10 Tage China – ich freue mich

Reisevorbereitungen machen mich glücklich. Das habe ich letztes Jahr geschrieben. Und auch wenn die Reise damals nicht zustande kam, so waren die Vorbereitungen eine Zeit des glücklichen Träumens, des konkreten Vorbereitens und der atemberaubenden Spannung. Möglicherweise werde ich diese Reise dieses Jahr unternehmen. Mal sehen!

Doch jetzt steht erstmal eine andere Reise nach China an. 10 Tage Provinz Shanxi und Peking. In 3 Wochen geht es los! 3 Wochen noch, die schnell vergehen werden. Und noch schneller werden die 10 Tage in China vergehen! Lohnt sich das überhaupt? Warum mache ich schon jetzt so ein Theater drum?Pingyao

Reisevorbereitungen machen mich glücklich!

Sie verlängern sozusagen die eigentliche Reise. Ich kann mich stundenlang damit beschäftigen, die Orte, die auf dem Programm stehen im Internet zu recherchieren. Ich bin der Überzeugung, wenn ich weiß, was da auf mich zukommt, werde ich mehr vor Ort genießen können, mehr Details sehen, bessere Fragen stellen, bessere Fotos machen.

Der Fam-Trip

Die ersten Tage werde ich auf Einladung des Chinesischen Fremdenverkehrsamtes einige wenig besuchte Orte in der chinesischen Provinz Shanxi besuchen. Das ist ein Fam-Trip, das heißt eine Reise, die Leute aus dem Reisebüro- und/oder Reiseveranstalterbereich mit den Orten und ihren touristischen Möglichkeiten bekannt machen soll. In diesem Fall geht es darum, Orte, die von deutschen Reiseveranstaltern in China wenig oder gar nicht angeboten werden, in den Fokus besagter Reiseveranstalter zu bringen. Für meine Leser aus dem Blogger-Bereich: Dies ist keine Bloggerreise! Das bedeutet, die Artikel, die aus dieser Reise auf diesem Blog entstehen, werde ich nicht als „gesponsort“ kennzeichnen.

Die Route: Peking – Pingyao – Lingshi – Linfen – Yangcheng – Peking 

Ok, ja, Ihr habt recht: In Pingyao war ich schon zweimal. (siehe auch Pingyao – ein chinesischer Märchenort ). Diesmal werden wir aber nur ein paar Stunden in Pingyao bleiben, danach geht es gleich weiter. Alte Tempel und befestigte Dörfer stehen auf dem Plan. Ein Highlight wird der Hukou-Wasserfall am Gelben Fluss sein. Ich bin schon sehr gespannt.

Der private Teil: Peking

Da die offizielle Reise mitten in der Woche, nämlich am 02.09., bereits zu ende ist, habe ich mich gleich dazu entschlossen, die Gelegenheit zu nutzen und noch ein paar Tage in meinem geliebten Peking zu verlängern. Schließlich ist es jetzt schon mehr als 4 Jahre her, dass ich dort war. Hier zeigt sich, dass eine gründliche Recherche und meine guten Kontakte sich lohnen: Am 3.09. ist in China dieses Jahr kurzfristig ein Feiertag angesagt worden. Wegen des Endes des 2. Weltkrieges bzw. des Chinesisch-Japanischen Krieges vor 70 Jahren findet in Peking eine große Parade statt. Vom 2. bis 4. September sind der Platz des Himmlischen Friedens und alle Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt für Touristen nicht zugänglich. Die Verbotene Stadt und auch das Nationalmuseum sind u.a. geschlossen. Wie gut, dass ich das weiß! Dann kann ich mir andere Sehenswürdigkeiten angucken. Obwohl: Ich hätte gerne wieder die Verbotene Stadt besucht, denn da war ich das letzte Mal 2009.

Die Dächer des Kaiserpalastes in Peking mit Blick auf die Weiße Pagode im Beihai-Park

Die Dächer des Kaiserpalastes in Peking mit Blick auf die Weiße Pagode im Beihai-Park

Ich habe mir so einiges für Peking vorgenommen. Zum Beispiel das Eunuchen-Museum. Ich bin schon sehr gespannt und werde berichten.

Die Vorbereitungen

Meine Reisevorbereitungen sind schon weit fortgeschritten: Das Ticket ist da, der Pass mit dem Visum liegt bereit. Ich werde diesmal mit einem Koffer reisen. Den habe ich schon, wie ich das meistens mache, im Arbeitszimmer aufgestellt. Immer wenn mir etwas einfällt, das ich mitnehmen will, lege ich das hinein. Nein, ich packe noch nicht den Koffer, aber ich will nichts vergessen. Nun steht er da: rot und glänzend, und immer, wenn ich über ihn stolpere, schleicht sich ein glückliches Lächeln in mein Gesicht: „Bald geht’s los!“ scheint er mir zuzuflüstern.

Einen Zeitplan habe ich mir aufgestellt:

21.08. Große Waschaktion, Durchsicht meiner Sachen: Was kommt mit, was nicht?
22.08. Einkaufen für die Reise: Probepackungen Deo, Duschgel usw. (Dann brauche ich für die paar Tage keine großen Flaschen und Tuben mitzuschleppen)
23.08. VPN-Verbindung einrichten. Ich will ja schließlich auch in China auf Facebook zugreifen können
Dann darf ich auch nicht vergessen, alle Akkus aufzuladen, mein chinesisches Handy mitzunehmen (ohja, gleich ab in den Koffer!). Wehe, ich vergesse diesmal das Netzteil für mein Notebook (siehe Frankfurt). Auch habe ich noch rund 100 Yuan RMB entdeckt. Die nehme ich mit!

Besondere Aufgaben

Ich habe mir diesmal ein paar Aufgaben, Herausforderungen, gestellt, über deren Ergebnisse ich später berichten werde.
Vegetarisches Essen: Ich möchte ausprobieren, wie es ist, einen ganzen Tag lang in China vegetarisch zu essen. Was ist einfacher und wird besser verstanden: „Ich bin Vegetarier und esse kein Fleisch!“ oder „Ich bin Buddhist und esse kein Fleisch!“ Ich könnte es mir leicht machen und einfach in vegetarische Restaurants gehen. Aber das will ich nicht. Gerade wenn man mit einer Reisegruppe unterwegs ist, kann man das ja auch nicht.
Wie sieht das in den Orten abseits der Touristenpfade, die wir besuchen werden, mit Englisch aus? Speisekarten, Wegweiser, Erklärungen an den Sehenswürdigkeiten, Personal in den Hotels…. Das werde ich genau beobachten.
irgendwer meinte letztens: „Schade, dass es noch keine Geruchsblogs gibt!“ Wie riecht China? Und wie kann ich das auf Fotos rüberbringen? Das wird spannend!

Fazit
Dies sind meine persönlichen Erfahrungen. Ich will Euch nicht die 100. Checkliste oder Packliste aufnötigen. Aber vielleicht sind meine Vorbereitungen auch eine Inspiration für Eure Reisevorbereitungen.

Fehlt noch etwas? Habt Ihr noch Vorschläge! Was interessiert Euch besonders bei dieser Reise? Schreibt mir, kommentiert und folgt mir auf Facebook, Twitter… Achso: Wenn es mit dem Internet in China nicht so klappt, wie ich es hoffe, so werde ich auf Instagram (bambooblog) hin und wieder ein Foto posten.

Weiter geht’s: Peking minus 8

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