Daxingshan Tempel in Xi’an

Daxingshan Tempel – 大兴善寺 – Der Tempel der großen Güte

Dieser Tempel im Süden Xi’ans ist einer der ältesten buddhistischen Tempel Chinas. Seine Ursprünge gehen auf das 3. Jahrhundert n. Chr. zurück. Damals befand sich der Buddhismus in China noch im Aufbau. Besonders in Xi’an, dem alten Chang’an und damals Hauptstadt von China, gab es zahlreiche Mönche, die die buddhistischen Schriften (Sutras) ins Chinesische übersetzten. Auch der Daxingshan Tempel wurde zu einem Hort der Lehre. Nach und nach entwickelte sich hier aber auch eine bedeutende neue Richtung des Buddhismus: Der tantrische Buddhismus Vajrayana oder Tantrayana, der vor allem in Tibet große Bedeutung erlangte. Aber auch der japanische Shingon Buddhismus stammt aus diesem Tempel.

Aus dieser frühen Zeit ist heute nichts mehr zu sehen. Wie bei vielen anderen Tempeln in China gab es zahlreiche Brände und andere Zerstörungen. Die Gebäude, die man heute sieht, stammen überwiegend aus der Ming-Zeit (1368 – 1644) und wurden 1955 und 1983 renoviert.

Daxingshan Tempel Eingangstor

Eingangstor

Während der Tang-Zeit lebte der japanische Mönch Kukai im Daxingshan Tempel:

Kukai

Kukai

Kukai
Kūkai (jap. 空海; dt. etwa „Meer der Leere“; * 27. Juli 774 in Byōbugaura (heute: Zentsūji); † 22. April 835 (jap. Kalender: 835/3/21) am Kōya-san) war ein buddhistischer Mönch, Gelehrter und Künstler der frühen Heian-Zeit Japans. Er ist der Begründer des japanischen Shingon-Buddhismus – häufig auch als „mantrischer“ oder – was leicht misszuverstehen ist – als “esoterischer“ Buddhismus bezeichnet. Unter dem postumen Ehrentitel Kōbō Daishi (弘法大師) wurde er von späteren Generationen mehr und mehr überhöht, so dass sich in seinem Bild verifizierbare historische Elemente mit vielerlei Legenden vermischen. Unbestritten ist jedoch sein überragender Einfluss auf die Entwicklung des Buddhismus in Japan und die japanische Kultur. (Wikipedia)

Die Hallen bergen einige sehr schöne Statuen, zum Beispiel die Vier Himmelskönige und eine Statue der Guanyin mit Tausend Armen. Es gibt einen Garten und einige Höfe. Manchmal begegnet man den ansässigen Mönchen. Nur wenige Touristen verirren sich hierhin.

Mir hat der Tempel mit seiner Ruhe und den schönen Gebäuden sehr gut gefallen. Genau das richtige, wenn man den Touristenmassen in Xi’an entgehen möchte! Es soll auch ein gutes vegetarisches Restaurant geben. Das habe ich leider nicht gesucht und nicht gefunden.

Ein weiterer Vorteil ist die Lage des Tempels in der Nähe der U-Bahn-Station Xiaozhai der Linien 2 und 3. Von dort kommt man in ca. 15 Minuten zu Fuß zum Shaanxi Provinz Museum.


Infos (Stand März 2018)
Der Eintritt ist frei
Der Tempel ist jeden Tag von 8:00 bis 17:00 Uhr geöffnet
U-Bahn-Station Xiaozhai

Zu meinem Reisebericht “China 2017

 

3 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.