Die Nanas in Hannover

Bunt, fröhlich, sexy – so stehen sie am Leineufer: die Nanas in Hannover. Sie sind kaum zu übersehen, stehen sie doch direkt an einer der wichtigsten Straßen Hannovers und gegenüber der schönen Altstadt.

Die bunten Nanas am Hohen Ufer

Die bunten Nanas am Hohen Ufer

Oh, ich kann mich noch gut erinnern, welch ein Drama es war, als diese so sinnlichen und abstrakten Figuren 1974 am Hohen Ufer aufgestellt wurden! Das passte vielen konservativen Hannoveranern gar nicht. Auch war das Konzept von “Kunst im öffentlichen Raum” noch nicht so weit verbreitet wie heute. Aber aus diesem Kunstwerk entstand die sog. Kunstmeile in Hannover, an der man allerlei interessante, moderne Kunstwerke bewundern kann. Ganz einfach auch vom fahrenden Auto raus.

„Nana“ ist ein vieldeutiger Begriff aus dem Französischen für eine moderne, selbstbewusste, erotische und verruchte Frauengestalt. Die Figuren der Niki de Saint Phalle sind eng mit der Frauenbewegung der 60er und 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts verbunden.2016 Hannover 034

Mittlerweile sind die fröhlich bunten Figuren zu Wahrzeichen Hannovers geworden. Sie haben sogar Namen: Sophie, Charlotte und Caroline. So benannt nach Kurfürstin Sophie, Charlotte Buff und Caroline Herschel, starke Frauen, die in der Geschichte Hannovers eine bedeutende Rolle spielten.

Wikipedia

 

Niki de Saint Phalle (* 29. Oktober 1930 in Neuilly-sur-Seine; † 21. Mai 2002 in San Diego; eigentlich Catherine Marie-Agnès Fal de Saint Phalle[1]) war eine französisch-schweizerische Malerin und Bildhauerin der Moderne. In Deutschland wurde sie als Künstlerin vor allem durch die „Nana“-Figuren bekannt, die 1974 in Hannover am Leibnizufer, heute Teil der Skulpturenmeile, aufgestellt wurden.

Im Jahr 2000 wurde die Künstlerin zur Ehrenbürgerin ernannt. Aus Dankbarkeit vermachte sie 300 ihrer Werke dem Sprengel Museum Hannover.2016 Hannover 035

Auch sonst kann man Niki de Saint Phalle überall in Hannover begegnen. Die Souvenirläden bieten kleine Nanas als Mitbringsel an. Die Einkaufsstraße zwischen Hauptbahnhof und Kröpcke, dem Zentrum der Innenstadt, ist nach ihr benannt. Und dann natürlich noch die Niki de Saint Phalle Grotte in den Herrenhäuser Gärten, die eine ganz besondere Ausstrahlung besitzt.

Jeden Samstag findet zu Füßen der Nanas einer der schönsten und ältesten Flohmärkte Deutschlands statt. Im Sommer geht es morgens um 8:00 Uhr los. Es geht hier nicht um Ramsch oder Modernes sondern es wird Trödel, Antikes und Sammelwürdiges angeboten. Antike Kleinmöbel, Schmuck, Schallplatten und mehr. Manch ein Sammler hat hier schon tolle Entdeckungen gemacht.2016 Hannover 030

Wenn ich in Hannover bin, versuche ich immer, auf dem Flohmarkt vorbei zu schauen. Leider wird gerade (Sommer 2016) das gesamte Leibnizufer renoviert, vom Leineschloss bis zum Marstall. Deshalb gibt es ein wenig Unordnung und der gewohnte Weg ist teilweise unterbrochen. Ich bin schon gespannt, wie es im nächsten Jahr aussehen wird!

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