Liebende Güte Meditation – JETZT!

Niemals in der Welt hört Hass durch Hass auf. Hass hört durch Liebe auf.  Buddha

Es sind schwere Zeiten, in denen ich zwischen Bestürzung, Trauer, Wut hin und her gerissen bin.

Flüchtlinge, die aus einer Welt des Hasses und des Krieges fliehen und bei uns nicht nur auf Willkommen und liebevolle Aufnahme stoßen, sondern auch wieder auf Hass und Anfeindung.

Kriege, wohin man guckt. Junge Menschen, die ihr Leben geben für religiöse und andere Ideologien. Verbrannte Erde, vergewaltigte Frauen, im Namen eines Gottes (z.B. Islamisten), im Namen des Friedens und der Ordnung (z.B. USA).

Verblendung, Unwissen und Hass, wohin man guckt.

Niemals in der Welt hört Hass durch Hass auf. Hass hört durch Liebe auf.  Buddha

Ich bin jeden Morgen erschüttert von den täglich neuen Meldungen von Anschlägen und Morden. Überall wird zu Gebeten für die Opfer aufgerufen. Ich möchte noch einen Schritt weiter gehen und auch für meine Feinde, für die Uneinsichtigen und Verblendeten beten. Ich möchte gar nicht so “heilig” sein, wie das hier wirkt. Doch ich weiß, wenn ich meinen Groll, meine Wut, meinen Hass überwinde, dann geht es mir besser. Dabei hilft es, liebende Güte für alle zu entwickeln. Es wenigstens zu versuchen.

Buddha in Timmendorfer Strand

Buddha in Timmendorfer Strand

Liebende Güte Meditation

So habe ich es gelernt:

Ich stelle mir einen Menschen vor, den ich sehr liebe. Ein gutes freundliches Gefühl entsteht. Wärme umhüllt mich, die Liebe zu diesem Menschen macht mich glücklich. Ich wünsche ihm nur das Beste:

Möge dieser Mensch seine Ängste, seine Unsicherheiten, seinen Hass überwinden. Möge er Liebe und Mitgefühl entwickeln. Möge dieser Mensch glücklich sein und inneren Frieden finden!

Ich wende mich, voll mit diesen positiven Gefühlen mir selbst zu. Ja, es wichtig, sich selbst mit einzubeziehen. Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst, heisst es schon in der Bibel. Zuerst muss man sich selbst lieben, um anderen von dieser Liebe geben zu können!

Möge ich meine Ängste, Unsicherheiten, meinen Hass überwinden. Möge ich Liebe und Mitgefühl entwickeln und pflegen. Möge ich glücklich sein und inneren Frieden finden!

Ich fühle dem wohligen Gefühl von Liebe und Mitgefühl nach. Ich bewahre und richte es auf die Menschen, die mir viel bedeuten: Meinen Vater, meine Schwestern, meine Freundinnen und meine Freunde. Ich stelle mir jeden einzelnen Menschen vor: wie er/sie lächelt, weil sie spürt, dass ich an sie denke.

Möge meine Familie, mögen meine Freunde ihre Ängste, Unsicherheiten und ihren Hass überwinden. Mögen sie Liebe und Mitgefühl entwickeln und pflegen. Mögen sie glücklich sein und inneren Frieden finden!

Ich breite meine liebevollen Gefühle auf die Menschen in meiner Stadt, meinem Land, der Welt aus. Ich kenne sie nicht. Sie sind eher neutral für meine Gefühle. Trotzdem halte ich mein Gefühl der Liebe und des Mitgefühls, das ich in den letzten Minuten empfunden habe, aufrecht:

Mögen die Menschen auf dieser Welt ihre Ängste, Unsicherheiten und ihren Hass überwinden. Mögen sie Liebe und Mitgefühl entwickeln und pflegen. Mögen sie glücklich sein. Mögen sie inneren Frieden finden!

Es ist mir gelungen, diese liebevollen Gefühle zu halten, auch gegenüber Menschen aufrechtzuerhalten, die ich gar nicht kenne, die Kassiererin im Supermarkt, der Schaffner, der Finanzbeamte im nahen Finanzamt… Nun denke ich an einen Menschen, den ich gar nicht mag. Der mich geärgert hat, der mich beleidigt hat. Kann ich auch für diesen Menschen liebende Güte empfinden? Noch hält das gute Gefühl an:

Möge dieser Mensch, der mich so sehr geärgert hat, seine Ängste, Unsicherheiten und seinen Hass überwinden. Möge er/sie Liebe und Mitgefühl entwickeln und pflegen. Möge er /sie glücklich sein und inneren Frieden finden!

Jetzt kommt der schwierigste Teil: Ich wende mich in Liebe und Mitgefühl den Menschen zu, die auf der ganzen Welt Unschuldige quälen und töten: den IS-Terroristen, den Boko Haram, den Attentätern von Paris und so vielen mehr:

Mögen die Terroristen, Mörder, Attentäter ihre Ängste, Unsicherheiten und ihren Hass überwinden. Mögen sie Liebe und Mitgefühl entwickeln und pflegen. Mögen sie glücklich sein und inneren Frieden finden!

Nach meinen letzten schwierigen Erfahrungen möchte ich eine weitere Sorte Mensch hinzufügen, denen gegenüberich mich hilflos fühle: Menschen, die sich besser fühle und doch voller Ignoranz und Hass sind: Die rassistischen Blogger-KollegInnen.

Mögen Rassisten in aller Welt ihre Unwissenheit und ihren Hass überwinden. Mögen sie offen sein für andere Kulturen, Freundlichkeit finden, da wo sie hetzen. Mögen sie glücklich sein und inneren Frieden finden!

Wie wirkt diese Meditation?

Als mich mein Buddhistischer Lehrer einst fragte, wie ich bei der Liebenden Güte Meditation mit dem einen Menschen, der mir Böses angetan hat, zurecht käme, antwortete ich damals: “Gar nicht!” Keine liebende Güte für diesen ekelhaften, schrecklichen Menschen. Mein Lehrer fragte, was denn passieren würde, wenn ich dem Menschen auf der Straße begegnen würde. Nun, ich würde mich aufregen, mein Herz würde schneller schlagen und alle möglichen üblen Rachegedanken würden mir durch den Kopf gehen. “Und was würde dieser schreckliche Mensch empfinden?” fragte mein Lehrer. “Würde der Dich überhaupt wahrnehmen? Würde er sich ärgern?” Ich musste zugeben, dass der mich wahrscheinlich kaum wahrnehmen würde, Unbewusst der Übelkeit seiner Taten würde er nicht einmal Reue empfinden. “Na also, dann schick ihm doch ein paar positive Gedanken, vielleicht spürt er das ja! Dir geht es auf jeden Fall besser, als wenn Du den alten Groll am kochen hältst”

Seitdem muss ich immer dran denken, dass hassvolle Gefühle oder Rachegedanken zuerst immer nur mir selbst schaden. Mein Blutdruck steigt, ich werde deprimiert, ich bekomme Durchfall oder heule stundenlang. Wem ist damit geholfen? Niemand! Wem ist damit geschadet? Mir!

Also versuche ich es auch, den Terrorattentätern von Paris und allen anderen, die in ihrer Verwirrung so schlimme Anschläge begehen, ein paar good Vibrations, nämlich Liebende Güte, zu schicken. Ich denke, dass ihr Leben sehr traurig sein muss. Dass sie nur noch Hass und Grausamkeiten sehen, wo sie doch Glück und Liebe erfahren könnten. Sie tun mir unendlich leid.

Deshalb:

Mögen alle Menschen Liebe und Mitgefühl entwickeln und pflegen. Mögen sie glücklich sein!

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