Das bunte Sandmandala

19.06.2015: This week’s photo challenge is 

Roy G. Biv: no, he’s not the new bagger down at the grocery store. “Roy G. Biv” is an acronym made of the first letters of the seven colors of the rainbow, to help you remember: Red. Orange. Yellow. Green. Blue. Indigo. Violet. It’s also your photo challenge theme for this week!

I remember last year, when Tibetan monchs made this wonderful and colourful Sand Mandala in the Ethnological Museum in Hamburg. This lovely piece of art was made of all the colours of the rainbow. But it is made of sand and it was destroyed soon after its completion. That should remind us of the fact, that everything is transient.

Tibetische Woche im Museum für Völkerkunde Hamburg 2014

Im Völkerkundemuseum entsteht zur Zeit ein Universum, eine komplette bunte Welt: Ein Sandmandala. Das Mandala steht im Buddhismus für das Universum oder auch einen Palast, in dem sich die Buddhas versammeln. Es soll auf einzigartige Weise Mitgefühl und Harmonie in unseren Alltag bringen. Es dient als Meditationsobjekt und schon die Herstellung bringt Verdienste für das nächste Leben. Viele Mythen, Geschichten und Bilder fließen in den Aufbau des Mandalas ein und dienen zur Anregung, über die Welt nachzudenken, Mitgefühl zu entwickeln und zu beten.Sandmandala 2014

Das Mandala des Völkerkundemuseums ist dem Medizinbuddha gewidmet, auf Tibetisch Mänlä. Er steht für das medizinische Wissen der Menschen, ist Lehrer und Beschützer der Ärzte. Kranke können durch die Anrufung seines Namens auf Heilung hoffen. Der Medizinbuddha befreit die Wesen auch von den drei „geistigen Giften“ Gier, Hass und Verblendung.

Ich habe am Donnerstag mit großem Staunen erlebt, wie die drei buddhistischen Mönche mit äußerster Konzentration die feinen Linien mit ihren traditionellen Geräten ziehen. Da geht kaum ein Sandkorn daneben, da wird jeder Kreis perfekt. Und ringsum schauen die Besucher und machen Fotos. An einem Tisch gleich in der Nähe werden tibetische Gebetsfahnen und tibetisches Kunsthandwerk verkauft und über Tibet informiert. Ein junger Tibeter erzählt mir, dass die Mönche aus dem südindischen Kloster Sera Jhe kommen. Sie reisen schon seit ein paar Wochen durch Deutschland mit ihrer Kunst und werden nach dem Besuch des Dalai Lamas wieder in ihre Heimat zurück kehren.

Ein Bild des Dalai Lamas wacht im Hintergrund über das Geschehen, erhöht auf einem Altar Davor gibt es Meditationskissen, auf denen die Mönche anscheinend manchmal meditieren und beten. Mit erscheint das etwas merkwürdig, wirkt dies doch ein wenig so, als würde der Dalai Lama wie ein Gott verehrt. Aber das sind so die Dinge, die ich beim Tibetischen Buddhismus nicht verstehe und die mich auch ein wenig abschrecken. Aber das Mandala fasziniert mich.

Im Hintergrund der Altar mit dem Foto des Dalai Lamas

Im Hintergrund der Altar mit dem Foto des Dalai Lamas

Eine besondere Bedeutung kommt der Auflösung des Mandalas zu. Alles ist vergänglich, heißt es im Buddhismus. Um dies zu verdeutlichen, wird das Sandmandala am Sonntag, 17.08., um 17:30 Uhr in einer feierlichen Zeremonie aufgelöst. Anschließend wird der Sand in die Alster gestreut. Mich beeindruckt es sehr, dass die Mönche in der Lage sind, ihr in mühevoller Arbeit entstandenes Kunstwerk loszulassen.

Das Sandmandala ist Teil der Tibetischen Woche, die im Vorfeld des Dalai Lama Besuchs in Hamburg, im Völkerkundemuseum statt findet. Ausstellungen und Vorträge ergänzen das Programm.

Das Museum für Völkerkunde

Die Tibetische WocheSandmandala 2014

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