Gute Nachricht! Es gibt mehr Große Panda

Der Große Panda aktuell: Zur Zeit gibt es immer wieder positive Meldungen und neue Forschungsergebnisse. Deshalb habe ich meinen Artikel komplett überarbeitet (August 2016)

Der Große Panda (Ailuropoda melanoleuca) heißt auf Chinesisch 熊猫 pinyin xióngmāo: Xiong = Bär und Mao = Katze. Er ist das Wappentier des WWF (World Wildlife Fund), der größten Tierschutzorganisation der Welt.Chengdu

Mit seinem markanten schwarzweißen Aussehen erobert er schnell die Herzen aller. Am besten kann man ihn in China in den Aufzuchtstationen in Chengdu und anderswo in Sichuan sehen. Jede große Stadt in China hat außerdem in ihrem Zoo einige Panda-Bären. aber Zoobesuche sind in China nicht zu empfehlen. Warum lest Ihr hier.

Vielleicht erinnert Ihr euch: 1600 Panda-Figuren zogen um die Welt, um für Tierschutz zu demonstrieren.Die Zahl stand für die damals noch in freier Wildbahn lebenden Pandas. Mittlerweile leben schon wieder mehr als 1800 Pandas in den Schutzgebieten in Sichuan. Das ist nicht zuletzt der wissenschaftlichen Forschung zu verdanken, die es ermöglichte, die Lebensbedingungen und die Umgebung den Bedürfnissen der Pandas anzugleichen. Immer mehr Pandas aus den Aufzuchtstationen konnten ausgewildert werden und überlebten die anfänglichen Schwierigkeiten.

Allerdings hält sich Auswildern noch in Grenzen: Bislang wurden 7 Pandas, die in einer Aufzuchtstation aufwuchsen, erfolgreich ausgewildert. Davon 2 im Jahr 2016.

Großer Panda in Bifengxia 2016

Bifengxia 2016

Forschung

Auch solche Forschungsergebnisse kommen dem Großen Panda zugute:
Forschern der Chinese Academy of Sciences und des Beijing Genomics Institute (BGI) ist es gelungen, mit Hilfe von Gensequenzen die Entwicklung der Panda-Population etwa drei Millionen Jahre zurück zu verfolgen.

Der Große Panda ist das seltenste Mitglied der Familie der Bären. Seine einzigartige Ernährung, seine abgelegenen Lebensräume und die geringe Reproduktionsrate führten zu dem Schluss, dass es sich um eine Sackgasse der Evolution handelte, die automatisch zum vollkommenen Aussterben führen müsse.

Die Studie, für die die Forscher die Gensequenzen von 34 wilden Pandas untersuchten, zeigt, dass die sechs geografisch unterteilten Populationen lediglich aus drei verschiedenen genetischen Populationen bestehen. Dabei fanden die Forscher heraus, dass es in der Millionen Jahre langen Geschichte der Pandas mehrere Ereignisse gab, die die Population wesentlich beeinflussten. Diese führten zur Ausbreitung aber auch zu Rückgängen.

Panda Baby in Bifengxia

Panda-Baby

Geschichte des Großen Pandas

Vor ungefähr drei Millionen Jahren gab es den Pygmäen-Panda, der überwiegend von Bambus lebte. Das warme und feuchte Klima sorgte für große Bambuswälder und damit für das erste größere Anwachsen der Panda-Population. Nach und nach wurde der Pygmäen-Panda von anderen, größeren Arten verdrängt. Dazu trugen auch mehrere Eiszeiten vor ca. 700.000 Jahren bei.

Mittlerweile hat man per DNA-Analyse herausgefunden, dass die frühen Vorfahren richtige Bären waren und damit auch Fleischfresser. Wann sie genau vom Fleischesser zum Vegetarier wurden, ist noch nicht ganz klar. Die Zeitspanne reicht von 11,6 Millionen Jahren bis sogar zu 18 Millionen Jahren. Noch heute verfügen die Großen Panda über Fangzähne und Enzyme zur Verdauung von Fleisch. (Quelle: National Geographic)

Dann, vor ungefähr 30 – 50.000 Jahren, erlebte die Panda-Population ihren Höhepunkt mit mehreren Zehntausend Tieren. Klimaveränderungen trugen dazu bei, dass die Population großen Schwankungen ausgesetzt war. Einige der Großen Pandabären passten sich an, andere nicht. Deshalb gibt es heute drei genetische Varianten.

Die Forscher gehen davon aus, dass ihre Erkenntnisse dazu beitragen werden, die Pandabären zu erhalten. Die Umsiedlung wilder Pandas und die Auswilderung in Gefangenschaft geborener Pandas kann entsprechend der genetischen Varianten erfolgen. Damit erhöhen sich die Chancen auf eine erfolgreiche Zucht.

Chengdu

Probleme bei  der Vermehrung der Großen Pandas

Die erfolgreiche Vermehrung der Pandas wird auch erschwert durch einen sehr langen Fortpflanzungsrhythmus. Da sie große Reviere als Einzelgänger beanspruchen, müssen sich die Partner erstmal finden. Die Tragzeit ist dagegen mit knapp 5 bis 6 Monaten sehr kurz und führt dazu, dass ein neugeborener Panda nur 100 bis 200 Gramm wiegt und somit ganz besonderer Pflege bedarf.

Neue Forschungen (2016) haben ergeben, dass sich Pandas besser fortpflanzen, wenn sie sich ihren Partner selbst aussuchen.

Wusstet Ihr? Der Panda hat sechs Finger: Ein außergewöhnliches Kennzeichen ist der so genannte Pseudo-Daumen: Er sitzt wie ein sechster Finger an jeder Hand und besteht aus einem verlängerten Knochen der Handwurzel. Damit kann er den Bambus, den er gerne halb auf dem Rücken liegend frisst, besser packen.

Neueste Meldungen

August 2016

Laut statistischen Angaben aus den Provinzen können die Pandabären in freier Wildbahn in 33 lokale Arten unterteilt werden, von denen 22 vom Aussterben bedroht sind. Das gilt vor allem für 18 Arten, von denen es jeweils nur noch weniger als zehn Tiere gibt. german.china.org.cn

Oktober 2016

Der vierten allgemeinen Untersuchung der Großen Pandas zufolge lebten bis zum Jahr 2013 insgesamt 375 Exemplare in Gefangenschaft. Weltweit lag die Zahl bei 422. … 56 Pandabären leben bereits seit vielen Jahren als Leihgaben in 18 Zoos in 13 Ländern. China Radio International

Der Große Panda ist Vegetarier

Der Große Panda – life:

Die Panda-Aufzuchtstation in Chengdu

Panda-Aufzuchtstation in Bifengxia

Ihr wollt wissen, wo Ihr in und um Chengdu die Großen Pandas sehen könnt? Dann schaut mal auf dem Blog von feel China rein!

Eine Übersicht über Zoos in Europa, die Große Pandas zeigen, findet Ihr auf dem Blog “Die bunte Christine

2017: Nun gibt es auch wieder Große Pandas im Zoo Berlin! mehr

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