Shanxi Tage 3, 4 und 5

Shanxi und Peking 2015

Der Trip geht weiter. Der 3. Tag unseres Fam-Trips bringt lange Busfahrten mit sich. Das ist nach all den vielen Treppen vom vorherigen Tag gar nicht mal so schlecht.

Impressionen

Erste große Sehenswürdigkeit ist der Hukou-Wasserfall. Wer nun erwartet hat, einen tosenden Wasserfall wie die Niagara-Fälle oder die Victoria-Falle zu sehen, mit viel schöner Natur, der hat sich getäuscht. Dieser größte Wasserfall des Gelben Flusses ist eine besonders chinesische Sehenswürdigkeit. Tausende Chinesen tummeln sich an den Ufern, überall kleine Hotels, Souvenir-Läden. Weite Flächen waren trocken. Doch der Gelbe Fluss tost und qirlt seine gelben Massen durch eine schmale Schlucht. Fast müssen wir anstehen, um an den besten Stellen Fotos zu machen. Wieder finden die Chinesen uns fast genauso interessant wie den Wasserfall.

Nach einem leckeren Mittagessen fahren wir weiter zum Tempel Yaomiao. Das ist ein Tempel,  der dem Urvater der Chinesen gewidmet ist, dem mystischen König Yao. Besonders attraktiv für die Chinesen und deren Identität.

Die Übernachtung ist wieder in einem superschönen Luxus-Hotel. Überall Leute, die einem mit einem freundlichen Lächeln ihre Hilfe anbieten.

Der nächste Tag bietet wieder viele, viele Sehenswürdigkeiten. Dies ist mein schönster und interessantester Tag. Es geht zu einigen befestigten Dörfern, von denen in Shanxi über 1.000 geben soll.  Und kaum jemand weiß etwas davon. Hier weit ab von der Kontrolle durch Peking und den Kaiser haben sich viele bedeutende Familien niedergelassen. Sie befestigten ihre Wohnhöfe und bauten so eigene Familiendörfer.

Das größte und bedeutendste ist das Dorf eines Premierministers. Für uns gibt es eine besondere Show. Wir werden durch die Anlage geführt, die mal wieder viele, viele Stufen bietet.

Dann aber werden wir zu einem Dorf gefahren, das aus mehreren solcher Wohnhöfe besteht. Dort hat der Tourismus wohl noch kaum Einzug gehalten. Doch natürlich möchte man auch hier von den Touristen profitieren. So hat man für uns an allen Ecken kleine Vorführungen organisiert. Altes Handwerk, Volkslieder, Tänze. Wir sahen in wirklich ursprüngliche Zimmer und Höfe, wo die Menschen noch heute ganz traditionell leben.

Und wir Touris sind die Attraktion schlechthin: Wie in alten Zeiten, wenn eine Truppe Schauspieler ins Dorf kam, springen die Dorfkinder um uns, stellen sich vor uns auf und fotografieren. Ok, fotografiert hat man früher nicht, aber sonst sind wir die Attraktion schlechthin.

Wieder geht es treppauf treppab. Und immer ist jemand da, der einen mahnt: “Geh langsam! Pass auf!” Dabei greift mir schon mal jemand fürsorglich unter den Arm. Von Schritt zu Schritt werde ich unsicherer dadurch. Aber es hilft nichts. Da muss ich durch.

Ein fürchterliches Gewitter macht die Weger in der Tat dann sehr schlüpfrig. Und es zeigt, wie fix und gut organisiert die Leute sind. Innerhalb von wenigen Minuten sind genügend Regenschirme für die ganze Gruppe da. Und wieder hat jeder jemanden an der Seite, der ihn liebenswürdig über die nassen Wege führt.

Die Übernachtung ist wieder in einem supertollen Luxus-Hotel. Da passiert mir der Supergau: Als ich spät noch kurz das Hotel erkunden möchte, knicke ich an einer Stufe um. Es knackst verdächtig und ein schlimmer Schmerz fährt mir vom Knöchel bis in die Zehen. Nachdem ich mich von dem ersten Schock erholt habe, stelle ich fest, dass ich noch laufen kann. Ich humple zur Rezeption und bitte um Eiswürfel. Damit kühle ich die ganze Nacht meinen Fuß. Die Nacht wird sehr, sehr unruhig.

Am nächsten Tag bin ich ziemlich unbeweglich. Aber es ist sicherlich nichts gebrochen. Und heute ist nur noch die Fahrt nach Peking auf dem Programm. Bus und Zug.

Kaum bin ich in Peking im Hotel gehe ich auch schon los, die Umgebung zu erkunden. Ich finde einen Geldautomat und bin damit flüssig genug, um in einer Apotheke Tabletten und Salbe für meinen Fuß zu besorgen.

So, auch dies wieder nur eine kurze Zusammenfassung der Hauptereignisse. Mehr kommt bald!

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