Der erste Tag in Paris: Unglaublich schön und unglaublich anstrengend

Wie ich nach Paris gekommen bin, findet Ihr hier.

Und jetzt erfahrt Ihr, wie es weiterging am Freitag.

Nachdem ich herrlich früh eingecheckt habe, lege ich mich aufs Bett und versuche, ein wenig zu schlafen. Doch ich finde keine Ruhe. Um 12:00 Uhr bin ich mit Benedicte vom Paris Touristoffice verabredet. Sie will mir Infomaterial über Paris geben.

Place de la Concorde

Place de la Concorde

Also breche ich schon nach einer halben Stunde wieder auf. Das Touristoffice ist ganz in der Nähe des Louvre. Ich wohne beim Arc de Triomphe. Dazwischen liegt die Champs Elysee. Eigentlich hatte ich ja vor, mit der Metro zu fahren. Doch dann: Die Sonne strahlt von einem intensiv blauen Himmel. Weiße Wölkchen machen den Kontrast nur noch schöner. Bei dem Wetter mit der Metro fahren? Nein, das geht gar nicht!

Mit dem in der Sonne weiß leuchtenden Triumphbogen im Rücken spaziere ich entlang den Champs Elysee. Herrlich! Die alten Prachtbauten, die eleganten Geschäfte, Straßencafes: Ich genieße jeden Schritt. Bin hellwach. Das frühe Aufstehen und alle Müdigkeit sind vergessen.

Hatte nicht irgendjemand erzählt, dass weniger Chinesen nach Paris reisen? Ich wundere mich über die Massen an chinesischen Touristen, die mir begegnen. Wie viele mögen das früher gewesen sein?! Fast komme ich mir wie in China vor. Überall vertraute Gesichter und Laute. Hach, geht es mir gut!

Nach ungefähr einer Stunde erreiche ich das Ende der Champs Elysee – den Louvre. In einer Seitenstraße suche ich das Büro der Touristinfo. Die wird anscheinend gerade renoviert. Ich finde keinen Eingang. Aber ich hab die Telefon-Nummer. Doch zu meinem Schreck fällt mir die Vorwahl von Frankreich nicht ein. Denn die brauche ich ja, wenn ich mit meinem deutschen Handy telefonieren will. Ich schau mich um. Was jetzt? Da sehe ich ein Touristbüro von Malaysia. Ich werde eingelassen und bitte den netten Mann um Hilfe. Er ruft Benedicte für mich an. In wenigen Minuten ist sie da. Sie versorgt mich mit einem Stadtplan und dem Museumspass. Herzlichen Dank! Nun kann es los gehen!Paris Essen

Erstmal habe ich Hunger und möchte mich auch ein wenig ausruhen. Ich hab schon gemerkt, dass die Restaurants in Paris sehr, sehr teuer sind. Richtig viel essen will ich auch gar nicht. Schließlich lande ich in einem kleinen Vietnamesischen Imbissrestaurant. Eine Schale mit Nudeln, diversen Zutaten und scharfer Soße wird nach meinen Wünschen zubereitet. Dazu ein Bier! Ich habe die Wahl zwischen Hanoi und Saigon und entscheide mich für Hanoi. Lecker! Gestärkt und zufrieden geht’s weiter zum Louvre.

Louvre: In der Antikenabteilung

Louvre: In der Antikenabteilung

Der Louvre

Ein großer Vorteil: Ich habe den Museumspass und kann an der Schlange beim Ticketschalter vorbei in die Pyramide hinein. Natürlich muss ich daran denken, wie ich hier schon in den 1970er Jahren war. Damals habe ich Klassische Archäologie studiert und war auf Exkursion mit unserem Professor und Kommilitonen. Wir waren eine Woche in Paris: Fünf Tage Louvre! Und da auch nur die Antiken-Abteilungen! Wenn ich nicht an einem Tag auf mein Mittagessen verzichtet hätte, hätte ich die Mona Lisa gar nicht gesehen!

Auch diesmal verzichte ich auf die Mona Lisa und eile gleich zu den Antiken. Römisch und Griechisch! Vieles hat sich verändert – natürlich! Doch manch eine Statue begrüße ich wie alte Freunde: Die alten römischen Kaiserköpfe, die klassischen griechischen Jünglinge, die Aphroditen und Artemis. Der Louvre: Mein Highlight voller Erinnerungen

Nach zwei Stunden breitet sich Erschöpfung in mir aus. Ich schlender durch die schöne unterirdische Einkaufspassage unter der Pyramide, steige langsam wieder ans Tageslicht.

Eine Bootsfahrt auf der Seine

Es ist noch so früh! Und die Sonne scheint immer noch. Langsam gehe ich zur Seine. Auf dem Wasser die Ausflugsboote, Jogger und Fahrradfahrer auf dem Uferweg. Unterwegs zur Pont du Neuf komme ich an einem Flohmarkt für alte Bücher vorbei. Paris, wie ich es mir schöner und entspannter kaum denken kann! Doch meine Füße schmerzen. Wie geplant möchte ich eine Ausflugsfahrt mit dem Boot auf der Seine machen. Das ist doch ideal jetzt: Eine Stunde gemütlich vom Sonnendeck aus die Sehenswürdigkeiten und Brücken von Paris bewundern!

Brücke über die Seine

Brücke über die Seine

So komme ich auch in den Genuss, den Eiffelturm zu sehen, ganz bequem. Paris wie es schöner kaum sein kann! Manch eine Brücke prangt mit goldenen Verzierungen. Wie das alles glitzert in der strahlenden Sonne! Als ich wieder aus dem Boot steige, habe ich mich etwas erholt. Doch nun gibt es eigentlich nur noch den Wunsch, zum Hotel zurück zu kehren.

Für den Rückweg nehme ich nun die Metro. Die Station Charles de Gaulles-Etoiles scheint immer noch ziemlich unübersichtlich. Schließlich finde ich den richtigen Ausgang. Noch ein Blick auf die Champs Elysee: Die Sonne strahlt, doch langsam wird es dunkel. Aber es scheint noch zu früh für die Restaurants. Eigentlich hab ich auch keinen richtigen Hunger. Also kaufe ich mir in einem kleinen Laden eine Dose Bier, ein Brötchen und ein paar Kekse. In einem Subway kommt noch ein Sandwich zu meinen Vorräten. Auf dem Zimmer habe ich einen Wasserkocher und kann mir Tee und Kaffee machen.

Ein kurzer Blick ins Internet, ein kurzer Facebook-Chat mit einer Freundin: Schon schlafe ich. Ich wache nur kurz auf, um mich richtig bettfein zu machen. Was für ein Tag!

Mein zweiter Tag in Paris: Paris: Je suis malade

3 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.