Meine perfekten 48 Stunden in … Peking

Auf Traveller’s insight wird zur Blogparade aufgerufen: “Die perfekten 48 Stunden in…”. Dies ist mein Beitrag dazu.

2 Tage Peking

Rote Laternen

Doch worüber soll ich schreiben? Ich mache gerne Wochenendtripps in Europa. Natürlich habe ich vorher immer eine Idealvorstellung von meiner Zeit vor Ort. Doch “erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!”. Beispiel Paris 2016. Es waren etwas mehr als 48 Stunden. Ich hatte mir ein ehrgeiziges Programm vorgenommen. Doch ich wurde krank. Nicht doll, aber mein perfektes Programm litt ein wenig. mehr

Ich denke, bei der Blogparade geht es nicht so sehr darum, was man wirklich erlebt hat, sondern darum zu zeigen, wie man sich zwei Tage an einem interessanten Ort gestalten kann. Deshalb schreibe ich mal, wie meine perfekten 48 Stunden in Peking aussehen würden, wenn ich mir was wünschen könnte und alles glatt laufen würde. 2 Tage Peking – meine persönlichen Empfehlungen.

Meine perfekten 48 Stunden in Peking

könnten so aussehen. Hierbei handelt es sich um eine Idealvorstellung, die ich gerne zur Nachahmung empfehle:

Tag 1: Verbotene Stadt und mehr

Morgens in Peking. Ich habe mir ein nettes, nicht allzu großes Hotel ausgesucht, von dem aus ich zu Fuß zum Kaiserpalast gehen kann. Als erstes, noch bevor ich ins Bad gehe, brühe ich mir mit dem vorhandenen Wasserkocher einen Kaffee auf.

2 Tage Peking: Frühstück

Frühstücksbuffet in einem kleinen Hotel in Peking

Frisch geduscht gehe ich zum Frühstücksbuffet des Hotels. Dabei ist mir wichtig, dass es dort ein sog. westliches Frühstück gibt: Kaffee, Toast mit Spiegeleiern, etwas Obst. Mehr brauche ich nicht, um einen guten Start in den Tag zu haben. Leider mag ich das chinesische Frühstück nicht besonders: Sojamilch, Reissuppe, eingelegtes Gemüse. Nur: Tausendjährige Eier gehen immer! Übrigens: Die meisten Hotels in China bieten einen guten Filterkaffee!

Dann packe ich meinen Fotoapparat und meinen Tagesrucksack und mache mich zu meinen Besichtigungen auf. In Peking geht es meistens zuerst zum Platz des Himmlischen Friedens und dann in die Verbotene Stadt:

Verbotene Stadt

Auch wenn ich die Verbotene Stadt, den alten Kaiserpalast, schon zigmal besucht habe, so habe ich immer noch nicht genug davon. Die riesige Ausdehnung, die vielen, vielen Paläste, Hallen und kleinen Gärten bieten bei jedem Besuch etwas Neues.

Verbotene Stadt

In den hinteren Palästen

Es ist einfach toll, sich treiben zu lassen, die vielen wunderschönen Möbel und Ausstellungsstücke zu bestaunen. Auch wenn die Verbotene Stadt immer voller Besucher ist, so finde ich Ecken, wo ich fast ungestört dem Hauch von Jahrhunderten nachhängen kann. Die Verbotene Stadt war mehr als 500 Jahre lange das Machtzentrum Chinas. Beim Innehalten an etwas ruhigeren Stellen lausche ich manchmal in die Weite und meine fast, die schweren Schritte und Befehle der Palastwachen zu hören. Oder das Kichern der Konkubinen und Kinder, die einst die inneren Paläste bewohnten.

Geheimtipp: Im nördlichen Teil der Verbotenen Stadt gibt es einige weniger bekannte Paläste, darunter den seltsamen Palast des allumfassenden Glück. Hier hatte man noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts versucht, einen Kristallpalast nach europäischem Vorbild zu errichten. Der Bau wurde nicht vollendet.

Verbotene Stadt: Kristallpalast

Der Kristall-Palast

Wenn ich dann den Kaiserpalast im Norden verlasse, versäume ich es nicht, den Kohlehügel (Jingshan) zu besteigen. Dieser Park mit dem unattraktiven Namen gehörte früher zum Palast. Eine zeitlang hat man hier Kohle gelagert. Daher der Name.

Vom Gipfel habe ich einen tollen Blick auf die gelben Dächer der Verbotenen Stadt. Der Kohlehügel und auch der anschließende Beihai-Park sind beliebte Treffpunkte der Einheimischen. Man trifft sich hier zum Frühsport, zum Klönen und auch, um die geschätzten Singvögel an die frische Luft zu bringen. Authentisches Pekinger Leben pur!

Hutongs am Houhai

Im Norden des Beihai-Parks schließt sich ein quirliges Viertel voller Bars, Restaurants und Souvenirläden an. Einst war dies das Zentrum der Altstadt Pekings. Hier lebten während der Kaiserzeit hohe Beamte und Adlige. Manche der alten Hofhäuser sind hübsch renoviert. Mit ein wenig Glück kann man einen Blick hineinwerfen. Houhai

Natürlich genieße ich eine Pause in einem der offenen Restaurants bei einem leckeren Bier und mit der Aussicht auf das bunte fröhliche Jungvolk, das vorbeiströmt.

Peking Houhai

Wenn ich dann noch Lust habe, und noch laufen kann, geht es zum Platz mit Glocken- und Trommelturm. Auch hier bietet es sich an, durch die alten Gassen zu bummeln. Die sind ruhiger als die am Houhai. An den Straßenecken gibt es Schilder, die von der Geschichte der jeweiligen Gasse berichten.

Auf dem Rückweg zum Hotel erledige ich noch ein paar Besorgungen, schaue in der Wangfujing Einkaufsstraße in den Foreign Languages Bookstore und esse ein leckeres Dinner.

Am liebsten kehre ich in einem Malatang-Restaurant ein. Die bieten eine Art Hotpot für Singles an. Man kann sich die Zutaten selbst aussuchen. Die werden in einer leckeren, gut gewürzten Suppe gekocht. Dazu ein kühles Bier! Perfekt!

Einfach lecker! Heiße Suppe und Bier!

Tag 2: Peking abseits der Touristenpfade

Für den 2. Tag meiner perfekten 48 Stunden in Peking stellt sich mir die Frage: Soll ich jetzt das absolute Mustsee in Peking schildern – die Große Mauer? Aber nein! Es geht ja um meine perfekten 48 Stunden in Peking! Und bei mir persönlich steht nach all meinen vielen Besuchen auf der Großen Mauer an den unterschiedlichsten Stellen diese nicht mehr ganz oben auf der Liste.

Doch ich erinnere mich an einen außergewöhnlichen perfekten Tag in Peking im September 2015: Mein Ausflug in den Stadtteil Moshikou. Noch nie was von gehört? Der Ausflug lohnt sich!

Moshikou Dajie

Moshikou: Der faszinierende Fahai-Tempel und das Eunuchen-Museum

Nach Moshikou kommt man nicht so einfach: U-Bahn-Linie 1 bis zu Endstation Pingguoyuan und dann mit Bus oder Taxi weiter. Dafür braucht man ungefähr 1,5 Stunden. Doch dann ist es, als wenn man das Peking vor 30 Jahren betritt: Ohne breite Stadtautobahnen, ohne Hochhäuser.

Kleine Läden, Gemüsehändler, Wäsche auf den Leinen: Kleinstadt-Idylle pur!

Moshikou Dajie

Ich gehe zuerst zum Fahai-Tempel. Der Tempel liegt einsam und ruhig in der Sonne. Vögel zwitschern, Zikaden zirpen. Ein magischer Ort! Berühmt ist der Tempel wegen seiner gut erhaltenen buddhistischen Freskos aus dem 15. Jahrhundert. Ich bezahle willig den Extra-Eintritt, um diese Wandgemälde zu sehen. Ein älterer Mann führt mich und eine chinesische Besucherin von Bild zu Bild. Mit einer Lampe beleuchtet er die Malereien und weist auf Besonderheiten hin. Sowas liebe ich sehr, auch wenn ich nicht viel verstehe. Aber in einer weiteren Halle gibt es Fotos und englisch-sprachige Erklärungen. mehr

2 Tage Peking: Fahai Tempel

Alte Bäume im Hof des Fahai Tempels

Vom Tempel aus gehe ich zum Eunuchen-Museum. Das ist entstanden rundum das Grab eines verdienten Eunuchen. In dem Museum erfährt man so einiges aus dem Leben der Eunuchen am Kaiserhof. Wie sie zum Eunuchen gemacht wurden und was ihre Aufgaben waren. Ein paar Minuten setze ich mich zu den Grabsteinen, genieße die warme Sonne und die friedliche Stille weitab vom Trubel der Mega-Metropole. mehr

Grab des Eunuchen Tian Yi

Krönender Abschluss: Legend of Kungfu

Als krönenden Abschluss meiner perfekten 48 Stunden in Peking würde ich mir die Show “Legend of Kungfu” gönnen: Ein phantastisches Spektakel mit mitreißender Musik und toller Kungfu-Akrobatik.

Legend of Kungfu

2 Tage Peking und dann?

Wie eigentlich überall auf der Welt reichen 2 Tage in einer Stadt wie Peking nicht aus, um auch nur ansatzweise die Stadt, ihre Geschichte und ihre großartigen Sehenswürdigkeiten kennenzulernen. Denn was wäre ein Peking-Besuch ohne Große Mauer, ohne Sommerpalast und Himmelstempel?

Eine Übersicht über Pekinger Sehenswürdigkeiten, über die ich schon geschrieben habe, findet Ihr hier.

Die Blogparade läuft noch bis zum 23.05.2018

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