Frankfurt – Reisebericht

Es wird Zeit, dass ich von meinem Wochenendtrip nach Frankfurt berichte. Zunächst in der Form eines Reiseberichts. Auf einzelne Punkte werde ich später genauer eingehen, zum Beispiel auf die Fahrt mit dem Flixbus und das tolle Hotel, in dem ich gewohnt habe.

Einige kurze Artikel zu meinem Ausflug hat es schon gegeben. Unter anderem über meine Vorbereitungen Unterwegs zu einem fernen Ort. Ich hab so viel an Proviant eingepackt, dass ich auch noch für die Rückfahrt genug hatte. Auch an Bekleidung hatte ich mehr als genug dabei. Doch ein ganz wichtiges Teil hatte ich vergessen: Das Netzteil für mein Chromebook.

  1. Tag

Aber zunächst bin ich völlig unbelastet los gefahren und habe mich während der mehr als 6 Stunden Fahrt mit dem Bus mit meinem Computer, meinen Socialnetworks und der ZDF-Mediathek vergnügt. Herrlich! Das ist eben ein großer Vorteil der Busse: Es gibt Wlan und ich kann mir mein Unterhaltungsprogramm selbst machen.

In Frankfurt angekommen – pünktlich! – musste ich mir erstmal meinen Weg zum Hotel suchen. Das 25hours-Hotel By Levy’s liegt in der Nidda-Straße. Die ist allerdings merkwürdig zweigeteilt. Und da es vor dem Hauptbahnhof auch nicht ganz einfach ist, einen Fußgängerüberweg zu finden, lief ich erstmal in die falsche Hälfte der Nidda-Straße und fand die andere Seite nicht. Tja, da wäre ein GPS vielleicht mal nützlich gewesen anstelle des Mini-Stadtplans des Fremdenverkehrsamtes. Aber schließlich habe ich das Hotel gefunden, mein Zimmer bekommen und mich freudestrahlend erstmal unter die Dusche gestellt. Ein Bügeleisen samt Bügelbrett bekam ich auch ganz schnell. Damit konnte ich mein Abend-Outfit bügeln und war gut gerüstet für den eigentlichen Anlass meines Tripps: Die Roadshow und das Gala-Dinner des chinesischen Fremdenverkehrsamtes im Steigenberger Hotel.

Das war eine ganz besondere, ganz chinesische Veranstaltung. Mehr schreibe ich dazu vielleicht mal später. Auf alle Fälle habe ich viele Leute getroffen, die ich kannte, Kollegen, mein ehemaliger Chef und vor allem meine Kollegin Marlene, mit der ich die Deutsch-Chinesische Allgemeine Zeitung gestaltet und gemacht habe. Das war richtig schön und ich habe mich sehr gefreut!

An den Info-Ständen der chinesischen Provinzen konnte ich mein Chinesisch üben. Viele waren erstaunt, dass ich schon in so Orten wie Ningbo gewesen war. Leider hatte ich gar nicht so viel Zeit, mich zu informieren, denn ich war viel mit alten und neuen Bekannten beschäftigt. Das gute Essen anschließend wurde leider kalt, während endlose Vorträge gehalten wurden. Jeder immer auf Chinesisch und auf Deutsch, was die Vorträge zusätzlich verlängerte. Zurück im Hotel war ich im Nu eingeschlafen.

Impressionen vom 1. Tag

  1. Tag

Am 2. Tag, dem Freitag, fing mein Wochenende an. Erst ein leckeres Frühstück und dann ging es hinaus auf Stadterkundung. Die Kaiserstraße, die gar nicht weit vom Hotel liegt, präsentierte sich gleich als Paradies für Asien-Liebhaber. In einem Restaurant schauten mich leckere Baozi, chinesische Dampfnudeln, an. Sollte ich mir noch ein Frühstück gönnen? Ich verzichtete schweren Herzen.

Das erste Museum auf meinem Programm war das Archäologische Museum. Da das eher bescheiden daher kommt und den Namen nur ganz unten und klein auf einer Säule vor dem Eingang geschrieben hatte, lief ich erstmal dran vorbei. Aber natürlich habe ich es gefunden, auch ohne GPS aber mit Kontakt zu netten Menschen, die ich nach dem Weg fragte.

Das Museum ist sehr malerisch in einem alten Kloster untergebracht. Der Schwerpunkt sind die vielen römischen Funde aus dem Stadtgebiet. Mich haben am meisten die Funde aus einem mittelalterlichen Kindergrab beeindruckt. Da hat man wertvollen Schmuck gefunden und wundert sich heute noch, wer dieses kleine Mädchen gewesen ist, das schon wegen seiner Grabbeigaben eine bedeutende Rolle gespielt haben muss. Schön waren die Minuten, die ich alleine in einer Art Krypta verbrachte, ganz ruhig und weit weg von der trubeligen Schulklasse, die das Museum gerade unsicher machte. Ich gab mich ganz einer Meditation über zwei Schneckengehäuse hin, die im Mittelalter ihren Weg vom Roten Meer bis nach Frankfurt genommen hatten. Was für eine Entfernung! Wer mag dies als Schmuck getragen haben?

Weiter ging es zum Main-Ufer hinunter. In strahlendem Sonnenschein setzte ich mich auf eine Bank und schaute den Schiffen hinterher. Eine weitere Meditation folgte. Ich beschloss, den Tag ganz als meditativen Stadtrundgang zu gestalten. Die Sonne schien mir warm ins Gesicht, ein leichter Wind wehte. Runterkommen, entspannnen, meditieren. Den Alltag einfach mal hinter mir lassen, mitten in der Stadt. Herrlich!

Dann ging ich hinüber zum anderen Ufer, dem Museumsufer Frankfurts. Vorbei am Staedelmuseum mit der großen Monet-Ausstellung ging ich zum Liebieg-Haus. Wie ich schon festgestellt hatte, gab es zwei Themen an diesem Tag in Frankfurt: Der kurze Besuch der Queen und die Monet-Ausstellung, die an diesem Wochenende zum letzten Mal öffnete. Vor dem Museum standen die Menschen Schlange, um in die Ausstellung zu gelangen, sogar eine Imbißbude war aufgebaut. Nein, das war mir zu viel Trubel! Und Monet interessiert mich nicht so wirklich.

Das Liebieghaus! Eigentlich ein Besuch aus lauter Nostalgie. Die bedeutende Skulpturensammlung vor allem mit antiken Plastiken ist mir seit meinem Archäologie-Studiem ein Begriff. Ich war auch schon mehrmals dort. Über die Athena des Myron habe ich damals, vor mehr als 30 Jahren, ein Referat gehalten. Deshalb begrüßte ich sie wie eine alte Bekannte. Ich konnte mich gar nicht satt sehen. Meine Absicht, auch hier ein wenig zu meditieren, konnte ich nicht umsetzen. Zu nett waren die Museums-Wächter, die mich ansprachen, mich zur Klassischen Archäologie ausfragten oder wissen wollten, wie mir meine Kamera gefällt und ob ich eine Kamera empfehlen könne.

Obwohl mir langsam die Füße weh taten, ging ich nun zu Fuß zum Hotel zurück. Ich fühlte mich sehr zufrieden mit meinen Besichtigungen und hatte jetzt Lust, mich auf meinem schönen Bett auszuruhen. Bei der Gelegenheit musste ich dann schließlich feststellen, dass ich das Netzteil für meinen Computer vergessen hatte. Sollte ich mir ein neues kaufen? Gab es eines im Hotel, das ich mir ausleihen konnte? Hatte ich das Teil Zuhause oder gar im Bus vergessen? Der Mac im Hotel war gewöhnungsbedürftig. Deshalb gab es nur einen kleinen Artikel, in dem ich mir über meinen Ärger Luft machte.

Zum Abendessen brach ich dann noch einmal auf. Einige Leute empfahlen mir den einen oder anderen Chinesen. Doch ich war nicht in Frankfurt, um Chinesisch zu essen. Ziellos wanderte ich durch die Straßen am Hauptbahnhof und hoffte auf Inspiration. In der Münchener Straße stieß ich auf Alim’s Fischimbiss. Nicht nur Imbiss sondern auch Geschäft mit viel frischem Fisch. Und gar nicht teuer! Die Münchener Straße strahlt eine Multikulti-Atmosphäre aus. Herrlich, an einem Tisch zu sitzen und Menschen in bunten Trachten vorbeiziehen zu sehen. Viele Sprachen umschwirrten mich. Nur die Spanierin, die am Nebentisch saß und rund eine halbe Stunde ihren Gesprächspartner am Handy volltextete, nervte ein wenig. Dann noch ein Bier im Hotel und ein toller, entspannter Tag ging zu ende.

Impressionen vom 2. Tag

  1. Tag

Für den Samstag Vormittag hatte ich mir einen weiteren Besuch im Zoo vorgenommen. Ich mag den Zoo des berühmten Prof. Grzimek sehr. Er ist verhältnismäßig klein, bietet aber mit seinem Nachttierhaus, den Okapis und dem großen Affenhaus so manches, was andere Zoos nicht haben. Glücklich begrüßte ich meine Lieblinge, die Greifstachler. Die waren aber so am Toben und Rumwuseln, dass ich die bei der gedämpften Beleuchtung im Nachttierhaus nicht fotografieren konnte. Beim Erdferkel machte ich aus Versehen ein Foto mit Blitz. Dafür wurde ich sofort von einem älteren Besucher gerügt. Auch die Gundis waren da und munter. Im Affenhaus war dagegen nicht so viel zu erleben. Die Schimpansen tobten durch ihr Freigehege, die Orang Utans schliefen und die Gorillas waren gerade nicht da. Dafür gab es einige bunte Vögel, die es sichtlich genossen, die ganze Aufmerksamkeit der Besucher zu haben.

Dann war es soweit, zu meiner nächsten Station aufzubrechen: Wiesbaden, wo ich meine liebe Freundin Ulli besuchte, die ich schon seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. Ihr könnt Euch denken, womit wir den Nachmittag verbrachten: Reden, erzählen, lachen …

Ulli führte mich in eine Pizzeria bei ihr um die Ecke. Dort habe ich eine wundervolle Pizza gegessen zu einem Preis, den man sich in Hamburg gar nicht mehr vorstellen kann.

Und wieder fiel ich abends glücklich ins Bett und schlief schon, bevor noch mein Kopf das Kissen berührte.

Impressionen vom 3. Tag

  1. Tag

Wie herrlich, dass Ulli auch so eine Frühaufsteherin wie ich ist! Also saßen wir schon um 7:00 Uhr beim Frühstück. Und was haben wir gemacht? Geredet, erzählt, gelacht…

Dann ging es zum Bus. 8 Stunden Busfahrt von Wiesbaden nach Hamburg. Ganz ohne Computer und Mediathek. Aber ich hatte mir ja schon in Frankfurt einen Krimi gekauft. So verging auch dieser Tag im Bus. Schön war es, dass der Bus von Marburg bis Paderborn quer durch’s Land fuhr, mitten durch die Dörfer und Wälder. Man könnte meinen, dass Deutschland nur aus Wäldern und Feldern besteht. Doch irgendwann mehr von den Busfahrten mit Flixbus, die ich grundsätzlich empfehlen kann.

In den nächsten Tagen werden noch folgende Artikel geschrieben:

Flixbus/MeinFernbus
Das 25hours by Levy’s Hotel in Frankfurt
Besuch im Liebieg Haus

Mehr Fotos vom Zoo in Frankfurt:Zoo Frankfurt

Und mal sehen, was mir sonst noch einfällt. Sobald die Artikel fertig sind, werde diese entsprechend verlinken.

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