Fam-Trip Chengdu – Kurzbericht 2. Teil

Tja, der Trip  wurde nicht  besser. Die große Ungewissheit, wie das Programm bei der Leshan Tourismus Messe aussehen wird, bleibt und sorgt zunehmend für Unruhe. Unsere junge Reiseleiterin weiß selbst nicht, ob sie noch in Emeishan bleiben muss oder schon am Freitag zu ihrem kleinen Töchterchen (3) nach Chengdu zurückkehren kann.

Wälder, Bambus, 100% Luftfeuchtigkeit prägen den 2. Teil des Trips

Wälder, Bambus, 100% Luftfeuchtigkeit prägen den 2. Teil des Trips

Aber noch sind wir unterwegs und haben noch einen ganzen Tag touristisches Programm:

Tag 6: Von Leshan nach Emeishan. Zuerst besuchen wir den Großen Buddha von Leshan – im dichten Nebel. Aber dafür kann die Organisation ja nichts. Der Dunst verleiht dem riesigen  Buddha etwas Geheimnisvolles, Mystisches.

Großer Buddha

Großer Buddha

Mein Bericht zum Großen Buddha von Leshan mit vielen Infos findet Ihr hier.

Dann klettern wir glücklicherweise nicht die feuchten und steilen Treppen zu den Ohren der Statue hoch, sondern fahren weiter zu einer Sehenswürdigkeit, die meiner Meinung nach mehr für Chinesen interessant ist: eine große, moderne Anlage, die eine Mischung aus Buddha-Tempel und Darstellung der Geschichte des Buddhismus mittels Reliefs. Hmm, da muss ich wohl noch mal drüber nachdenken, wie ich Euch das beschreiben soll.

Hier ist nun mein Bericht von der Oriental Buddha Capital

Buddha Reliefs in der Oriental Buddha Capital

Buddha Reliefs in der Oriental Buddha Capital

Nachmittags sehen wir dann noch einen ähnlich modernen buddhistischen Tempel in Emeishan. Als ob es nicht genügend alte sehenswerte Tempel hier gäbe.

Dann erfahren wir, dass wir die nächsten zwei Nächte im Emeishan Hotsprings Hotel verbringen werden, das sich vor allem mit einem sehr leckeren umfangreichen Buffet bei uns einführt.

Doch Checkin und Organisation bleiben chaotisch. Es dauert ewig, bis wir auf unsere Zimmer können. Und wir haben noch immer keine Ahnung, wie der Samstag laufen wird, wann wir nach Chengdu zum Flughafen fahren werden.

Am Abend entdecke ich bei einem Spaziergang ein witziges Hotel: Das Teddy Bear Hotel

Tag 7: Heute ist Messe- und Konferenztag! Juchhu! Wir fahren mit  besonderer polizeilicher Begleitung im Konvoi zum Kongresszentrum. Alle Kreuzungen sind für uns abgesperrt. Wir haben Vorfahrt!

Auf dem Kongress hat man gründlich dafür gesorgt, dass wir keine freie Minute haben, Verabredungen gibt es alle halbe Stunde, ohne dass ich so direkt weiß, was ich mit thailändischen und koreanischen Unternehmen anfangen soll. Doch es gibt auch viele Touristische Büros aus Sichuan, die ich dann vor allem nach besonderen Tipps frage.

Die Eröffnungszeremonie ist mal wirklich gut organisiert. Es gibt eine schöne Show. Die Reden der wichtigen Minister und Persönlichkeiten sind kurz. Keine überzieht.

Alles ist bereit für wichtige Business-Gespräche

Alles ist bereit für wichtige Business-Gespräche

Negativer Höhepunkt der gesamten Reise ist das Mittagessen. Es gibt nicht für alle ausreichend. Aber das ist auch nicht weiter schlimm, denn das Essen ist schlecht. Ich verlasse mit einer Kollegin ziemlich schnell das Restaurant. Dadurch haben wir Zeit, uns die Messe selbst ein wenig anzugucken. Was eigentlich in der Mittagspause wenig Sinn macht, denn viele Stände sind nicht besetzt oder die Leute schlafen. Dann geht es bis zum Schluss weiter  mit Besprechungen.

Bis wir zurück im Hotel sind, vergeht auch so seine Zeit. Erst will man mir nicht sagen, wo der Bus steht, Dann sehe ich, dass es mehrere Busse Nr. 2 gibt, die klein den Namen des Hotels als Zusatz haben. Verwirrend!

Im Hotel weiß man immer noch nicht, wann wir am Samstag Abend  zum Flughafen fahren. Und jeder, der fragt, bekommt eine andere Antwort. Ich bin froh, dass unsere Kollegin endlich alles eindeutig klären kann. Denn sie ist Chinesin, so dass eine Kommunikation ohne Missverständnisse möglich ist. Ergebnis: Hurrah! Wir werden um 19:00 Uhr abgeholt und dürfen auch bis dahin unsere Zimmer nutzen. Dadurch haben wir noch einen ganzen Tag.

Tag 8: Es ist auch offiziell: Wir müssen nicht noch einmal auf die Konferenz! Also haben wir einen ganzen Tag, den wir selbst gestalten können. Es würde sogar ausreichen, um auf den Peak zu kommen. Ehrlich: Das ist mir einfach zu viel, zu anstrengend. Denn dazu gehören Seilbahnfahrten und Treppen steigen.

Am Emeishan dreht sich alles um Elefanten.

Am Emeishan dreht sich alles um Elefanten.

Mein Programm: Baoguo-Tempel in der Nähe vom Hotel, dann der Fuhu-Tempel und zum Schluss noch ein weiterer Tempel. Mir macht die hohe Luftfeuchtigkeit sehr zu schaffen. Doch Schritt für Schritt gehe ich vorwärts, sehe die alten Tempel, schaue staunend den Zeremonien zu, verbeuge mich und fotografiere. Während der kurzen Gehwege unterwegs genieße ich die frische Natur. Bambus ohne Ende, Schmetterlinge, ein Hahn kräht, Kinder lachen, Gongs erklingen, Mönche rezitieren, Pilger lächeln mir zu. Durch die Luft weht der Duft von Räucherstäbchen. Immer wieder setze ich mich auf eine Bank und versenke mich in den Augenblick.

Ich halte mich an die Straße, aber hinter dem Fuhu-Tempel gibt es nur einen Fußweg mit endlosen Treppenstufen. Bambus, wohin ich gucke.Stille… Die Luft ist frisch und duftet nach Feuchtigkeit und Räucherstäbchen. Besonders interessant: Mein letzter Besichtigungspunkt entpuppt sich als Begräbnisstätte hoch im Tal. mehr

Jetzt ist es schon 16:35 Uhr. Ich  sitze auf dem Zimmer frisch geduscht und versuche, meinen Koffer sinnvoll zu packen. Jetzt mache ich noch eine Pause, bevor es wieder zurück nach Deutschland geht.

Zu den genannten Sehenswürdigkeiten werde ich natürlich noch einzeln berichten.

Freut Euch auf wirklich  interessante Tempel, nette Begegnungen und ganz viele Elefanten!

Zum ersten Teil des Kurzberichtes: mehr

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