Das Britische Museum in London

London 2017: Meine Highlights des Britischen Museums

Mein ganz besonderes persönliches Highlight: Das Britische Museum! Was verbindest Du mit diesem riesigen Museum? Assyrer, Ägypter, Griechen, Römer, Kelten? Alles wunderbar, beeindruckend! Aber das Britische Museum zeigt auch eine umfangreiche Ausstellung ostasiatischer Kunst. Hättet Ihr das gewusst?

Wer mich kennt, weiß, dass mich gerade diese fernöstliche Abteilung am meisten anzog. Was soll ich sagen? Ich hatte mir ein Hotel in perfekter Lage für dieses Interesse ausgesucht! Das Ridgemount-Hotel (mehr) liegt an der Gower St. Wenn man diese in Richtung Innenstadt entlang geht, trifft man unweigerlich nach ca. 250 Metern auf die kleine Straße Montague Place. Mann könnte nun auch noch weiter gehen, um zum Haupteingang des Britischen Museums zu gelangen. Doch ich bog ab und stand zu meinem Erstaunen gleich vor einem Nebeneingang des Museums. Keine Menschenmengen. Schon stand ich im Museum! Und damit auch gleich in dem Gebäude mit den Sammlungen aus Japan, Korea und China. Besser konnte es nicht sein!Porzellanvitrinen China

Freudig und mit einen ehrfurchtsvollen Schauer ging ich durch die Räume, bewunderte das schöne Porzellan und freute mich an Vertrautem und Fremden. Die vollen Vitrinen mit unzähligen Schüsseln, Tellern und Kunst fand ich etwas uninspiriert. Zusammenhänge und Besonderheiten erschließen sich einem Laien nicht sofort. Ich hatte die Gelegenheit, ganz kurz einer Führung zu lauschen. Das war sehr interessant! Ich kann nur empfehlen, sich so eine Führung zu gönnen. Mit ein wenig mehr Wissen, als es die Beschriftungen ermöglichen, sieht man mehr!

Hier meine persönlichen Highlights aus der Fernost-Abteilung

(Weiter unten gibt es die Highlights aus den übrigen Abteilungen)

Britisches Museum:

Buddha aus Korea

Britisches Museum

Porzellanvase von 2015 des koreanischen Künstlers Jeong Seung Keun

Britisches Museum

Diese moderne Vase zeigt Risse, die mit Gold “zusammengekittet” wurden

Rotglasiertes Porzellan aus Jingdezhen

Rotglasiertes Porzellan aus Jingdezhen

Japan: Gewand der Ainu

Gewand der in Hokkaido beheimateten Ainu

Porzellan-Elefanten aus China

Räucherstäbchen-Halter in Form von Porzellan-Elefanten

Griechen, Assyrer und mehr

Natürlich ging ich schließlich weiter, schon leicht erschöpft. Überwältigt stand ich vor dem modernen zentralen Raum, der Rotunde. Leider kein Foto davon hier. Ich befürchte, ich könnte da irgendwelche Urheberrechte verletzen.

Im Britischen Museum war ich schon mal vor gefühlten hundert Jahren. Damals, als ich noch ganz Klassische Archäologin war. Da galt meine Hauptaufmerksamkeit vor allem den griechischen und römischen Skulpturen. Der Parthenon-Fries, die eleganten griechisch-römischen Marmor-Skulpturen, die beeindruckenden Friese aus alten Tempeln und Städten des Nahen Ostens: All das hat mich schon immer begeistert.

Meine Highlights:

Hellenitische Statue der Kauernden Aphrodite

Kauernde Aphrodite

Das Britische Museum: Griechisch: Pferdekopf

Pferdekopf aus dem Parthenon-Fries. Vor diesem Kopf habe ich eine Weile gesessen. Ist er nicht perfekt – wunderschön?

Griechisch: ParthenonAssyrischer Löwe

Interessant ist auch der Raum “Enlightenment” (Aufklärung). Hier soll die Geschichte der Wissenschaften verdeutlicht werden, die Entwicklung des Britischen Museums und der Forschung. Es ist einst eine königliche Bibliothek gewesen. Die Vitrinen sind alt und geben einen Eindruck, wie einst Museen ausgesehen haben.

Enlightenment

Es gibt sooo viel zu sehen! Die Ägyptische Abteilung habe ich mir gespart! Beim Krieger von Sutton Ho und anderen Schätzen, die man in Großbritannien gefunden hat, hatte ich kaum noch die Kraft, meine Kamera zu heben. Da habe ich auf Fotos ganz verzichtet. Eigentlich hätte ich nach einer Pause noch mal in das Britische Museum zurück kehren müssen. Das ist völlig unkompliziert möglich, da ja der Eintritt frei ist. Doch ich war so überfüllt von all den Eindrücken, so gesättigt, so überwältigt, dass es einfach nicht mehr ging. Meine Füße schmerzten. Also gab es nur noch einen Weg für mich: Zurück zum nahen Hotel.

Übrigens: In der Rotunde gibt es überall Ständer mit leichten Klappstühlen. Die kann man sich kostenlos nehmen und hat so eine Sitzmöglichkeit dabei. Das ist sehr praktisch. Damit konnte ich mich dem schönen Pferdekopf in Ruhe widmen und seine Schönheit ganz auf mich wirken lassen.

Ich habe mir den Führer  “The British Museum A-Z Compagnion to the collections” gekauft und kann mich immer noch an all den tollen Kunstwerken erfreuen. Sehr zu empfehlen! Der Shop des Britischen Museums ist eine wahre Fundgrube für tolle Bücher, aber auch für schöne Souvenirs.

Das Britische Museum - Infos (Stand April 2017)
Öffnungszeiten: Täglich von 10:00 bis 17:30 Uhr, freitags bis 20:30 Uhr Der Eintritt ist frei! http://www.britishmuseum.org/visiting.aspx

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