Die Reiseapotheke für China

Ein kleines Täschchen mit wichtigem Inhalt: Die Reiseapotheke

Ein kleines Täschchen mit wichtigem Inhalt

Auch wenn man so einiges an guten Medikamenten in China kaufen kann, so sollte man sich vor einer Reise immer die Frage nach einer Reiseapotheke stellen, also nach den Medikamenten und medizinischen Hilfen, die man unbedingt mitnehmen möchte, muss.

Hinzu kommt, dass man seine kostbare Reisezeit nicht mit der Suche nach einer Apotheke verbringen möchte. Selbst in Peking habe ich außerdem erlebt, dass man in einer Apotheke nicht unbedingt Englisch spricht.

Die genannten Mittel muss man nicht alle einzeln mitnehmen. Schmerzmittel helfen häufig auch gegen leichtes Fieber.

Ich betone, dass dieser Artikel niemals die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker ersetzen kann. Es handelt sich lediglich um Empfehlungen, die aus meiner langjährigen Reiseerfahrung nach China resultieren. Ich mache auch keine Apotheken-Packliste. Da muss jeder selbst entscheiden, was er braucht und was nicht.

Gesundheit unterwegs in China: Die Reiseapotheke

Welche Besonderheiten gibt es bei der Zusammenstellung der Reiseapotheke für China zu beachten?

1. Erkältung

Es scheint so zu sein, dass kaum jemand nach China reist, ohne eine Erkältung zu erleben. Wobei man sich nicht immer sicher sein kann, ob das Kratzen im Hals nicht doch von der Luftverschmutzung kommt. Naja, für ein paar Wochen kann man das schon mal mitmachen. Doch man sollte sich nicht die Zeit mit Husten und Schnupfen verderben.

Vorsorge gegen Erkältungen:
Immer eine Jacke oder zumindest einen Schal (Kopftuch) im Griffweite haben! Ja, trotz der Hitze, die von April bis Oktober fast überall in China herrscht, sollte man einen Schal dabei haben! Denn Hotels, Taxis und Reisebusse sind häufig sehr runter klimatisiert. Eine eiskalte Umgebung gilt als Statussymbol. Gerade der Wechsel zwischen heiß und kalt führt schnell zu einer schlimmen Erkältung.

Mitnehmen:
– Hustenbonbons
– Nasenspray
– Hustenlöser
– Ein Mittel zum Brust einreiben (zum Beispiel Transpulmin)
– Kopfschmerztabletten
– Fiebersenkende Mittel

Bedenkt: Mit kalten feuchten Wadenwickeln und Tee kann man leichtes Fieber auch senken.

2. Durchfall

Dazu findet Ihr hier einen ausführlichen Artikel von mir: Tipps gegen Reise-Durchfall

3. Sonne

Trotz all dem Smog: In China scheint die Sonne häufiger, als man denkt. Deshalb ist ein guter Sonnenschutz unabdingbar. Das fängt bei einer schützenden Kopfbedeckung an und führt zu Vor- und Nachsorge. Dabei finde ich es sehr wichtig, diese Salben und Cremes aus Deutschland mitzunehmen. Denn ich misstraue in diesem Punkt der Qualität der chinesischen Produkte.

Mitnehmen:
– Sonnenmilch: hoher Lichtschutzfaktor
– Ein kühlendes Gel, wenn der Sonnenbrand zugeschlagen hat
– Eine Wund- und Heilsalbe, hilft auch bei allen möglichen kleinen Verletzungen

4. Wundversorgung

In China ist man viel zu Fuss unterwegs. In alten Städten sind die Kopfsteinpflasterstraßen sehr uneben. Da bleiben Blasen und Abschürfungen nicht aus.

Vorsorge
Unbedingt bequeme, gut eingelaufene Schuhe mitnehmen!. Sandalen halte ich für suboptimal. Aber wenn jemand darin gut laufen kann, dann soll er/sie!

Mitnehmen:
– Pflaster: haltbar, fest klebend
– Blasenpflaster
– Eine elastische Binde
– Wund- und Heilsalbe
– Wunddesinfektionsmittel

5. Mückenstiche

Ehrlich gesagt, da kenne ich mich kaum mit aus, denn Mücken scheinen mich zu meiden. Ich habe in China nur wenig Mücken gesehen. Aber wenn Ihr da empfindlich seid, nehmt am besten zur Abwehr Autan mit. Es heisst aber auch, dass Autan nicht hilft. Eine gute Idee ist es, vor Ort nach einem guten Mittel gegen Mücken zu fragen.

Impfungen

Für China sind keine Impfungen vorgeschrieben. Solange Ihr nicht in den äußersten Süden (an die Grenzen von Myanmar oder Vietnam) reist, ist auch nicht mit einem Malaria-Risiko zu rechnen. Ihr solltet eine Grundimmunisierung, die im Grunde für alle Länder gilt, haben: Polio, Hepatitis A und B, Tetanus.

Ich persönlich bin zwar kein Impfgegner, aber ich bin auch nicht dafür, sich unnötig mit Chemie zu belasten. Eine Tollwut-Impfung halte ich für unnötig. Zum Einen habe ich in 30 Jahren Reisen auch abseits der Touristenpfade in China noch keinen tollwütigen Hund erlebt, noch habe ich von einem entsprechenden Fall gehört.

Zum Schluss

Eine gute Sache ist es, mal in einer der Online-Apotheken vorbeizuschauen. Zum Beispiel: https://www.europa-apotheek.com/ Da kann man sich fertige Päckchen mit allem Notwendigen zusammenstellen oder pauschal kaufen. Dabei habe ich festgestellt, dass man seine Reiseapotheke auch homöopathisch gestalten kann. Es gibt sogar eine Auswahl an Bachblüten für unterwegs.

Gut gegen die Sonne geschützt

Gut gegen die Sonne geschützt

Die Liste ist sicherlich nicht vollständig und bezieht sich auf meine Erfahrungen in China. Wenn Ihr noch weitere Tipps habt, dann immer her damit!

Fazit: Macht Euch keinen Kopf! Das Schlimmste, was den meisten Leuten auf Reisen in China widerfährt, sind Erkältungen und manchmal Durchfall. Bleibt entspannt! Auch das hilft gegen manche Übelkeit.

Wenn’s wirklich schlimm ist, dann solltet Ihr zum Arzt gehen. Die deutsche Botschaft oder das nächste Konsulat kennen bestimmt einen Arzt, der Englisch oder sogar Deutsch spricht.

Zu einem amüsanten Erlebnis in einer Pekinger Apotheke lest Ihr hier mehr.

Dieser Artikel wurde überarbeitet und aktualisiert im Mai 2017

2 Kommentare

  • Stimme zu, dass es sich lohnt, ein paar Reisemedikamente mitzubringen, wie die Gesichtsmasken und Schmerzmittel. Es ist auch ganz einfach, Apotheken in den Städten in China während der Reise zu finden, und einige von ihnen öffnen 24/7

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