenade

Promenade

All Inclusive! Ich war einfach begeistert:

Ein tolles Frühstückbuffet mit frischem Obst und leckerem Rührei. Das Mittagessen habe ich meistens gar nicht erlebt, denn da war ich noch unterwegs. Häufig erreichte ich das Hotel gerade noch rechtzeitig, um an der Strandbar noch einen Snack essen zu können. Dann Kaffee und köstliche Kuchen. Am Abend gab es dann immer ein sehr leckeres und umfangreiches Buffet. Mir machte es nichts aus, dass es fast jeden zweiten Abend gebratene Forellen gab. Die hätte es für mich noch öfter geben können. Aber auch sonst gab es eine riesige Auswahl an internationalen und türkischen Gerichten, Salat und Beilagen. Kein Grund, das Essen langweilig zu finden. Das Dessert-Buffet war mein persönlicher Untergang! Nach wenigen Tagen gab ich den Widerstand auf und aß mich rund und kugelig an Puddings und Kuchen.

Dessertbuffet

Dessertbuffet

Dafür war ich am nächsten Tag wieder unterwegs: zu Fuß durch den Wald bis zum bunten Markt in Manavgat, mit dem Bus und einer langen Wanderung zum Theater von Aspendos, oder auch nach Alanya. Die Gegend um Side bietet so viele Möglichkeiten, dass man das in 14 Tagen gar nicht schaffen kann. Ich wollte mich ja schließlich auch ausruhen!

Das Hamam in Side – ein Verwöhntraum!

Wellness gönnte ich mir mit Besuchen in einem türkischen Bad, dem Hamam. Alle 2 Tage ging ich zu Ali mit den Zauberhänden. Köstlich, so ein Bad! Zunächst liegt man auf einem warmen Podest und wird gewaschen und gerubbelt. Ich hab da keine Hemmingen und habe nicht darauf bestanden, von einer Frau gebadet zu werden. Ali war einfach göttlich! Dabei immer auch sachlich und distanziert. Das Waschen geschieht unter Verwendung von jeder Menge Schaum. Ich kann gar nicht beschreiben, wie großartig das ist! So weich, so zart, so entspannend! Nach einer Erholungspause, in der man gemütlich in einem Liegesessel sitzt und einen Tee trinkt, geht es weiter mit einer Massage. Ich war nie vorher und nie nachher so sauber und entspannt!

Fazit: Wenn ich mehr Urlaub hätte, würde ich jedes Jahr so einen Wellness-Urlaub machen, am liebsten All Inclusive, so dass ich mich auf das Wesentliche konzentrieren kann: Die Ausflüge und die Erholung.

Sonnenuntergang

Sonnenuntergang

4 Kommentare

  • Ja bambooblog das stimmt…
    Ich war bisher 4 mal in Side Türkei!
    Vielleicht mögt ihr ja mal auch auf meinem Blog vorbeischauen?

    http://www.side-turkei.de

    • Ulrike

      Hallo, danke für Deinen Kommentar! Ist ja eher ne Werbe-Seite für Side, auf die Du hinweist. Ist aber ganz nett, deshalb lass ich das so stehen. Viel Erfolg!
      Ulrike

  • Klingt toll! Ich hatte auch die Türkei auf dem Schirm für meinen All-inclusive-Badeurlaub, wegen der kulturellen Möglichkeiten, wollte aber unbedingt noch mal das Tropenfeeling haben und am Korallenriff schnorcheln, deshalb Karibik. Ich hoffe aber, dass ich das mit der Türkei irgendwann nachholen kann! 🙂

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