Blogparade: Erzähl etwas über Dein Bücherregal!

“Der Aufruf lautet ganz einfach: Mach ein (zwei, drei…) Foto(s) von Deinem Bücherregal und erzähl uns etwas darüber! Zum Beispiel: Nach welchen Kriterien landen Bücher in Deinem Bücherregal oder fliegen auch wieder raus? Wie viele Bücher besitzt Du eigentlich – und warum so viele bzw. so wenige? In welchen Räumen steht/stehen Deine/e Bücherregal/e? Was bedeutet Dir Deine persönliche Bibliothek aus Papier – vor allem in Zeiten des Wandels hin zum digitalen Buch?”

So lautet die Aufforderung von Dörte vom Blog Minima Muse. Hier geht es zur Blogparade, die heute, 25.08.2014 zu Ende geht.

China 1Ich hatte zuerst Bedenken, schließlich schreibe ich ja hauptsächlich über’s Reisen und da vor allem über China. Und so hatte ich zunächst einen langen Kommentar zu dieser Blogparade geschrieben, in dem ich erklärte, dass das Thema, obwohl es mich sehr interessiert, nicht in meinen Blog passt. Ich habe so viele Bücher, dass ich ganz übersehen habe, dass ein großer Teil meiner Bücher aus Reiseführern und vor allem aus Literatur zu China besteht. Deshalb nun doch ein kleiner Überblick über meine China-Bücher, die den größten Teil meines Hauptbücherregals im Wohnzimmer ausmachen. Ganz ehrlich: Ich weiß nicht, wie viele Bücher ich insgesamt habe. Es sind Hunderte. Als ich 1991 auf meine Große Reise ging, waren meine Bücher so ziemlich das Einzige, das ich bei meinen Eltern eingelagert hatte. Alles andere hatte ich verkauft oder verschenkt. Die erste größere Anschaffung nach meiner Rückkehr war neben einem Bett mein Bücherregal.

China 2Wie Ihr anhand meiner Fotos sehen könnt, sind meine China-Bücher bunt gemischt. Museumskataloge stehen neben klassischer Literatur, alte Reiseführer neben neuen, Bücher über China neben Büchern aus China. Ich kann mich nicht von Büchern trennen, generell nicht. Bücher sind für mich Schätze, die ich immer wieder zur Hand nehme, die mir Freude bereiten, deren Bilder ich gerne betrachte und die mich in Erinnerungen schwelgen lassen. Je mehr Bücher ich habe, desto mehr bin ich mit meiner Wohnung zufrieden, die mir eigentlich viel zu groß ist. Doch so habe ich immer noch eine Ecke für ein neues Bücherregal.

Meine Reiseführer stehen eigentlich in einem anderen Zimmer und Regal, nicht im Wohnzimmer. Doch meine China-Reiseführer müssen immer griffbereit sein, deshalb gehören sie ins Wohnzimmer. Wie Ihr seht, habe ich auch verschiedene Ausgaben des gleichen Reiseführers. Klar, weil ich zu jeder neuen Reise den aktuellsten kaufe. Das geht mir vor allem mit dem Lonely Planet China so. Wenn ich jetzt manchmal von meinen Reiseerlebnissen in China 1987 oder in den 1990er Jahren schreibe, helfen mir die alten Reiseführer, mich zu erinnern.

Ich setze mich auch politisch mit China auseinander. Deshalb dürfen die Bücher von Frank Sieren nicht fehlen. Oder die Biographie von Deng Xiao Ping von Felix Lee. Oder die Bücher von Christian Y. Schmidt.

China 5Natürlich habe ich den Klassiker „Wilde Schwäne“ gelesen. Die Bücher von Amy Tan stehen allerdings im Regal mit den Romanen und Krimis.

Bücher von Ba Jin habe ich auch auf Chinesisch gelesen. Seine Bücher wie z.B. Die Familie oder Bittercold Nights sind gut zu lesen und bieten interessante Einblicke in chinesische Denkstrukturen. Er schreibt ein gutes und korrektes Chinesisch. Meine Lehrerin in Peking empfahl mir deshalb damals (1993) seine Bücher, als ich erklärte, dass ich unbedingt ein Buch auf Chinesisch lesen wolle.

China 3Wikipedia: Ba Jin (chinesisch 巴金, Bā Jīn; * 25. November 1904 in Chengdu, Sichuan; † 17. Oktober 2005 in Shanghai) war ein chinesischer Schriftsteller, Romancier, Essayist, Publizist, Übersetzer und Anarchist.

Zur Zeit lese ich „Maos großer Hunger“ von Frank Dikötter. Harte Lektüre zu den Hungerjahren Chinas in den 1950ern. Wenn ich mich da durchgekämpft habe, werde ich eine Rezension drüber schreiben. Auch ein Buch, ein Roman, in chinesischer Sprache, liegt auf dem Stapel der Bücher, die ich gerade lese.

Zum Thema eBooks: Kunstbücher, Museumskataloge gehen gar nicht auf einem eBook-Reader. Ich habe so ein Teil, aber dort befinden sich nur Romane und Krimis drauf. Ist einfach praktisch für unterwegs.

Sollte ich einmal in eine kleine Wohnung oder eine Senioren-WG umziehen, was spätestens mit der Rente auf mich zu kommt, wird es mir sehr schwer fallen, mich von Büchern zu trennen.

Ja, Asterix gibt es auch auf  Chinesisch!

Ja, Asterix gibt es auch auf Chinesisch!

Mein Bücherregal im Wohnzimmer

Mein Bücherregal im Wohnzimmer

Die Bücher, die ich gerade lese

Die Bücher, die ich gerade lese

9 Kommentare

  • Ich bin ja soooo neidisch. Gut, natürlich bin ich daran jetzt selbst schuld. Ich hatte ein tolles Bücherregal, und dann entschieden, alle zu verschenken. Vor meinem Umzug. Meine Mama freut sich riesig, die hat nun die ganzen Romane an meine Tante weiterverschenkt. Die hat sich auch gefreut. Immerhin also etwas. Aber trotzdem hätte ich gerne so ein grosses tolles Regal wie du 🙁 Vor allem, da die wenigen, die ich noch habe, in meinem Abstellraum gestapelt sind (kein Platz für ein Bücherregal).

    • Ich weiß gar nicht, was ich ohne meine Bücher machen würde! Von Romanen und Krimis kann ich mich leicht trennen. Aber meine Kunstbücher! Irgendwann hast du auch wieder ein schönes Bücherregal! Und Platz dafür findet man meistens doch. Wie wär’s mit rund um eine Zimmertür?.

  • Pingback: Von der Kunst, keine Bücher besitzen zu wollen | Minima Muse

  • Das ist ja ein interessante Blogparade.. ein toller Einblick in Dein Bücherregal und ich nebenbei hab ich noch einen neuen spannenden Blog kennengelernt!
    LG, Petra

  • In meinem Bücherregal stehen natürlich solche Klassiker wie “Zwei Schwerter für Yuki” und “Wie ich lernte die Wurfsterne zu lieben.” 😀 😀 😀 Spaß beiseite. Danke für den interessanten Einblick in deine Bücherwelt, liebe Ulrike. Diese intensive Auseinandersetzung mit fremden Kulturen zeigt das wahre Interesse eines Menschen. Aber selbst mir, die ich in Japan geboren bin und die sich als Japanerin sieht, bleibt Japan oft fremd. Sprache und Aussehen sind nicht alles. Philosophische Grüße 🙂

    • Danke, Mayumi! Ich finde es so wichtig, sich zu informieren. Ich habe übrigens auch einige Bücher über Japan. 🙂
      LG
      Ulrike

      • Die wilden Schwäne habe ich auch hier stehen. Schon allein deswegen finde ich deine Einblicke mehr als spannend. Und falls du jemals über deine japanischen Bücher berichten wirst, freu ich mir einen Keks. ^^

      • bambooblog

        Ach, meine Bücher über Japan führen ein Schattendasein. Ob ich da jemals drüber schreiben werde, ist eher unwahrscheinlich

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