Liebster Award – Wieder ein Blogstöckchen

11 Fragen zum Bloggen und 7 Fakten über mich

Von Tanja aus Shanghai (http://littlebigasia.wordpress.com/) erreichte mich ein „Liebster Award”. Da fühle ich mich sehr geehrt und danke dafür! Zusammen mit dem Blogstöckchen kam auch ihre Blogparade unter der Bezeichnung „One Lovely Blog Award“ bei mir an.

Die Awards und ihre Regeln

Beim Liebster Award beantwortet der Nominierte elf Fragen und reicht elf neue Fragen an von ihm ausgewählte Blogs weiter. Den One Lovely Blog Award gibt man an bis zu 15 Blogger weiter, nachdem man sieben Fakten über sich selbst aufgelistet hat. Natürlich ist es bei beiden Awards Ehrensache, den Preisverleiher zu nennen und zu verlinken.

Es macht mir Spaß, Fragen zu beantworten und auch zu lesen, was andere Blogger bei solchen Gelegenheiten über sich schreiben. Aber ich leite diese Awards und Blogstöckchen in der Regel nicht weiter. Letztlich sind das mehr oder weniger Internet-Kettenbriefe. Das möchte ich nicht mitmachen. Dagegen liebe ich Blogparaden, die zwar Fragen stellen, aber nicht das Weiterverteilen fordern.

Teil 1: Liebster Award
Hier nun zu den Fragen und meinen Antworten

  1. Was bedeutet das Bloggen für dich?
    Da ich keine Kinder habe, fand ich es immer schon schade, dass niemand meinen endlosen Erzählungen von meinen Reisen lauschen würde, wenn ich eines Tages einsam in meinem Sessel hockte. Bloggen bedeutet für mich, dass ich nun all die schönen Geschichten und meine Weisheiten einem breitem, andächtig lesenden Publikum zukommen lassen kann. 😉 Das Schöne ist doch: Ich kann schreiben, so viel ich will und über alles, das mir in den Sinn kommt. Und Ihr könnt lesen, was Euch gefällt, oder auch nicht. 😉
  1. Wie kommst du auf Ideen für deine Blogbeiträge?
    Da sind zum einen meine alten Reiseberichte, die fast fertig auf meinem Computer vor sich hin dümpeln. Dann reise ich ja immer noch. Manchmal gucke ich meine Fotos durch, wenn ich denke: „Ich könnte mal wieder eine Sehenswürdigkeit abseits der Touristenpfade beschreiben!“ Eben ist mir etwas ganz furchtbares passiert: Ich lag in der Badewanne und mir fielen mindestens 5 Ideen für meinen Blog ein. Nur habe ich im Bad keinen Notizblock bei mir. Jetzt sind alle Ideen wieder weg bis auf eine. 🙁
    Wenn mir mal gar nichts mehr einfällt, dann gucke ich, ob ich eine passende Blogparade finde. 😉
  1. Was ist dein bester Tipp, um eine Fremdsprache zu lernen?
    Es muss Spaß machen! In der Schule musste ich Französisch lernen, wozu ich eigentlich keine Lust hatte. Ergebnis: ein schwaches „Befriedigend“ und heute ist nichts mehr übrig. Dagegen habe ich Latein gerne gelernt und verdanke diesen 7 Jahren Latein in der Schule, dass ich heute keine Probleme mit Spanisch oder Italienisch habe. Russisch und Arabisch, das ich bei Gelegenheit auch aufgrund äußerer Einflüsse lernen sollte, sind völlig vergessen. Größte Begeisterung hatte ich dagegen für Chinesisch. Die Schriftzeichen, die so völlig andere Sprache: Das war genau richtig für mich! Ich lese heute noch gerne Bücher in Chinesisch.
  1. Kannst du dir vorstellen, für längere Zeit im Ausland zu leben? Warum (nicht)? (Du lebst schon im Ausland/hast schon mal im Ausland gelebt: War es die richtige Entscheidung?)
    Ich bin 1991/92 18 Monate als Backpackerin durch Asien gereist. Das war eine tolle Zeit! Es war aber auch eine einmalige Gelegenheit die wohl nicht wiederkommen wird. Danach war ich ein Jahr in Peking, um Chinesisch zu lernen. Keine einfache Zeit, was Komfort betrifft. Aber auch einfach toll!
    Manchmal überlege ich, mit Eintritt ins Rentenalter nach Thailand oder sonstwo in Südostasien überzusiedeln. Oder vielleicht sogar nach China. Aber dann würde mir Deutschland doch sehr fehlen.
  1. Wie sieht ein gelungener Reisebericht für dich aus?
    Ich liebe die persönlichen Geschichten, den persönlichen Blick auf die Dinge. Beschreibungen von Sehenswürdigkeiten gibt es zuhauf. Und eine einfache Geschichte wie „Dann fuhren wir nach… und sahen das…. Standen um … auf und tranken einen Kaffee…“ finde ich langweilig.
    Zu einem guten Reisebericht gehören für mich auch immer Fotos.
  1. Welches war das merkwürdigste Essen, das du jemals probiert hast?
    Merkwürdig? Merkwürdig ist alles, von dem ich nicht weiß, was es ist. Da hab ich eine kleine Geschichte: Peking – Kanadisches Thanksgiving 1993“. Auf dem Campus der Sprachenuniversität lebte ein Kanadier mit seiner Familie. Er lernte mit mir zusammen in einer Klasse Chinesisch. Zum Thanksgiving lud er alle Freunde ein, darunter auch viele Chinesen. Jeder sollte etwas für das Buffet mitbringen. Ich stürzte mich schnell auf so lang entbehrte Köstlichkeiten wie kanadisches Stew (schmeckte wie Gulasch) und Schokokuchen. Dann forderte mich eine Chinesin auf, doch auch von den chinesischen Speisen des Buffets zu essen, und empfahl mir den Salat, den sie gemacht hatte. Na klar! Den habe ich gegessen und fand ihn sehr lecker. Hauptbestandteil waren Glasnudeln, dachte ich. Die Chinesin wartete mit Spannung auf meinen Kommentar und fragte mich, nachdem ich den Salat gelobt hatte, ob ich wüsste, was ich da gegessen hatte. Äh, wusste ich nicht. Sie löste das Rätsel auf: „Das ist Qualle!“ Sie war anschließend etwas erstaunt, dass ich nun nicht grün im Gesicht anlief und wiederholte, dass der Salat sehr lecker geschmeckt habe.
  1. Stadt, Land oder Rand – wo wohnst du am liebsten?
    Eindeutig: Stadt! Ich bin und bleibe die Stadtmaus.
  1. Was ist deine schönste Urlaubserinnerung?
    Ach, da gibt es so viele! Und immer neue! Gerade erst ist mir folgendes passiert: Ich bin mit dem Bus von Düsseldorf nach Hannover gefahren. Der Bus hatte Verspätung schon in Düsseldorf und der Busfahrer, der auch wartete, war ziemlich unfreundlich und patzig. Als ich mich beschwerte, war unter den anderen Gästen ein junger Mann. Als wir endlich in Hannover ankamen und ich gleich zur U-Bahn losstürzte, tippte mir jemand auf die Schulter: „Ich wünsche Ihnen einen schönen Aufenthalt in Hannover!“ sagte der junge Mann freundlich mit einem Lächeln und ging rasch weiter.
  1. Was bedeutet Heimat für dich?
    Da habe ich mal einen eigenen Artikel zu geschrieben: Peking – Eine Liebeserklärung 
  2. Magst du chinesische Filme? Warum (nicht)?
    Ich mag die Filme von Zhang Yimu (Rote Laterne z.B), gerne auch auf Chinesisch. Ansonsten kenne ich nicht viele chinesische Filme.
  3. Was würdest du gern ändern, damit die Welt ein bisschen besser wird?
    Die Menschen sollten mehr miteinander reden. Wie wäre es, wenn jeder, der sich rassistisch äußert, ein paar Tage mit Menschen, deren Ansichten oder Religion er beschimpft hat, zusammen leben müsste? Nur so eine Idee. Ich bin keine Weltverbesserin. Ich bin Pazifistin, aber ich kenne auch meine eigenen Aggressionen.

Teil 2: 7 Fakten über mich

  1. Ich bin der bunte Vogel in der Familie. So hat es mal mein Vater ausgedrückt und ich weiß nicht, ob das als Anerkennung gedacht war.
  2. Ich liebe Katzen und Hunde, aber ich habe eine Tierhaarallergie. Wenn ich Tiere zu lange streichle, entwickeln sich nässende und juckende Pusteln an meinen Händen. Deshalb und auch wegen meiner vielen Reisen habe ich kein Haustier
  3. Ich hatte mal einen Wellensittich namens „Hermes“. Er fraß für sein Leben gerne gekochte Nudeln. Leider hat er das Weite gesucht, als ich einmal versehentlich das Fenster offen ließ.
  4. Meine Schränke quellen über von chinesischem Tee und duftenden Seifen. Viele Freunde bringen mir dies aus allen möglichen Ländern mit, schenken mir Tee zu Weihnachten und zum Geburtstag. Das in solchen Mengen, dass ich das zwischen den Feiertagen nicht verbrauchen kann. Bitte schenkt mir keinen Tee oder Seife! Danke! Statt dessen freue ich mich über Marmelade.
  5. Meine Lieblingsküche in Asien ist nicht, wie Ihr vielleicht denkt, die Chinesische sondern die Thailändische
  6. Ich war noch nie in Tibet und werde wohl dort auch nie hinreisen. Das liegt in der Hauptsache daran, dass ich schon mal in Nepal höhenkrank wurde und Angst habe, dass es mich in Tibet wieder erwischen würde.
  7. Ich kann mit Ironie und Sarkasmus nicht viel anfangen. Ich weiß nicht, warum. Blogartikel, die Ironie enthalten, müssten für mich ein „Achtung! Ironie!“ enthalten, damit ich den Inhalt nicht zu ernst nehme und ärgerliche Kommentare schreibe.

Wer mag, kann jetzt gerne die Fragen für sich beantworten, einen Artikel dazu schreiben. Ich verlinke den dann gerne.

6 Kommentare

  • FreundInnen haben mir mal den Spitznamen “Ironika” gegeben. Einfach immer daran denken, wenn du Texte von Frau Dr. Landar liest 😉

    Ein Kommentar noch zu deinen Überlegungen in China, oder Thailand zu leben. Japan lockt immer, es ist schließlich Heimat für mich. Aber ich bin auch so deutsch, wie die meisten in Deutschland geborenen Menschen. Deutsche Sprache, Kultur, das alles ist ein Teil von mir (und Yuki). Selbst Cousin Ken gefällt es hier sehr gut. Nur mit der Sprache hapert es bei ihm. Aber er spricht ein sehr gutes Englisch und kommt gut klar. Vielleicht findest du (d)einen Platz in Asien, an dem du die nasskalten Winter verbringen kannst. Das zumindest ist unser Plan. Zumindest in und für eine Weile. Momentan geht es aber leider noch nicht.

  • Danke, dass du gleich bei beiden Stöckchen mitgemacht hast!

    Interessante Antworten. Fremdsprachen müssen Spaß machen, genau! Und ich habe die besten Ideen auch meistens dann, wenn ich nichts zum Schreiben parat habe …

    • bambooblog

      🙂 Mittlerweile habe ich ja einen Notizblock am Bett liegen, so dass ich meine Ideen, die mir im “Schlafe” kommen, gleich aufschreiben kann. Aber wer hat schon einen Notizzettel bei der Badewanne?

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