Hamburgs maritimes Herz

So nennt sich das Internationale Maritime Museum, Hamburg, selbst. Am Samstag habe ich es zusammen mit meiner Schwester besucht. Es war ein überwältigendes Erlebnis!

Deshalb kommt es hier in meine Rubrik “Glücksmomente – Montag”

 

Das Internationale Maritime Museum ist in einem alten Speicher unweit der Speicherstadt untergebracht. Auf 9 Stockwerken, Docks genannt, findet man unzählige Objekte, die Geschichte der Seefahrt, Nautik, Kriegsmarine und vieles mehr zeigen.

Während der Langen Nacht der Museen im April in Hamburg strahle das Maritime Museum herrlich rot!

Während der Langen Nacht der Museen im April in Hamburg strahlte das Maritime Museum herrlich rot!

Ich war speziell entzückt, als ich auch einige chinesische Schiffe entdeckte. Sogar eine Büste des berühmten chinesischen Seefahrers Zheng He steht mitten zwischen anderen großen Entdeckern.

Das Museum ist wirklich toll. Doch die Fülle der Ausstellungsstücke und der Informationen, die auf einen hereinbrechen, sind einfach zu viel. Ich hätte mir gewünscht, dass lieber ein Schiffsmodell besonders präsentiert wird, als dass dort Hunderte nebeneinander stehen. Vor allem auf Deck 9, wo kleine und kleinste Schiffsmodelle die Vitrinen füllen, erschloss sich mir kein Konzept. Zahllose Wikingerschiffchen standen dort neben noch mehr Miniatur-Kreuzern und -Zerstörern. Wir sind nach zwei Stunden völlig erschlagen aus dem Museum “geflüchtet”. Aber wir haben uns vorgenommen, noch einmal wieder zu kommen. Dann aber im Winter, wenn das Klima in den Räumen nicht so subtropisch feucht ist. Und ich jedenfalls werde mir lieber einzelne Etagen vornehmen, als noch einmal das ganze Museum.

Was hat mir aber nun ganz besonders gut gefallen? Eindrucksvoll ist die Schatzkammer mit Schiffsmodellen aus Silber und Bernstein. Dort ist auch die älteste Flaschenpost ausgestellt, die ein Fischer letztes Jahr in der Kieler Förde gefunden hatte. Interessant sind die Einblicke, die man in das Leben der Seeleute und Kriegsgefangenen bekommt, die viele der Schiffsmodelle hergestellt haben. Ich persönlich bin besonders an der Geschichte der Seefahrt interessiert. Deshalb war ich entzückt über einen uralten Einbaum oder eben die Modelle der Wikingerschiffe sowie alter Hansekoggen.

Störtebecker und die Piraten kommen auch nicht zu kurz, zum besonderen Vergnügen einer Gruppe kleiner Jungens. Man kann viel lernen über Navigation, Meeresforschung, Gezeiten und die Tiefsee. Auch die moderne Schifffahrt, die Technik von der Dampfmaschine bis zur Turbine, kommt nicht zu kurz.

Infos:
Internationales Maritimes Museum Hamburg
Koreastraße 1, Kaispeicher B, 20457 Hamburg
www.imm-hamburg.de

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 10 – 18 Uhr, Montag geschlossen

Eintrittspreise
Erwachsene 12,50 €
Familien ab 14,50 €

Anfahrt
U-Bahn: U4 Station “Überseequartier”
Metrobus: Linie 6 Station “Bei St. Annen”
Bus: Linie 111 Station “Osakaallee”
Maritime Circle Line: Anleger “Maritimes Museum”

Essen und Trinken:
Rund um das Museum gibt es einige Restaurants der gehobenen Gastronomie. Wir haben im Museums-Restaurant “Catch of the Day” gegessen. Das Essen war sehr gut und die Preise angemessen.
www.catchofthedayhamburg.de

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