Gesellschaft mit Gegensätzen -China Nachrichten 09.09.17

Meine gesammelten China Nachrichten zeigen die Vielfalt und die Gegensätze in der chinesischen Gesellschaft. Während immer mehr Menschen einen angenehmen Wohlstand erleben, sich Urlaub und Reisen leisten können, so warten andere wie die sog. Trostfrauen bis heute auf Gerechtigkeit und Anerkennung ihrer Leiden. Wie gut, dass nicht länger geschwiegen wird! Zum Schluss erfahren wir, dass auch in China Geld alleine nicht Glücklich macht.

Meine China Nachrichten

07.09.17 german.people.com.cn
14% ohne Bargeld unterwegs
Weil man mittlerweile fast überall mit Handy Apps zahlen kann, nehmen immer weniger Menschen in China Bargeld mit, wenn sie ihr Zuhause verlassen. Besonders beliebt ist WeChat Pay. mehr

08.09.17 german.people.com.cn
Der Nationalfeiertag naht!
Laut einem aktuellen Bericht von Chinas Online-Reisebüro Ctrip planen 650 Millionen Menschen, in den Ferien zum Nationalfeiertag Inlandsreisen zu unternehmen. Sechs Millionen Menschen werden ins Ausland reisen. Erschwerend kommt hinzu, dass in diesem Jahr das Mondfest auf den 4. Oktober fällt. Damit wird die Golden Week um einen Tag verlängert. mehr

06.09.17 Beijing Rundschau
Keine Gerechtigkeit für “Trostfrauen”
Während des Zweiten Weltkriegs wurden mindestens 200.000 chinesische Frauen von japanischen Soldaten vergewaltigt. Statistiken des „Forschungszentrums für chinesische Trostfrauen“ (RCCCW) an der Shanghai Normal University belegen, dass 75 Prozent dieser Frauen zudem zu Tode gefoltert wurden.

Die Mehrheit der Überlebenden seien aufgrund des sexuellen Missbrauchs und der barbarischen Verhütungsmethoden, die ihnen seitens der Japaner aufgezwungen wurden, nicht mehr im Stande gewesen, Kinder zu bekommen, so Su Zhiliang, der Direktor des RCCCW. Viele dieser Frauen heirateten nie. Einige heirateten zwar, wurden aber von ihren Ehemännern aufgrund ihrer Unfruchtbarkeit – oder wegen der damals leider üblichen gesellschaftlichen Stigmatisierung von Trostfrauen – wieder verlassen. Wiederum andere lebten bis zu ihrem Tode in bitterer Einsamkeit und Armut. mehr

07.09.17 german.people.org.cn
Städter in China: Wohlhabend aber nicht glücklich
In einem Bericht, der von einem Team der Tsinghua-Universität veröffentlicht wurde, wird die Zufriedenheit der Menschen, die in Chinas größten Städten wohnen, mittels eines Zufriedenheits-Index eingestuft, der auf Basis von Analysen von Posts auf sozialen Medien wie Weibo vergangenes Jahr berechnet worden ist. Positive Wörter in den Posts erhöhen den Index, während negative ihn reduzieren. mehr

2 Kommentare

  • In Japan hat es diese Trostfrauen auch gegeben. Und auch sie hatten ein überaus schweres Los, wurden häufig von ihren Familien verstoßen, in der Gesellschaft nicht anerkannt, blieben oft allein und fristeten ein ärmliches Leben in Einsamkeit. Nur wenige wagte es, sich der Stigmatisierung zu widersetzen und öffentlich dagegen einzutreten… Das ist eine der “unblutigen” Folgen von Kriegen, die oft über Generationen hinweg noch nachwirken…

    • Ja, diesse “Trostfrauen” gab es überall dort, wo die Japaner Krieg geführt haben. Und langsam werden sie zu alt, um ihre Geschichten zu erzählen oder ein bisschen Entschädigung zu bekommen.

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