11.01. – 25.01.92 Meditationsretreat auf Koh Phangan

Nach einigen Tagen, in denen ich mich in Bangkok treiben lasse, mit meinem alten Freund essen gehe und irgendwie nicht so recht weiß, wie es weiter gehen soll, raffe ich mich auf und stürze mich in das nächste Abenteuer, die Meditationsretreat auf Koh Phangan. Mir ist nicht ganz klar, was mich dort erwarten wird und was ich davon erwarte. 10 Tage Schweigen – ob ich das durchhalte? 10 Tage buddhistische Meditation, Ruhe und Konzentration. Spontan erhoffe ich mir zweierlei: Mehr Konzentration und Informationen zum Buddhismus, dem ich unterwegs in Asien ständig begegne.

Dann gibt es noch die Sorge, dass sich meine Eltern Sorgen machen könnten, wenn sie zwei Wochen lang nichts von mir hören. Keine Postkarte, keine Nachricht für so lange? Ich schreibe zwei Freundinnen, was ich vorhabe. So bin ich wenigstens nicht einfach spurlos verschwunden.

Diese Meditationsretreat hat mein ganzes Leben verändert, auch wenn ich das damals noch nicht so wahrhaben wollte. Heute bin ich praktizierende Buddhistin, meditiere regelmäßig und liebe den Austausch mit meinen buddhistischen Freunden. Wenn es geht, verbringe ich gerne ein paar Tage in einem Meditationszentrum in Deutschland.Lotos

Und so liest sich mein großes Abenteuer in meinem Reisetagebuch:

Mit dem Nachtbus fahre ich nach Surathani. Ich bin diese endlosen Busfahrten so leid!! Von Surathani fährt die Fähre ca. 1 Stunde nach Koh Phangan. Das Schiff ist voller Backpacker. Ich erfahre erst nach und nach, dass die nicht unbedingt wegen des Strandes oder der Tempel auf die Insel fahren, sondern weil es an einem abgelegenen Strand berühmte Vollmondparties gibt. Berühmt sind die Parties deshalb, weil sie die ganze Nacht dauern und weil dort viel Rauschgift konsumiert wird. Davon halte ich mich lieber fern.

Ich finde eine kleine Bungalow-Anlage, wo ich direkt am Strand eine einfache Hütte beziehe. Mich überrascht es nicht, dass sich auch in diesem Bett die Ameisen sehr wohl fühlen. In Bangkok habe ich mir ein spezielles Gift gegen Ameisen gekauft. Mit dem Gift, das wie ein Stück Kreide aussieht, zeichne ich einen Kreis um mein Bett. Am nächsten Morgen sind die Ameisen verschwunden.

Über die Straße, die eher wie ein Feldweg aussieht, wandere ich hinauf zu dem kleinen Tempel Wat Khao Tham, der einsam unter hohen Bäumen liegt. An einer Tafel gegenüber der Meditationshalle hängt eine Liste. Ich stelle fest, dass schon reichlich Anmeldungen vorliegen. Es werden 20 Frauen und 20 Männer angenommen. Ich kann mich auf der Frauenliste nur noch auf Platz 36 eintragen. Also ist noch gar nicht klar, ob ich mitmachen kann. Ich weiß gar nicht, ob ich mich darüber freuen soll, dass ich möglicherweise diese Retreat nicht machen kann, oder ob ich darüber traurig sein soll.

Am nächsten Tag ist Anmeldeschluss. Ich bin pünktlich mittags zurück im Tempel. Eine Menge Leute warten wie ich darauf, dass ihr Name aufgerufen wird. Nach und nach kommt man zu den Leuten auf der Warteliste. Steve und Rosemary, die die Meditation leiten, rufen die Leute zu sich auf ein Podest. Wer nicht da ist, hat keine Chance auf einen Platz. Da! Es wird tatsächlich mein Name aufgerufen! Ich gehe nach vorne. Rosemary fragt mich, ob ich gesund bin und willens, mich an alle Regeln in den nächsten 10 Tagen zu halten. Die Regel, die mir etwas Kopfzerbrechen bereitet, ist die Verpflichtung zum absoluten Schweigen, was auch einschließt, dass man keine Musik hört, keine Bücher liest und auch kein Chinesisch lernt. Ich sage trotzdem von ganzem Herzen „Ja“.

Ich habe das Gefühl, dass ich vor einem ganz großen Abenteuer stehe und unterschreibe. Morgen soll ich mit meinen Sachen früh zum Tempel kommen und dann fängt das Schweigen an. Mir ist ein wenig mulmig zumute, als ich zurück zu meiner Hütte gehe. Auf dem Weg treffe ich andere, die auch die Meditation mitmachen wollen. Wir beschließen, in einem der Strandrestaurants miteinander einen Saft zu trinken. Eine Australierin erzählt, dass sie schon einmal ein solches Retreat in Australien mitgemacht hat. Sie wirkt ganz normal auf mich. Ich habe nämlich am meisten Angst vor einer Gehirnwäsche. Vielleicht will ich ja hinterher Nonne werden!! Na, hoffentlich nicht!!

Ich bin immer noch nicht ganz beruhigt, als ich am nächsten Tag mit meinem Rucksack den Berg hinauf zum Tempel gehe. Ich bekomme einen Schlafplatz in der Hütte für die Frauen. In der kleinen Kammer haben nur zwei Matratzen mit Moskito-Netz und unsere Rucksäcke Platz. Männer und Frauen sind streng getrennt. Wir bekommen ein flaches Kissen und dünne Decken als Matratzen. Die Kissen sollen wir auch zum Meditieren benutzen.

Ich mache mich mit dem Stundenplan vertraut. Irgendwie habe ich immer noch keine Ahnung, was da auf mich zukommt. Um 4:00 Uhr aufstehen!! Oje!!! Den ganzen Tag wechseln Meditation und Unterweisungen miteinander ab. Wir werden gebeten, uns in eine Aufgabenliste einzutragen. Jeder soll dazu beitragen, dass der Tempel und seine Umgebung sauber und ordentlich bleiben. Ich trage mich ein, nach dem Mittagessen den Speiseraum aufzuräumen und die Töpfe zu putzen.

Am ersten Tag werden uns all die vielen Regeln noch mal deutlich gemacht. Es gibt bestimmte Bereiche für Männer und Frauen. Auf der Aussichtsplattform, von wo man einen wunderschönen Blick über die Insel und das Meer hat, dürfen nur zu bestimmten Zeiten die Männer sein und zu anderen die Frauen. Männer und Frauen stellen sich auch in getrennten Reihen zum Essen auf. Jeder bekommt sein eigenes Geschirr und Besteck zugewiesen. So will man vermeiden, dass sich Krankheiten ausbreiten.

Tja, und dann das Schweigen. Man soll sich auch nicht gegenseitig anlächeln. Reden und Lächeln stören die Konzentration. Auch die Paare, die an der Retreat teilnehmen, sollen nicht miteinander kommunizieren, in welcher Form auch immer. An drei Tagen haben wir die Möglichkeit, jeweils eine Viertelstunde mit Steve oder Rosemary zu sprechen. Diese Zeiten sind genau festgelegt und stehen auf einer weiteren Liste.

Ich bin mir oft unsicher, ob ich das alles mitmachen will. Ich höre zu, ich sitze und gehe, so wie es verlangt wird. Manchmal fühle ich mich total fremd. Mir tun schnell die Knie weh vom ungewohnten Sitzen auf dem Boden. Ich strenge mich so an mit der Konzentration, dass ich Kopfschmerzen bekomme. An den ersten Tagen verschwinden auch einige, die anscheinend früh aufgegeben haben. Das weckt allerdings meinen Ehrgeiz, ich möchte durchhalten!! Am schwersten fällt mir das frühe Aufstehen. In der ersten halben Stunde Meditation ab 4:45 Uhr schlafe ich regelmäßig ein. Dann kommt eine Stunde mit Yoga und Stretching. Ich mache mit, so gut ich kann. Und merke, dass ich jeden Tag meinen Körper mehr verbiegen kann. Das ist ein tolles Gefühl!

Zum Frühstück um 7:00 Uhr gibt es schon Reis und Gemüse-Curry. Dazu Tee. Nach ein paar Tagen gebe ich es auf, so früh schon solche würzigen Mahlzeiten zu mir zu nehmen. Ich esse ein paar Bananen und lege mich noch mal hin, um ein Stündchen zu schlafen, bis um 9:00 Uhr die Meditation weitergeht. Das habe ich auf jeden Fall ganz unbewusst richtig gemacht: die anderen erfüllen ihre Aufgaben gleich nach dem Frühstück. Meine kommen erst nach dem Mittagessen.

Nachts habe ich Probleme mit dem Schlafen. Es ist ganz dunkel und auch vollkommen still. Ich kann wirklich nicht einmal meine Hand vor Augen sehen. In diese Stille hinein ertönt manchmal der Ruf eines Vogels oder auch ein leises Rascheln. Dann bin ich sofort wach und frage mich beunruhigt, ob das wohl Ratten sind. Eines Nachts wache ich davon auf, dass ein Tier an meinem Moskitonetz zupft. Ich liege starr vor Angst da und rühre mich nicht. Am nächsten Morgen liegt auf dem schmalen Steifen Fußboden zwischen mir und meiner Nachbarin ein großer Kothaufen, der sichtbare Beweis, dass ein Tier da war. Als ich an diesem Tag mit Rosemary spreche, erzähle ich ihr von meinen Befürchtungen, dass eine große Ratte in unserer Hütte ihr Unwesen treibt. Sie meint, dass es sich wahrscheinlich um einen Leguan handelt, der unterm Wellblechdach haust. Ich bin nicht wirklich beruhigt.

Auf den Toiletten wohnt auf jeden Fall ein ganz wunderschöner Leguan. Er ist ziemlich groß, türkisblau mit roten Flecken. Den mag ich sehr. Am wenigsten aber mag ich die Handteller großen Spinnen, die sich auch meisten in den Toiletten aufhalten. Da wir dazu angehalten werden, achtsam mit Tieren umzugehen und nach Möglichkeit nicht einmal eine Mücke zu töten, gehe ich diesen Viechern aus dem Weg.

Bei der Gehmeditation kann ich mich kaum aufs Meditieren konzentrieren. In dieser bunten tropischen Umgebung gibt es für mich immer etwas zu entdecken und zu beobachten. Da sind die vielen Eichhörnchen, die die Bäume rauf und runter jagen. Manchmal flattern große wunderschöne Schmetterlinge durch den Garten. In der Regenwassertonne sind die Kaulquappen gerade zu winzigen Fröschen geworden. Sie sind so klein, kaum größer als mein kleiner Fingernagel. Trotzdem ist schon alles da: winzige Zehen, kleinste Äuglein. Ich bleibe manchmal staunend stehen, um sie zu beobachten. Manchmal nehme ich so ein winziges Wesen auf und setze es ins Gebüsch, damit ich nicht aus Versehen drauf trete. Ich lausche auf das Singen der Vögel. Es ist einfach toll, dass ich hier bin!!

Wat Kow Tahm SpeisesaalVor dem Mittagessen sind wir regelmäßig bei der Gehmeditation. Dabei muss ich oft an meine Eltern denken. Am späten Vormittag ist die Zeit, wo manchmal Touristen zum Tempel kommen. Sie bleiben erstaunt vor der Speisehalle stehen und sehen uns zu, wie wir langsam und bedächtig auf und ab gehen. Dann schlägt der Gong zum Essen. Wir gehen genauso bedächtig zur Halle, formieren uns in zwei nach Geschlechtern getrennten Schlangen vor den Kesseln mit Reis und Gemüse. Keiner sagt etwas, keiner lächelt, alle gucken wir konzentriert auf eine Stelle kurz vor unseren Füßen. Was die Touristen wohl denken, wenn sie uns so sehen? Was würden meine Eltern denken? Es muss doch so erscheinen, als sei eine Sekte hier tätig, die uns alle zu emotionslosen Maschinen macht. Meine Mutter würde sicher sofort alle Hebel in Bewegung setzen, damit ich schnellstens mit ihr nach Hause komme!

Nach dem Mittagessen ist noch mal Pause. Abends gibt es in buddhistischen Klöstern normalerweise nichts zu essen. Wir haben Glück, dass man hier ein wenig auf die Bedürfnisse von uns Westlern eingeht. Es gibt um 17:00 Uhr einen großen Topf mit Obstsalat, den man sich mit süßer Kondensmilch übergießen kann. Lecker!!

Bei der Meditation geht es darum, dass man durch die Konzentration auf den Atem ganz im Hier und Jetzt ist und keine Geräusche etc. von außen an sich ran lässt. Alles in mir rebelliert dagegen. Ich fühle mich ganz besonders in der Gegenwart, wenn ich mich mit allen Sinnen auf meine Umgebung konzentriere. Dazu gehört, dass ich die Vögel singen höre, den Wind im Gesicht spüre und mit meinen Augen diese Umgebung ganz wahrnehme. Ich wehre mich dagegen, die Augen zu schließen und außer meinem Atem nichts mehr zu spüren und zu hören. Natürlich hat diese innere Ablehnung zur Folge, dass ich mich verkrampfe und jeden Tag Kopfschmerzen habe. An den letzten Tagen kommt noch heftiger Durchfall dazu. Mein Rücken und meine Knie schmerzen immer mehr. Ich bin das Sitzen im Schneidersitz auf dem Boden nicht gewöhnt. Die dünne Matte schützt kaum meine Knöchel vor dem harten Boden. Irgendwann bin ich an dem Punkt, wo ich nur noch die Tage und Stunden bis zum Ende zähle. Aber aufgeben will ich nicht!

Ich mag mich auch nicht mehr konzentrieren und mich wieder und wieder auf meinen Atem besinnen. Wenn ich sitze oder gehe, träume ich vor mich hin oder schreibe in Gedanken lange Briefe an alle möglichen Leute. An einem Morgen liegt eine alte Süddeutsche Allgemeine Zeitung im Abfalleimer auf dem Flur. Ich kann nicht widerstehen und schaue mich kurz um: kein Mensch in der Nähe. Also schnappe ich mir die Zeitung. In einer ruhigen Stunde, als meine Zimmergenossin ihren Aufgaben nachgeht, lese ich die Nachrichten, die schon einen Monat alt sind. Ich beschließe für mich, dass ich wenigstens ab und zu an meinem Tagebuch schreiben werde. Nach 6 Tagen unternehme ich nur noch selten eine Anstrengung, mich zu konzentrieren. Ich habe das Gefühl, dass mich das jeden Tag mehr Kraft kostet.

Einigen anderen scheint es genau wie mir zu gehen. Manchmal höre ich aus dem Nachbarzimmer Geräusche, die darauf schließen lassen, dass jemand einen Walkman anmacht. Vor dem Schwarzen Brett stehen in den Pausen die Leute und schreiben alles ab, was dort steht. Das ist erlaubt. Aber auf mich wirkt das, als wenn Süchtige sich ein wenig von der Substanz gönnen, nach der sie verlangen.

Am vorletzten Tag bekommen wir für zwei Stunden die Erlaubnis, miteinander zu sprechen. Da haben wir endlich die Gelegenheit, uns ein wenig kennen zulernen. Aber ein Gespräch kommt nur mühsam zugange. Wir haben uns das Sprechen abgewöhnt. Wir spekulieren, ob der junge Mann, der eines Tages kurz verschwand und dann mit geschorenem Kopf zurück kam, Mönch werden will. Außerdem tauschen wir uns über unsere Reiseerfahrungen aus. Ein Engländer erzählt mir von seinen Trekking-Touren in Nepal. Er weiß auch eine nette Bungalow-Anlage unten am Meer. Wir beschließen, morgen gemeinsam dorthin zu gehen. Dann ist wieder Schweigen angesagt.

Ich nach der Retreat

Ich nach der Retreat

In den letzten Tagen haben einige Leute doch eine Möglichkeit gefunden zu kommunizieren. An dem Geschirrgestell stehen die Namen, damit wir unsere Teller finden. Da haben manche ihrem Liebsten Frangipani-Blüten dran gesteckt. An unserem letzten Tag blüht das Gestell geradezu. Überall die weißen Blüten! Die Nonnen, die uns auch immer das fantastische Essen gekocht haben, haben als Abschiedsgruss das Gestell geschmückt. Bis Mittag haben wir alles sauber gemacht und die letzten Decken gewaschen. Ein paar Abschiedsfotos, dann können wir gehen.

Doch nicht alle sind so begeistert wie ich davon, an den Strand zu können. Einige bleiben noch für ein paar Tage im Tempel. Ich gehe mit dem Engländer schnell zum Strand

Zur ersten Etappe meiner Großen Reise: 06.04.1991 Es geht los!.

Zur vorangegangenen Etappe: 05. – 10.01.1991 Unterwegs in Bangkok – eine zwiespältige Erfahrung

Zur nächsten Etappe: 25.01. – 02.02.1992 Thailand: Tiere, Menschen, Entscheidungen

10 Kommentare

  • Pingback: 25.01.– 2.02.1992 Thailand: Tiere, Menschen, Entscheidungen

  • Hallo Ulrike,
    danke für den interessanten Bericht. 10 Tage schweigen ist schon hart, aber dazu noch ohne lesen grenzt an Folter. Jedenfalls eine tolle Erfahrung; Respekt fürs Durchhalten.

    Ich meditiere seit über 20 Jahren. Sich auf den Atem zu konzentrieren, ist nicht immer leicht. Wenn man durch Gedanken abgelenkt wird, einfach wieder geduldig und achtsam auf den Atem zurück kommen. Schon zweimal täglich 15 Minuten meditieren wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus. Durchhalten lohnt sich also.

    Gruß
    Ulf

    • bambooblog

      Hallo Ukf, ja Du hast recht. Es ist auch gut zu üben, wenn man relativ unbelastet und ohne Sorgen ist. Dann fällt man in Krisensituationen, wenn man sich zum Meditieren hinsetzt, gleich automatisch in den Meditationsmodus und es ist leichter, abzuschalten und sich auf den Atem zu konzentrieren. Das hilft sehr, wenn man sich nicht gut fühlt. LG Ulrike

  • Danke für deinen Bericht. Die Begegnung mit sich selbst, seinen Süchten und Gewohnheiten, die auf Entzug gesetzt werden muss eine riesige Herausforderung sein. Aber auch eine wertvolle Erfahrung.
    Das hast du anscheinend gut gemeistert.
    Liebe Grüße Erika

    • bambooblog

      Liebe Erika, danke für Deine freundlichen Worte! Ich bezeichne diese Meditationsretreat gerne als das größte Abenteuer auf meiner Großen Reise. LG Ulrike

  • Eine sehr interessante Erfahrung, aber 10 Tage wären mir wahrscheinlich viel zu lang gewesen.

    Wie bist du denn dann zum Buddhismus gekommen, wenn deine Erfahrung damals etwas durchwachsen war? Also, wann hast du gemerkt, dass dir die Zeit in dem Retreat doch was gebracht hat?

    • bambooblog

      Ja, es hatte was gebracht. Und dann sind Steve und Rosemary 1997 nach Deutschland gekommen und haben genau so ein Retreat hier gemacht. und da ist mir sozusagen die “Erleuchtung” gekommen. 😉

  • Ich wusste nicht, dass man bei sowas auch nicht lesen darf! Das mit dem Schweigen würde ich vielleicht hinbekommen, aber nicht lesen, ich weiß nicht 🙂 Das mit “auf dem Atem konzentrieren” wäre für mich glaube ich auch ein Problem. Das ist ein Grund, warum ich mit Yoga aufgehört habe. Ich fange dann sofort an, unnatürlich zu atmen, weil ich einfach nicht gut langsam atmen kann. Ich atme eher stoßweise aus und hab dann eine lange Atempause. Alles andere ist für mich unnatürlich. Wenn das nicht wäre, würde ich sicher wieder mehr Yoga machen.

    • bambooblog

      Wie Du atmest, ist beim Meditieren eigentlich egal: Du sollst nur den Atem beobachten. Wenn du merkst, der Atem ist schnell, musst du das nicht ändern. Einfach feststellen, mein Atem ist schnell, und weiter machen. Bei Yoga ist das anders, weil du bestimmte Bewegungen mit dem Atmen verbindest.

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