Blogparade: Lieblingsgeräusche

Ivonne vom Blog “Mutterchaos” ruft zu einer Blogparade auf: “Lieblingsgeräusche”. Seit ein paar Wochen denke ich drüber nach, was ich dazu schreiben könnte. Ich könnte so viele Geräusche auflisten, die mich erfreuen – Zuhause und auch unterwegs! Da kann ich die Liste von Ivonne nur unterschreiben!

Natürlich gibt es bei mir so einige Geräusche, die ich unterwegs besonders lieb gewonnen habe. Deshalb hier meine Auswahl an liebsten Lieblingsgeräuschen:

Regen

Frühlingsregen, der mit einem leisen Ploplop auf Blätter fällt

“Nächtlicher Regen”
Erste Grillen, sie zirpen und dann nicht
Die Lampe schwach, geht aus, dann gibt sie Licht
Vom Fenster fern, ich weiß von Regennacht
Bananenblatt als erstes davon spricht
von Bai Juyi (772 – 846)

Oder der starke Sommerregen, der tosend auf Dächer prasselt: Damals zum Beispiel, als ich eine Fahrradtour durch die Lüneburger Heide gemacht habe und gezeltet habe. Herrlich im trockenen Zelt sich in den Schlafsack zu kuscheln und dem Prasseln des Regens zu lauschen!

Regentropfen auf Lotusblättern

Regentropfen auf Lotusblättern

Ein tobendes Urwaldgewitter! Fantastisch! Wenn der Regen wie eine Wand vor dem Fenster steht. Blitze, Donner mit donnerndem Getöse mich umhüllen. Da hab ich mich unterwegs gerne mal auf die Terrasse gesetzt und einfach nur geguckt und gelauscht.

Überhaupt scheint es mein Schicksal zu sein, auf Reisen immer wieder in Regen zu geraten. Naja, wenn ich zur Regenzeit in Japan oder auf Madagaskar bin, dann ist das kein Wunder. Aber auch in Gebieten, wo es nicht oder nur selten regnet, bin ich in Regen geraten: In Jordanien zum Beispiel, während der Fahrt durch die Wüste kam es zu heftigem Regen. Sofort waren die Straßen überflutet und teilweise nicht mehr passierbar. Da musste ich dann geduldig ausharren und warten, bis es weiter ging.

Aber Regen hat mich noch nie aufgehalten. Denn meistens regnet es ja nur kurz und es gibt reichlich Möglichkeiten, während des Regens zum Beispiel in ein Museum zu gehen. Dass mir Regen jemals die Laune verdorben hat, kann ich auch nicht behaupten.

Damals, vor vielen Jahren, war ich drei Wochen in Irland. Da hat es an den meisten Tagen geregnet. Nichtsdestotrotz sind wir über Felder und an der Küste entlang, um Steinzeitgräber, alte Kirchen und Hochkreuze zu besichtigen. Abends dann ein leckerer Whiskey vor dem knisternden Kaminfeuer (noch ein Lieblingsgeräusch!)! Einfach herrlich!Das einzig blöde an Regen ist, dass ich da nicht wirklich gute Fotos machen kann. Dazu hab ich zumindest früher nicht die richtige Ausrüstung gehabt. Aber ich habe es immer als besondere Herausforderung gesehen, halbwegs vernünftige Foto bei Regen zu machen.

Meeresrauschen

Das zweite Lieblingsgeräusch, das ich Euch vorstellen möchte, ist das Rauschen der Wellen an den Strand. Die Tobende Brandung, die sich an steilen Felsen bricht genauso wie das leise Murmeln, wenn sich die Wellen an einem flachen Strand auslaufen.

Irland: The Inch

Irland: The Inch

Doch am liebsten ist mir ein aufgewühltes Meer mit hohen Wellen! Ich werde kaum seekrank und liebe es, wenn sich ein Schiff auf der See bewegt. Ich liebe es, auf der Koje in einer Schiffskabine zu liegen, die Bewegung des Meeres zu fühlen und den Klang der See zu hören.

Herrlich, am Strand zu sitzen und zu meditieren. Das ist auf Kho Phangan genauso schön wie an der Ostsee. Da falle ich schon fast automatisch in den Meditationsmodus. Dazu der Duft der frischen Meeresbrise, das Schreien der Möwen! Mehr brauche ich nicht, um glücklich zu sein!

Mehr Geräusche

Natürlich gibt es noch viel mehr Geräusche, die ich liebe, die mich ans Reisen erinnern und die ich mir gerne in Erinnerung hole. So habe ich mir mal vor langer Zeit eine CD mit Urwaldgeräuschen gekauft. Und eine mit Frösche Quaken.

Achja, Frösche! Es gibt ja wirklich Menschen, die sich nach ihrem Urlaub beschweren, weil die Frösche nachts beim Hotel zu laut gequakt haben! Das ist mir völlig unbegreiflich! Ich habe einmal, als ich in der Türkei war, vor lauter Begeisterung über das Quaken, nachts die Fenster aufgerissen und lag stundenlang wach im Bett, um den Fröschen zu lauschen.

Ich danke auf jeden Fall  Ivonne, die mit ihrer Blogparade mir so viel Anstoß gegeben hat, mal über so etwas Banales wie Geräusche unterwegs nachzudenken. In Zukunft werde ich noch achtsamer auf die Geräusche der Welt lauschen.

Wenn Ihr auch ein Lieblingsgeräusch habt, dann nehmt doch an der Blogparade “Lieblingsgeräusche” teil. Die geht noch bis 06.03.16
Aus ganzem Herzen empfehle ich Euch den Artikel “Lieblingsgeräusche in Peking”. Da kommen noch so einige Lieblingsgeräusche auf die Liste. Zikaden in Peking! Ja, das vermisse ich hier auch manchmal.

 

5 Kommentare

  • Ja, Meeresrauschen (!!!!), herrlich, besonders “in Natur”, ich erinnere mich an – vor etwa 60 Jahren – damals schenkte mir mein Vater ein transportables Tonbandgerät (Telefunken M300) und in den Ferien in Kiel bei meinem Onkel versuchte ich dann das Rauschen der Ostsee aufzunehmen und obwohl mein Onkel mit mir zu verschiedenen Plätzen zur Aufnahme gefahren ist, kam das “eingefangene” Rauschen nie der Empfiundung nahe, die ich hatte, wenn ich am Meeresufer stand. Und in späteren Zeiten genoss ich immer die Möglichkeit meinen Wohnwagen so platzieren zu können, dass ich abends das Meeresrauschen hören konnte.

    • Ulrike

      Ja, auf Band klingt das nicht so gut. Aber es gibt diese tolle Musik von Grieg. Deie ist auch aus dem Lautsprecher toll und meeresmäßig…

  • Die Geräusche des Regens, und ihre ganze Vielfalt zwischen leisem Murmeln und stakkatoartigem Trommeln, liebe ich auch sehr. Und Meeresrauschen. Und ich werde auch nie seekrank, obwohl ich ein Kind der Berge bin. 😉 Aber mein aller-, aller-, allerliebstes Lieblingsgeräusch ist das Schnurren einer Katze. 😉

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