Von der Angst unterwegs – Die Sorgen der Eltern

Es gibt viele wundervolle Reiseblogs. Doch ich vermisse etwas in den schönen Reiseberichten: Denkt Ihr nie an Eure Eltern und Lieben, die daheim bleiben? Machen die sich keine Sorgen um Euch? Ach, es ist ja einfach geworden. Per Handy, Skype und allen Social Media kann man Freunde und Verwandte immer auf dem Laufenden halten, was das eigene Leben unterwegs betrifft. Ob am weißen Sandstrand, in einem zugigen Bahnhof oder einer urigen Strohhütte: Schnell ist ein Foto gemacht und zeigt: „Mir geht es gut! Ich komme zurecht!“ Man wacht auf, blinzelt in den frühen Morgenstunden auf einen Gletscher, der im Licht der aufgehenden Sonne leuchtet: Zack, Handy in der Hand, knips, Foto und schon wissen es die Freunde in aller Welt, in welchem Paradies man heute wach geworden ist!

Auf dem Bahnsteig am 06.04.1991. Warten auf den Zug nach Moskau

Ich mit meinen Eltern am 06.04.1991. Warten auf den Zug nach Moskau

Das sind die einen. Andere, wie zum Beispiel meine Schwester, schicken exakt ein Foto mit der Nachricht: „Bin gut angekommen! Alles gut!“ und stellen dann das Handy ab. Funkstille. Kein Internet, kein Handy, Ruhe, nur noch das Rauschen der Wellen am Strand.

Das ist heute. Doch nun denkt Euch mal 20, 30, 40 Jahre zurück! Kein Internet, kein Handy, Ruhe, aber auch Eltern und Freunde, die sich vielleicht Sorgen machen, die wissen möchten, wie es ihrem „Kind“ unterwegs so geht.

Der obligatorische Telefonanruf – damals

Mag sein, dass ich ganz spezielle Eltern habe, einen Vater, der sich immer Sorgen machte, eine Mutter, die mehr Vertrauen in ihre Töchter hatte. Jedenfalls gab es eine ganz feste Regel: Egal wie weit man fuhr, ob 50 Kilometer oder 500, wir riefen an, sobald wir an unserem Ziel angekommen waren. Und als wir nicht mehr Zuhause wohnten, wurde erwartet, dass wir wenigstens einmal in der Woche anriefen.

Foto dank Wikipedia

Foto dank Wikipedia

Telefonieren in den 1970er und 1980er Jahren war gar nicht so einfach. Ich hatte als Studentin kein eigenes Telefon, wäre auch nie auf die Idee gekommen, mir eins anzuschaffen. Also blieb mir wie den meisten anderen Studenten nur der abendliche Gang zur Telefonzelle. Ab 22:00 Uhr war Telefonieren am billigsten. Also bildeten sich ab kurz vor 22:00 Uhr lange Schlangen vor der einzigen Telefonzelle in unserer Straße. Alle wollten telefonieren und warteten mehr oder weniger geduldig darauf, dass sie an die Reihe kamen. Hatte man endlich den begehrten Platz in der engen muffigen Telefonzelle ergattert, ging das Wählen los! Da alle um diese Uhrzeit telefonierten, war die Leitung chronisch besetzt. Man hat sich die Finger wund gewählt, denn damals gab es eine Wählscheibe (siehe Foto links). Wenn man dann endlich durchgekommen war, blieben einem nur wenige Minuten, um kurz zu sagen, dass es einem gut geht. Denn schon klopften die nächsten ungeduldig an die gläserne Tür der Zelle. Ich habe es mir einmal geleistet, keine Lust zum Telefonieren zu haben, habe mal zwei Wochen lang nicht zuhause angerufen. Was macht mein Vater? Ruft im Sekretariat des Archäologischen Instituts an und macht alle wuschig, weil er mich schon krank oder sonstwie in Nöten vermutet und diese Vermutungen auch locker mit der Sekretärin teilt. Ihr könnt Euch denken, dass ich nie wieder versäumt habe, Zuhause anzurufen.

Mein Vater hat sich immer schnell Sorgen gemacht. Dabei sind meine Eltern so mutig gewesen, in den 60er Jahren mit dem Auto und drei kleinen Kindern nach Finnland zu fahren, in Orte ohne Strom oder fließend Wasser. Und natürlich ohne Telefon.

„Wie konntest du das dem Kind erlauben?!“

Jahre später, ich war damals schon Anfang 30, kam es zu einem sehr typischen Vorfall. Mein Vater war auf Dienstreise und sollte erst spät an diesem Samstag zurück kommen. Ich hatte mich kurz entschlossen auf mein Fahrrad geschwungen, um meine Eltern zu besuchen. Klar, ich hatte meinen Besuch angekündigt und auch meine Mutter darüber informiert, dass ich nicht mit dem Zug sondern mit dem Fahrrad kommen würde. Es handelte sich um eine Strecke von ziemlich genau 50 Kilometern. Gute Fahrradwege entlang einer Bundesstraße. Ich verspätete mich, da ich gleich am Anfang eine Panne hatte. Doch dann kam ich gut voran. Ungefähr 15 Kilometer vom Ziel entfernt hatte ich keine Lust mehr auf Bundesstraße und bog in einen kleinen Nebenweg ein, der mich über einen Berg und durch tiefe Wälder führte. Auch damals (1988) gab es noch keine Handys. Als ich zuhause ankam, begrüßte mich meine Mutter freudig und relativ ruhig. Doch in der Zwischenzeit war mein Vater nach Hause gekommen und hatte sich besorgt sofort auf den Weg gemacht, mich zu suchen, mir entgegen zu fahren. Tja, kein Handy, keine Möglichkeit, meinem Vater mitzuteilen, dass ich heil und gesund angekommen war. Bald kam er völlig aufgelöst zurück und fand uns gemütlich beim Kaffee trinken. „Wie konntest du dem Kind erlauben, mit dem Fahrrad die lange Strecke zu fahren?!!!!“, herrschte er meine Mutter an. Ich saß völlig verblüfft daneben und versuchte ihn zu beruhigen: „Ich bin kein Kind mehr. Ich entscheide selbst, ob ich mit dem Fahrrad fahre oder nicht!“ Tja, mein Vater ist der liebste Vater der Welt, aber eben ziemlich speziell.

Ihr könnt Euch nun sicherlich vorstellen, dass ich meinen Eltern manches Abenteuer verschwiegen habe. Erst Jahre später habe ich von meiner mitternächtlichen Wanderung über den Connor-Pass in Irland erzählt. Diese Geschichte ist mittlerweile zu einer gern erzählten Familienlegende geworden. Manche Erlebnisse habe ich bis heute nicht erzählt, wie z.B. den Überfall in Edinburgh.

Reisevorbereitungen 1990

Wer mich kennt, weiß, dass ich mein Herz auf der Zunge trage. Ich kann kaum etwas verheimlichen, das mich bewegt. Gerne erzähle ich von meinen Plänen, einfach auch, um mir selbst über einzelne Punkte klar zu werden. Deshalb sehe ich es heute noch als meine größte Leistung kindlichen Respekts und Sorge um meine Eltern an, dass ich ihnen von meinen großen Reiseplänen monatelang nichts erzählte. Von dem Zeitpunkt als ich meinen Entschluss gefasst hatte, Februar 1990, bis knapp 4 Monate vor Abreise im April 1991, erzählt ich nichts von meinen Plänen. Ich wollte sie nicht unnötig aufregen. Außerdem wusste ich, dass mein Vater sicherlich gute Alternativpläne entwickeln würde, um mich in Deutschland zu behalten. Ob ich diesem „Psychoterror“ stand halten würde? Das wollte ich gar nicht erst ausprobieren.

Im Oktober 1990 reiste ich 3 Wochen mit meiner Mutter nach Ägypten. Abgesehen davon, dass ich gerne nach Ägypten wollte und meine Mutter eine gute strapazierfähige Reisebegleiterin war, sollte diese Reise auch dazu dienen, meiner Mutter zu zeigen, dass ich durchaus in der Lage war, mich in einer fremden Umgebung zurecht zu finden und dass mir das Reisen leicht fiel. Ich hatte nur Flug, Hotels und die Nilkreuzfahrt vorausgebucht. Die Besichtigungen und Zugfahrten organisierte ich vor Ort. Die Reise wurde ein großer Erfolg! Doch trotz aller Nähe gelang es mir, kein Wort über meine Reisepläne zu verlieren.

Meine Große Asienreise 1991/92

Erst als alles schon fest geplant war, mein Job und meine Wohnung gekündigt und auch die Fahrkarte für die Transsib organisiert war, wurde meine Mutter hellhörig. „Du hast etwas vor! Was?“. So sind Mütter eben. Man kann nicht wirklich etwas verheimlichen. Obwohl es nur noch rund 3 Monate waren, versuchte mein Vater sofort, mich von meinen Plänen abzubringen. Aber als er merkte, wie entschlossen ich war, ergab er sich und unterstützte mich.

Natürlich hatte ich mir bei meiner Reiseplanung auch Gedanken darum gemacht, wie ich die Sorgen meiner Eltern möglichst gering halten könnte. Ein wichtiger Punkt waren die Finanzen, über die ich meinem Vater Vollmacht gab. So konnte er immer sehen, dass ich mein Geld nicht verprasste und sorgsam damit umging. Nachdem ich einmal angefangen hatte, von meinen Plänen zu erzählen, informierte ich meine Eltern über alle Schritte, über die Krankenversicherung, die ich abschloss, über meine ersten Ziele und so weiter. Es fiel ihnen sichtlich nicht leicht, aber sie standen auf dem Bahnsteig in Hannover, als ich an einem wunderschönen Frühlingstag in den Zug nach Moskau stieg, und winkten.

Unterwegs entwickelte ich ein System, wie ich meine Familie immer auf dem Laufenden halten konnte, was meine Reise betraf. Man bedenke: Auch 1991 gab es noch keine Handys. Internet war noch nicht wirklich bei den Massen angekommen. Also machte ich es mir zur Regel, einmal in der Woche mindestens einen Brief oder eine Postkarte an meine Eltern zu schreiben. Meinen Schwestern schrieb ich abwechselnd alle zwei Wochen. So war ich mir einigermaßen sicher, dass immer jemand aus der Familie gerade eine Nachricht von mir erhielt. Dass ein Brief ungefähr eine Woche brauchte für den Weg von Asien nach Deutschland, musste ich in Kauf nehmen.

In ganz seltenen Fällen habe ich Zuhause angerufen: Zum Beispiel als ein Ausbruch der Cholera in Südkorea für Schlagzeilen sorgte. Um meine Eltern zu beruhigen, rief ich an. Doch, was in Südkorea das Thema schlechthin war, hatte keinen Eingang in deutsche Zeitungen gefunden. Sie wussten also von nichts, freuten sich aber, dass ich anrief.

Als ich dann schon länger unterwegs war, machte ich mir auch keine Gedanken mehr, wenn ich mal zwei Wochen nicht schreiben konnte. Dann bekam wenigstens meine beste Freundin einen Brief mit meinen Plänen. Denn ich erzählte meinen Eltern nichts von einer Meditationsretreat in Thailand oder dem Trekking in Nepal. Sie sollten sich keine Sorgen machen. Aber ich wollte, dass wenigstens ein Mensch weiß, wo ich verloren gegangen bin, falls ich verloren gehen würde. Meine Mutter hat übrigens alle meine Briefe aufgehoben. Sie sind mir heute ein wichtiges Andenken und eine perfekte Ergänzung zu meinem Reisetagebuch.

Und heute?

Auch heute versuche ich, Sorgen von meinem Vater fernzuhalten. Mein Leben, das in den letzten Jahren etwas chaotisch verlief, kann ich ihm nicht verheimlichen. Doch bei meinen Reisen heißt es immer: Ich bin unterwegs, wo es kein Internet gibt, wo ich nicht telefonieren kann. Das geht. Aber wenn ich zurück bin, muss ich natürlich sofort anrufen.

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  1. Das ist ein ganz furchtbar schwieriges Thema. Meine Eltern lieben mich wirklich sehr und haben immer nur mein Bestes gewollt. Leider decken sich mit zunehmenden Alter unsere Ansichten darüber, was das Beste ist, immer weniger. Unsere Oman-Reise im letzten Monat war die erste Reise, bei denen sie das konkrete Ziel nicht kannten. Ich hatte ein furchtbar schlechtes Gewissen, aber nachdem ich nach unserer Rückkehr reinen Tisch gemacht hatte, wurde ich in meiner Vorahnung sehr bestätigt. Bei meinen Eltern ist übrigens auch mein Vater der ganz besonders Besorgte. 😉

    • Für mich ist das immer noch schwierig. Aber du lebst nicht, um deinen Eltern zu gefallen. Überlege auch mal, ob sie bei einem Sohn genauso reagiert hätten.
      Oman ist bestimmt ein spannendes Land. Ich glaube auch nicht, dass es sehr gefährlich ist. Deine Eltern werden sich daran gewöhnen, dass du eigene Wege gehst. Wenn sie sehen, dass du glücklich bist und dass du nicht gleich zum wilden Hippie mutierst, dann wird das schon. Wenn es allzu schwierig wird, dann sag mir Bescheid. Vielleicht kann ich deine Eltern im persönlichen Gespräch beruhigen. Bin ja wahrscheinlich älter als sie. 😉

  2. das ist tatsächlich ein großes Problem bei uns. Meine Mutter ist … naja, wenig abenteuerlich. Man könnte fast sagen: Übervorsichtig. Ihr wäre es am liebsten ich würde alles nur mit Gruppenreisen machen. Da ich das dennoch nicht mache – grade in Europa, außerhalb schon eher – muss sie die Zähne zusammenbeißen und mich permanent fragen, ob ich wirklich keine Angst habe. *seufz*
    Darauf geeinigt haben wir uns, dass ich eine Nachricht schicke, wenn ich dort gut angekommen bin und eine, wenn ich wieder gut zuhause bin. Damit können alle leben, glücklich ist sie damit trotzdem nicht. Aber man kann sich ja das Reisen nicht austreiben lassen dadurch.

    • … und man kann ja nicht sein Leben immer nach den Sorgen anderer ausrichten. Aber den Zwiespalt zwischen dem unabhänghig sein wollen und der Liebe zu den Eltern, das kenne ich nur zu gut! Danke für Deinen ausführlichen Kommentar!

  3. Ich selbst war sehr genervt, als meine Eltern während einer harmlosen mehrwöchigen Autotour durch Frankreich in den 80ern mit allen Mitteln -also über Freunde von mir- versucht haben, etwas von mir zu hören, obwohl ich mich doch ungefähr wöchentlich kompliziert aus einem Postamt per Telefon gemeldet habe. Dass es so war, habe ich erst nach meiner Rückkehr erfahren.
    Genau deshalb halte ich mich bei meinen eigenen Kindern (26 und 21) sehr zurück. Das jüngere Kind meldet sich aber schon von alleine per Facebook mit Bildern oder per Whatsapp. Allerdings fahren meine Kinder auch in Gegenden, in denen Internet kein Problem ist. Das ältere Kind ist extrem viel auch beruflich mit dem Auto unterwegs. Der ruft mich dann an, wenn er im Stau steht und ihm langweilig ist. Ansonsten ist er sehr sparsam mit Mitteilungen an mich, allerdings habe ich da genau wie meine Eltern damals meine Quellen und weiß, dass ich z.B. seine Schwester fragen könnte, was er grad so macht. Aus eigener Erfahrung lasse ich das Nachfragen aber und denke mir meistens: No news are good news. Dabei ist es schon so, dass ich oft einen Schreck bekomme, wenn dieses Kind aus der Ferne anruft, und mit schlechten Nachrichten rechne. Manchmal bin ich auch ganz froh, dass ich nicht alles weiß. Das erspart mir so manche Sorgenfalte.
    Ich selbst melde mich in lockeren Abständen, wenn ich verreist bin. Will ja niemanden nerven. Meine (sehr alten) Eltern dagegen melden sich mindestens 1x am Tag, sodass ich da auch schon mal gesagt habe, es würde alle 2-3 Tage auch ok sein. Aber so sind sie eben.
    Entschuldige bitte, dass ich hier so viel schreibe, obwohl wir uns gar nicht kennen. Hätte ich ein Blog, würde ich glatt bei deiner Parade mitmachen.
    LG Iris

    • Liebe Iris,

      danke für Deine ausführliche Antwort! Ich werde diese bei meiner Auswertung mit berücksichtigen.
      Manchmal glaube ich, dass es ganz gut ist, dass ich keine Kinder habe. Wahrscheinlich würde ich auch zu den überhütenden Mütter gehören trotz meiner eigenen Erfahrungen. Mein alter Vater, der eigentlich jeden Tag anruft und fragt, ob ich noch komme (manchmal stehe ich dann schon vor seiner Tür), hat mal ein paar Tage nicht angerufen. Da war ich schon in Aufregung. Jetzt haben wir da glücklicherweise ein Mittelmaß gefunden. Er weiß, dass ich sowieso komme. Nur manchmal vergisst er, dass ich nicht komme, dann ruft er an. Oder ich rufe an und erinnere ihn.
      LG
      Ulrike

  4. Pingback: Zum Jahreswechsel: Die Coolen Blogbeiträge 52/14

  5. Leider habe ich keine Zeit für weitere Artikel. Warum erfährst du nächstes Jahr 😉 Aber die Antworten kann ich dir als Kommentar schnell geben: Meine Mama ruft jeden Tag an. Oder ich sie. Und klar rede ich auch mit meinem Papa. Sind wir in Japan melden wir uns von dort. Dieses Jahr waren sie bekanntlich mit. Meine Mutter macht sich mehr Sorgen um mich, als es mein Vater tut. Der schaut sich die schnellen Wagen anerkennend an und nickt. Mama schüttelt meist leicht den Kopf. Was die nur immer hat? 😉

    • Ach, als meine Mutter noch lebte, hab ich sehr oft mit ihr telefoniert. Aber ich glaube, sie hat sich immer am wenigsten Sorgen um mich gemacht. Was die schnellen Autos betrifft, bin ich wohl mehr auf der Seite Deiner Mutter… 😉

    • Hmm, das kann aber auch bedeuten, dass ein Kontakt nicht möglich ist, und der Grund dafür muss nicht immer positiv sein.
      Beste Grüße aus dem eiskalten Hamburg – Ulrike

  6. Mir ist es total wichtig, dass meine Familie – Sohn, Mann, Eltern – wissen, dass ich gut irgendwo angekommen bin (auch, wenn es sich nur um eine Tagesreise handelt) und wo ich gerade stecke. Umgekehrt erwarte ich das auch. Ich mache mir Sorgen, wenn ich nichts höre. Meine Eltern sind wohl schon häufiger 1000 Tode gestorben (z. B. als ein Erdbeben eine Region erschütterte, wo ich gerade unterwegs war), als ich als Teenager und auch später allein durch die Weltgeschichte gereist bin und es eben noch kein Internet gab. Wobei sie auch heute eher auf das Telefon horchen. Ich kann solche Sorgen gut nachvollziehen und für mich hat der Wunsch nach einem kurzen, regelmäßigen „Hallo!“ auch nichts mit Kontrolle etc. zu tun. Schöne Grüße, Jutta

    • Hallo Jutta,

      danke für Deinen ausführlichen Kommentar! Ja, als Kontrolle habe ich das auch nicht empfunden. Das ist aber ein interessanter Aspekt. Manchmal kann es aber auch zu einer erdrückenden Verpflichtung werden, das kurze hallo von unterwegs. Ich wünsche Dir für 2015 viele interessante Reisen. LG Ulrike