Mein Rucksack – ein treuer Gefährte seit 27 Jahren

Meinen Rucksack, mit dem ich auch heute noch reise, habe ich 1987 gekauft. Ja, Ihr hört richtig: vor 27 Jahren! Er ist nicht mehr wie neu aber immer noch gut. Einfach gute Qualität. Das ist wichtig, denn so ein Rucksack ist eine Anschaffung für’s Leben. Das seht Ihr ja bei mir.

Rucksack, Tagesrucksack, feste Schuhe - meine Ausrüstung für meine große Reise 1991

Mein Gepäck bei meinem Aufbruch zur großen Reise 1991

Der Kauf dieses Rucksacks war eine wichtige Sache für mich damals. Ich habe es mir damit auch nicht leicht getan. Recherchieren ohne Internet? Das kann man sich gar nicht mehr vorstellen. Welche Quellen hatte ich? Reisebücher, z.B. ein Handbuch für Rucksackreisende. Oh, und es gab auch damals schon Geschäfte, die sich auf die Ausrüstung für unterwegs spezialisiert hatten. Zusammen mit den bereits gemachten Reiseerfahrungen war dies die Grundlage.

Nach und nach kristallisierten sich meine Wünsche in Bezug auf den idealen Rucksack heraus.

Anforderungen:

Kofferrucksack

Leicht zu handhaben

Stabil und belastbar

Kofferrucksack, also ein Rucksack, den ich von der Seite ein- und auspacken konnte und dessen Gurte ich hinter einer Plane verstecken konnte, das war mir schon deshalb wichtig, weil ich dachte, dass ich so die Anschaffung eines Koffers sparen konnte. Schließlich war ich damals häufig auf Dienstreise. Da macht sich ein Rucksack nicht so gut. Ein anderer Grund, mich für einen Kofferrucksack zu entscheiden, war, dass ich bereits Erfahrung mit einem Toplader gemacht hatte. Wieso sind die Dinge, die man sucht, immer ganz unten in so einem Rucksack? Ich bin ein fauler Mensch und liebe es nicht, einen Rucksack immer wieder aus- und einzupacken, nur weil ich das T- Shirt von ganz unten brauche.

Die beiden anderen Punkte sind eigentlich selbstverständlich. Auch wenn ich 1987 nur an Reisen dachte, die nicht mehr als 4 Wochen dauern würden, war mir klar, dass diese Reisen mich dazu bringen würden, auch mal eine längere Strecke mit dem Rucksack auf den Schultern zurückzulegen. In Zügen und Bussen musste der Rucksack schnell geschultert werden können und auch mal in ein Gepäckregal gewuchtet werden können. Dabei sind die Griffe an den Seiten sehr nützlich.

Gerade die Handhabung wollte ich schon vor dem Kauf testen. Gute Ausrüsterläden bieten einem die Möglichkeit, den Rucksack zu beladen und einige Minuten damit auf und ab zu gehen. Das habe ich ausführlich genutzt. Obwohl: Eine wirklich große Auswahl gab es damals nicht.

Schließlich entschied ich mich für einen dunkelblauen Rucksack einer Firma, die es heute nicht mehr gibt. Er war nicht ganz billig. So ist das eben: Gute Qualität hat ihren Preis. Aus heutiger Sicht hat sich die Investition gelohnt. In all den Jahren musste lediglich ein Träger mal genäht werden.

Mit einem Fassungsvermögen von 60l ist der Rucksack genau groß genug. Man kann ihn ohne Umstände mit mehr als 20kg beladen. Dabei sind 20kg wirklich das Limit. Mehr sollte nicht sein, wenn man seinen Rücken nicht überbelasten will.

Was hat mein Rucksack schon alles durchmachen müssen! Lange Fahrten auf dem Dach von klapprigen Bussen in Nepal, Sandsturm in der Taklamakan-Wüste, Regen und raue Behandlung durch alle möglichen Transportunternehmen. Ich gebe zu: wasserdicht ist das Teil nicht. Aber bei dem Sandsturm hat er gut durchgehalten, kein Sandkörnchen drang ins Innere. Achja, Nepal! Zwei Wochen Trekking am Annapurna hat er durchgehalten. Er war bequem zu tragen, auch stundenlange Wanderungen machten ihm und mir nichts aus.

Die Strapse verschwinden bei langen Flügen, bei Busfahrten hinter einer Plane. Dadurch können diese nicht beschädigt werden. Trotzdem; der Rucksack wird niemals wie ein Koffer aussehen und ich habe ihn auch nie als solchen benutzt.

Auch heute noch ist dieser Rucksack mein treuer Begleiter. Wenn ich eine Reise plane, ist es einer der Höhepunkte, wenn ich den Rucksack bereit lege und öffne. Und dann kommt der Augenblick, der erste Schritt mit dem Gewicht auf dem Rücken und ich fühle mich, als würde ich nach Hause kommen. Dann duftet die Luft wieder nach Jasmin und tropischer Feuchte. 1991/92 war mein Rucksack alles, was ich hatte. Was da nicht reinpasste, musste zurück bleiben. In was für Pfützen zweifelhaften Inhalts er schon gelegen hat! Wie oft er mir als Sitzgelegenheit und Kopfkissen gedient hat!

Mein Rucksack wurde auch schon gewaschen. In einen Kissenbezug gehüllt habe ich ihn in die Waschmaschine getan und bei 40 Grad mit einem Vollwaschmittel gewaschen.

Leider gibt es wenig Fotos von meinem Rucksack unterwegs. Im Zeitalter der analogen Fotografie habe ich nie daran gedacht, eines meiner kostbaren Fotos an sowas banales wie meinen Rucksack zu verschwenden. Aber ich benutze den Rucksack immer noch. Und irgendwann werde ich auch mal wieder ein Foto von mir mit meinem Rucksack machen lassen.

Was muss ich beim Rucksackkauf beachten? Wie stelle ich meinen Rucksack richtig ein? Professionelle Antworten rundum Rucksäcke findet Ihr auf dem Blog von maxtext24.de: http://www.maxtex24.de/blog/wie-stellt-man-einen-rucksack-richtig-ein/

(Der Link ist sponsored, der Artikel ist ehrlich…)

Warum ich gerne mit dem Rucksack unterwegs bin, erfahrt Ihr hier: Alleine – mit dem Rucksack

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