Hamburg – barrierefrei?

Zitat aus der Broschüre vom HVV:
„Unser Ziel ist es, Ihnen so viel Barrierefreiheit wie möglich zu bieten. Wir versuchen überall dort auszugleichen, wo es für Menschen mit Behinderung, für Senioren sowie für Fahrgäste mit Rollator und Kinderwagen schwierig werden könnte. Im Bereich des HVV wurden bereits zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um mobilitätseingeschränkten Menschen die Nutzung von Bussen, Bahnen und Fähren zu erleichtern.
Fahren ohne Barrieren
Viele Schnellbahn- und Regionalverkehrshaltestellen sind barrierefrei gestaltet. Ziel des Hamburger Senats ist es, den barrierefreien Ausbau aller Ä- und Ö-Bahn-Haltestellen in der Freien und Hansestadt bis 2020 weitgehend abzuschließen. Der Einsatz von Niederflurbussen wird kontinuierlich ausgeweitet, ältere Fahrzeuge werden nach und nach ersetzt. So sind im Großbereich Hamburg fast nur noch Niederflurbusse für Sie unterwegs. Der technische und finanzielle Aufwand für Modernisierungen ist allerdings sehr hoch. Deshalb lassen sich nicht alle Probleme von heute auf morgen lösen.“

Manche Probleme ließen sich allerdings relativ einfach lösen. Denn wieso platziert man Informationen für Rollstuhlfahrer und andere „Mobilitätseingeschränkte“ hochoben? In einer Höhe, die nur für einen Menschen, der stehen kann und auch eine gewisse Mindestgröße hat, einsehbar ist? Informationen für weitere Probleme, die möglicherweise auf den Rolli-Fahrer zukommen, findet man dann in der Aufzugskabine, auch ein wenig höher als es bequem ist.

Durch meinen Vater, der auf seinen Rollstuhl angewiesen ist, fällt mir auch immer wieder auf, wie eng die Aufzugkabinen sind. Besonders an der U-Bahn Horner Rennbahn ist der Aufzug so unglücklich eingerichtet, dass die Türen in einem rechten Winkel zueinander stehen. Rein kommt man ja, aber raus? Das bedeutet immer einige Rangier-Manöver, die langwierig sind und eine große Anstrengung bedeuten. Ich bin immer wieder erleichtert, wenn wir diesen Aufzug ohne größere Schäden für meinen Vater, seinen Rollstuhl oder auch die Aufzugswände geschafft haben. Alleine möchte ich ihn hier nicht unterwegs sehen. Wie es hier Frauen mit Zwillingskinderwagen gehen mag?

Siehe auch: Hamburg – barrierefrei? (2)

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